Über eine Spielzeit lang haben sich Menschen unterschiedlicher Altersgruppen in den Tanzklubs des Hessischen Staatsballetts in Darmstadt und Wiesbaden wöchentlich getroffen, um gemeinsam zu tanzen und kreativ zu werden. Die Abschlusspräsentation in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt gibt nun Einblick in diese gemeinsamen Prozesse.

Die diesjährigen Tanzklubs Afrofusion von Debby Mintah und Fliegende Körper von Laura Ahumada García in Darmstadt und How to move in between von Yi-Lun Chen-Czajor in Wiesbaden bieten Räume für zeitgenössischen Tanz, afrikanische Tanzstile, Capoeira-inspirierte Bewegung, Improvisation und inklusive Tanzpraxis. Im Mittelpunkt stehen kreative Freiheit, persönliche Erkundung und das Erleben von Gemeinschaft. Jenseits fester Technikvorgaben wird Bewegung als Ausdrucksmittel erforscht – kraftvoll, verspielt, offen und individuell. Unterschiedliche körperliche Erfahrungen, kulturelle Hintergründe und Ausdrucksformen werden dabei nicht nur akzeptiert, sondern als Bereicherung verstanden.

Die Abschlusspräsentation zeigt Choreografien, die aus Begegnung entstanden sind, aus Austausch, Neugier und dem Mut, sich tänzerisch zu zeigen. Der Tanzraum wird dabei zu einem Ort gelebter Vielfalt, in dem Verbindung, Achtsamkeit und kreative Energie spürbar werden.

Mit dieser gemeinsamen Aufführung endet die aktuelle Spielzeit der Tanzklubs. Gleichzeitig laden wir dazu ein, neugierig nach vorn zu blicken: Die Tanzklubs der kommenden Spielzeit beginnen im August in Wiesbaden und im September in Darmstadt. Erneut werden sie Menschen mit und ohne Tanzerfahrung die Möglichkeit eröffnen, Tanz als Raum für Ausdruck, Begegnung und gemeinsames Wachstum zu entdecken.

12. & 13. Juni 2026
Staatstheater Darmstadt, Kammerspiele

TanzKlub 

Tanzklub: “how to move in between”

Foto: (c) Sinah Osner

 

Wir bewegen uns zwischen Zuständen: zwischen Freude und Schmerz, Nähe und Distanz, Jetzt und Vergangenheit. Dabei entstehen Zwischenräume – Orte des Übergangs, der Begegnung und des Wandels.

In der Präsentation bringen wir diese Fragen tänzerisch auf die Bühne – als Suche nach Antworten und als Aushalten von Offenheit.

Yi-Lun Chen-Czajor ist Tanzvermittlerin, Community Dance Anleiterin, DanceAbility Teacher und Performerin. Sie studierte Theaterwissenschaft in Mainz und verbindet seit vielen Jahren soziale Arbeit mit zeitgenössischem Tanz. Ihr Fokus liegt auf Inklusion: Mit kreativen und künstlerischen Ansätzen entwickelt sie vielfältige Tanzangebote für Menschen unterschiedlicher Hintergründe. In ihrer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen schafft sie Räume, in denen Bewegung zur Sprache wird – ein Mittel des Ausdrucks, der Begegnung und des Miteinanders. Ihre Methoden basieren auf zeitgenössischem Tanz, Contact Improvisation und insbesondere DanceAbility. Mit eMotionConnect folgt sie ihrer Vision, Tanz als verbindende Kraft erlebbar zu machen und Räume zu öffnen, in denen alle willkommen sind.

TanzKlub: Flying Bodies

Foto: (c) Sinah Osner

Flying Bodies ist ein Tanzstück, das durch Zusammenarbeit entsteht – geprägt von denen, die anwesend sind, und von denen, die bei der Premiere nicht dabei sein konnten.
Es entspringt dem gemeinsamen Wunsch zu tanzen und zusammen zu sein – trotz unserer Unterschiede.

