Unter dem Motto „A Body of Many — Moving Democracy“ laden das Künstler*innenhaus Mousonturm und das Hessische Staatsballett zur 11. Ausgabe des Tanzfestivals Rhein-Main ein.
An 17 Tagen entfaltet das Festival mit Uraufführungen, gefeierten Gastspielen und starken regionalen Positionen in Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden ein Panorama tänzerischer Ausdrucksformen: vom großen Ballett bis zum intimen Solo, von radikal zeitgenössischen Handschriften bis zu genreübergreifenden Experimenten.
Liebes Publikum,
Tanz beginnt oft zu mehreren, im Miteinander — egal ob in der Gruppe oder im Solo. Bewegung steht nie ganz für sich allein, ist eingebettet in Kontexte, kann ansteckend sein oder herausfordern. Unter dem Motto „A Body of Many — Moving Democracy“ fragt das Tanzfestival Rhein-Main 2026, was es heißt, wenn viele Körper zu einem werden, ohne dabei aufzuhören, viele zu sein. Denn genau darin liegt die Kunst: nicht Verschmelzung, sondern Zusammenspiel. Nicht Gleichklang, sondern
Vielstimmigkeit.
Diese Frage stellt sich mit zunehmender Dringlichkeit. Während radikale politische Kräfte auf Vereinheitlichung, Ausgrenzung und die Vorstellung eines vermeintlich reinen, homogenen Körpers setzen, zeigt der Tanz das Gegenteil: Gesellschaft entsteht nicht durch Angleichung, sondern durch das Aushalten und Gestalten von Differenz. Egal ob großes Ensemblestück oder Solo: die Stücke im diesjährigen Festival werden von Dynamiken getragen, die miteinander ringen, sich stützen, sich widersprechen und dennoch gemeinsam eine Form finden. Ein Körper der Vielen, ein Körper von Vielen, lässt sich nicht spalten, ohne sich selbst zu verletzen. Das ist die politische Kraft dieses Bildes — und unsere Einladung an Sie, in diesem Festivaljahr genau hinzuschauen.
Alexandra Hennig, Bruno Heynderickx, Beata Stankevič,
Anna Wagner und das Team des Tanzfestivals Rhein-Main
Fördersatz:
Das Tanzfestival Rhein-Main, ein Projekt von Künstler*innenhaus Mousonturm und dem Hessischen Staatsballett im Rahmen der WDC 2026, wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und gefördert durch das Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, die Aventis Foundation und die Dr. Marschner Stiftung. Gesponsort von Energieversorgung Offenbach AG (EVO).
WDC 2026 wird gefördert durch das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

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