I am Bob

Choreografie von Imre & Marne van Opstal

Imre & Marne van Opstal arbeiten in I am Bob mit einer großen Gruppe von sechzehn Tänzer:innen. Zentral für das Stück
des niederländischen Geschwisterpaars ist das Thema Identität. Bob steht als Synonym für den modernen Menschen, der in seiner Getriebenheit zwischen den unzähligen Systemen der Zugehörigkeit wie Beruf, Alltag, kultureller Hintergrund oder gesellschaftliche Erwartungshaltung aufgerieben wird. Diese Verstrickung im Netz der Abhängigkeiten wird in synchronisierten Gruppenformationen getanzt und immer wieder von solistischen Einzelakten gebrochen. Individueller Ausbruch und kollektive Wiedereingliederung, Konformitätszwang und Freiheitsstreben stehen in einem spannungsvollen Wechselverhältnis. Dem Ganzen liegt eine zuweilen absurde Note zugrunde, die zugleich die Stilvariabilität des choreografischen Duos zeigt. Nach dem emotionalen I’m afraid to forget your smile im vergangenen Jahr wurden die van Opstals auch für die vom Hessischen Staatsballett koproduzierte Arbeit Voodoo Waltz am Schauspielhaus Bochum für den diesjährigen Theaterpreis DER FAUST nominiert.

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