Was sich entfaltet, ist eine Begegnung von Einzigartigkeiten, eine Konstellation von Körpern, die Raum, Zeit und Erfahrung miteinander teilen.
Gemeinsam laden wir euch in diese Landschaft der Begegnungen ein, in der Individualität und Gemeinschaft nebeneinander bestehen und sich gegenseitig verwandeln.

Auf diesem Weg haben wir entdeckt, dass gemeinsames Bewegen auch eine Bewegung nach innen ist.
Durch geteilte Rhythmen und Gesten finden wir unerwartete Wege zu uns selbst – und zueinander, in Verbindungen, die über Worte hinausgehen.

Foto: (c) Sinah Osner

Zusammenarbeit bedeutet, Fürsorge zu praktizieren.
Es bedeutet, ebenso zuzuhören wie zu sprechen, übereinzustimmen und zu widersprechen, präsent zu bleiben in der Komplexität des Viele-Seins.
Demokratie wird hier gelebt, nicht verkündet – sie verlangt Geduld, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, Raum zu halten, damit jede Stimme hörbar wird.
Sie ist ein Akt des Respekts, der Verbundenheit und des Eintretens in die Welt der anderen.

Dieses Stück ist die Spur dieses Prozesses.
Eine gemeinsame Konstruktion.
Eine Ansammlung von Momenten.

Collage: (c) Nora Cremille

Laura Ahumada García ist eine südamerikanische Bewegungskünstlerin, Performerin und Improvisatorin.
Sie hat einen Masterabschluss in Zeitgenössischer Tanzpädagogik von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt sowie einen Bachelorabschluss von der London Contemporary Dance School (2016–2019).

Laura wurde in unterschiedlichen Kontexten ausgebildet und ist international tätig: Sie begann bereits in jungen Jahren mit dem Tanz in Chile, trat 2014 in einer Tanzkompanie in São Paulo, Brasilien, auf und arbeitete von 2019 bis 2021 professionell am Divadlo Studio Tanca in der Slowakei.

Seit 2021 ist sie als freischaffende Tänzerin und Choreografin tätig und arbeitet unter anderem mit Tamar Grosz (Berlin), Finn Lakeberg (Tanz Mainz), Regina Rossi (Brasilien–Deutschland) und Milena Wilke zusammen.
Zudem ist sie Mitbegründerin des Anhelo Collective (UK, Deutschland, Kolumbien) und präsentierte ihr Solo Madre & Tierra unter anderem bei Sommerwerft, Zukunft Tanzt (Frankfurt), dem Humanography Festival (Göteborg), Ponderosa (Brandenburg), Cordillera, Lush (Berlin) und Espacio Aquia (Santiago de Chile).

Ihre Lehr- und künstlerische Praxis ist stark geprägt von transkulturellen Erfahrungen und dem Arbeiten zwischen verschiedenen Ländern und Kontexten.
Im Fokus stehen dekoloniale und feministische Ansätze, Zugänglichkeit sowie ein Bewusstsein für Behinderung und unterschiedliche körperliche Voraussetzungen.

Dabei betont sie Spontaneität, Absurdität und Verbundenheit und erforscht, wie Bewegung auf unterschiedliche Kontexte und verkörperte Erfahrungen reagieren kann.

Tanzklub: AfroFusion

Foto: (c) Sinah Osner
Afrofusion mit ner Ladung Empowerment! Es geht um Selbstbewusstsein, Performance, Ausdruck ihrer Selbst und Bestimmung der eigenen Weiblichkeit bzw. Was das Konzept von Weiblichkeit überhaupt aussagt.
Während der Spielzeit 25/26 haben die Jugendlichen gemeinsam mit Debby die Tanzrichtung Afrofusion und ihre kulturellen Hintergründe erkundet, aber auch gelernt, was eigentlich so alles in ihnen steckt. Von Basic steps hin zum erlernen komplexer Choreografien bis zum Entwickeln eigener Choreografien – Debbz hat mithilfe von partizipativer Pädagogik die Mädchen Schritt für Schritt auf ihrem Weg begleitet, ihren Körper anders zu entdecken, ein neues Körper- und Gefühl für Weiblichkeit zu entwickeln und das Endprodukt nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Die Performance ist vielseitig und abwechslungsreich. Lehnen sie sich zurück und lassen sie sich berieseln aber auch überraschen.

Bilder: (c) Sinah Osner

Deborah Mintah unterrichtet seit Oktober 2020 Afrofusion in Darmstadt und hat sich fest in der Darmstädter Kulturszene eingenistet. Ihre Liebe zur Musik drückt sie nicht nur im Tanz aus, Debby singt auch. Tanz jedoch erachtet sie als wertvolles Tool, sich mit dem eigenen Körper in Einklang zu bringen und einen selbstbewussten Umgang mit ihm zu finden. Debby hat Politik an der TU Darmstadt studiert und ist darüber hinaus beruflich als Referentin für politische Bildung tätig. Ihre Expertise bezieht sich auf Diskriminierung in Kita und Schule.

In diesem Workshop lernen die Teilnehmer:innen einzelne Sequenzen aus einem aktuellen Stück des HSB-Repertoires und können so die Bewegungsabläufe, die von den Tänzer*innen auf der Bühne interpretiert werden, selbst tanzen.

Für alle mit Tanzerfahrung ab 14+ Jahren

Treffpunkt: Vor dem Bühneneingang

(c) A.Etter
(c) A.Etter
(c) A.Etter
(c) A.Etter

In unseren Tanzklubs in Darmstadt und Wiesbaden laden wir alle ein, selbst aktiv zu werden. Ob mit oder ohne Tanzerfahrung – wer Freude an Bewegung, Offenheit für Neues und Lust auf gemeinsames Erleben mitbringt, ist bei uns genau richtig. Unsere Tanzklubs richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und stehen allen Menschen offen – unabhängig von Herkunft, Vorkenntnissen oder körperlichen Voraussetzungen. Was zählt, ist die Begeisterung für Tanz und Gemeinschaft!

Die Tanzklubs treffen sich über die Dauer einer Spielzeit hinweg einmal wöchentlich (ausgenommen Schulferien und Feiertage). Zusätzlich findet ein gemeinsamer Workshop-Tag statt. Den Höhepunkt bildet eine gemeinsame Aufführung aller Tanzklubs – ein Fest für Körper, Kreativität und Zusammenhalt.

Die Tanzklubs sind auf eine maximale Teilnehmerzahl von 25 Personen begrenzt. Daher erfolgt die Anmeldung ausschließlich über das auf unserer Website zur Verfügung gestellte Formular. Es gilt nicht das Prinzip „first come, first served“.

Das ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular (mit eventuellen Nachweisen für Ermäßigungen) per E-Mail bitte an die folgende Adresse senden: tanzvermittlung@hessisches-staatsballett.de

Anmeldungsschluss 31.08. 

Spielzeit 26/27

Tanzklub Wiesbaden – „Shifting Weight“ mit Mira Urbassek

Gewicht verlagern, den Schwerpunkt verlassen, den Fall riskieren: Shifting Weight ist ein zentrales Prinzip des zeitgenössischen Tanzes und Ausdruck eines veränderten Körperverständnisses.

Ausgehend vom Spielzeitmotto „Wem gehört die Stadt?“ reisen wir zurück zu den Anfängen des zeitgenössischen Tanzes. Wir lernen wegweisende Pionier*innen kennen, setzen ihre Ideen in ihren historischen Kontext und erfahren am eigenen Körper, warum sie die Tanzkunst bis heute prägen.

Zeitgenössischer Tanz entstand aus dem Wunsch heraus, die starren Regeln des klassischen Balletts hinter sich zu lassen und neue Formen der Bewegung zu erforschen. Künstler*innen verließen die Bühnen und tanzten in Parks, auf Straßen und Hausdächern.

Durch Improvisation, Floorwork und historische Bewegungsprinzipien erkunden wir gemeinsam, wie sich unser Körper zu Räumen verhält. Was verändert sich, wenn wir unseren Standpunkt verlassen? Wie erleben wir Nähe, Distanz oder Zugehörigkeit, wenn wir uns anders im Raum bewegen? Gemeinsam erforschen wir, wie Bewegung Räume neu erfahrbar machen kann.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – nur Neugier auf Tanzgeschichte und Lust, sie mit dem eigenen Körper zu entdecken.

Das Angebot richtet sich an alle Menschen ab 18 Jahren, die Lust haben sich gemeinsam zu bewegen und am Ende der Spielzeit ein Stück auf die Bühne zu bringen.

 

Beginn: Oktober 8, 2026

Tanzklub:  Donnerstags, 19:00 – 20:30 (außer Ferien und Feiertage)

Ab 18+ Jahren

Mira Urbassek ist Tänzerin, Choreografin und Tanzvermittlerin. Zurzeit studiert sie in Frankfurt ihren Master in zeitgenössischer Tanzpädagogik (MA CoDE) und erforscht dort die Wirkung von Tanz in verschiedenen Kontexten. Zuvor machte sie ihre Tanzausbildung in Barcelona, wo sie unteranderem in der young company Freebodies mit verschiedenen Choreograph*innen tanzte. Ihre Arbeit zeichnet sich durch den Schnittpunkt von Tanz und Theater aus, bei der sie sich spielerisch von Bewegung aus dem Alltag inspirieren lässt.
So verbindet Mira in ihrem Unterricht Tanz häufig mit politischen Themen und öffnet Räume, wo sich Kreativität frei entfalten kann.

Tanzklub Darmstadt – „Roots&Groove“ mit Jniifa (Jennifer Owusu)

In diesem Klub lernst du die Vielfalt afrikanischer Tanzstile kennen – von traditionellen Tänzen aus Ghana bis hin zu modernen Afro-Tänzen wie Afrobeats (z. B. Azonto, Shaku, Zanku u. v. m.). Du entdeckst die charakteristischen Bewegungen, Rhythmen und Ausdrucksformen der verschiedenen Tanzstile und lernst, diese Schritt für Schritt zu meistern.
Neben der Technik erhältst du spannende Einblicke in die kulturellen Hintergründe und die Entstehungsgeschichte der Tänze.
Die Verbindung von Tradition, Gemeinschaft und freiem Ausdruck schafft eine inspirierende Atmosphäre, in der du mit Freude tanzen, Neues entdecken und dich frei entfalten kannst.
Beginn: September 23, 2026

Tanzklub: Mittwochs, 18:30-20:00

Ab 16+ Jahren 

Jniifa (Jennifer Owusu) ist Choreografin, Tänzerin und Dun-Dun-Spielerin. Geboren und aufgewachsen in Deutschland, entwickelte sie bereits in jungen Jahren den Wunsch, ihre ghanaischen Wurzeln sowie die vielfältigen Kulturen Afrikas näher kennenzulernen.

Durch regelmäßige Kulturreisen nach Westafrika und die Begleitung renommierter Künstlerinnen und Mentorinnen aus der Region erlernte sie traditionelle und moderne westafrikanische Tanzstile.

Ihren Einstieg in die urbane Tanzszene fand sie über den Tanzstil Locking, mit dem sie an zahlreichen Tanzwettbewerben in ganz Deutschland teilnahm.

Jennifer Owusu ist Gründerin der Afrotanzgruppe Afrotudedancers sowie Vorsitzende des Kulturvereins Kaloyelen e. V.. Mit ihrer künstlerischen Arbeit schafft sie Räume für kulturellen Austausch, Empowerment und gemeinschaftliches Lernen.

In ihren Workshops und Kursen vermittelt sie fundiertes praktisches und künstlerisches Wissen über verschiedene westafrikanische Tänze und verbindet diese mit ihren kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Neben Bewegungsabläufen und polyrhythmischen Strukturen stehen Themen wie Lebensweisen, Werte, Spiritualität, Geschichte und soziale Strukturen im Mittelpunkt – Aspekte, die sich in den traditionellen Tänzen widerspiegeln.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Empowerment, Identitätsstärkung und authentischem Selbstausdruck durch Tanz. Um theoretisches Wissen und tänzerische Praxis miteinander zu verbinden, entwickelte Jennifer Owusu das Format „Culture Talk & Dance“

Dip – ist das Herzstück meiner Forschungs-, Kreations- und Bildungsarbeit. 

Etay Axelroad 

Tanz ist eine Sprache aus vielen Dialekten, die sich in komplexen Artikulationen vereinen. Dip fördert diese Hybridität, indem es Elemente aus verschiedenen Bewegungspraktiken wie Kampfsport, Feldenkrais, Meditation, Gaga, Ballett und urbanen Stilen kombiniert. Diese Interdisziplinarität stärkt das Bewusstsein für Körper, zwischenmenschliche Dynamik, Raum, Zeit und Musikalität.
Zugänglichkeit und Inklusivität sind zentrale Werte meiner Praxis. In meinen Workshops und Kursen möchte ich partizipative Räume schaffen, in denen Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe willkommen sind. Ich glaube an das demokratisierende Potenzial des Tanzes, der kulturelle und physische Grenzen überwindet und den Teilnehmern hilft, ihr kreatives und körperliches Potenzial zu entfalten.

Treffpunkt Foyer Kammerspiele 18:45 Uhr

Für Menschen ab 16 Jahren.

Keine tänzerischen Vorkenntnisse erforderlich.

Eine Zusammenarbeit des Hessischen Staatsballetts, des Staatstheater Wiesbaden, Staatstheater Darmstadt, Künstler*innenhaus Mousonturm und der Tanzplattform Rhein-Main

Biografie

Etay Axelroad ist Choreograph, Tänzer, Bewegungsregisseur und Pädagoge. Ein Gaga-Lehrer seit 2015. Geboren in Rumänien. Empfänger des Stipendiums der America-Israel Cultural Foundation.

Arbeitete als professionelle Tänzer mit Batsheva Dance Company (und Ensemble), GöteborgsOperans Danskompani, KOR’SIA und L-E-V (Sharon Eyal & Gai Bechar). Seit 2016 kreiert verschiedene Werke, die in Israel, Österreich, Ungarn, Schweden, Japan, den USA, Spanien und Frankreich aufgeführt werden.

Die Konferenz widmet sich der künstlerischen Dimension des Tanzes für Kinder im Vorschulalter. Sie bietet eine facettenreiche Plattform für Ideen und Inspirationen rund um die ganz besonderen Chancen und Herausforderungen in diesem Bereich. Unter dem Motto „Keine kulturelle Bildung ohne künstlerische Praxis“ schaffen wir Raum für kreative Reflexion, neue Perspektiven und den Aus- tausch von Erfahrungen.

Mit Vorträgen, Workshops, Think Tanks und interaktiven Panels werfen wir einen praxisnahen Blick auf dieses Feld und laden Tanzschaffende, Kultur- und Tanzvermittler*innen, pädagogische Fachkräfte, Kitas und alle ein, die mit Tanz in der frühkindlichen Bildung arbeiten oder diese unterstützen, sich zu vernetzen und gemeinsam neue Wege zu tanzen!

Die Konferenz findet im Künstler*innenhaus Mousonturm, Waldschmidtstraße 4 statt, das Gastspiel Harvest von Isabelle Schad in der Jungen Theaterwerkstatt am Zoo, Bernhard-Grzimek-Allee 1 – beide in Frankfurt am Main.

Moving Up ist ein Projekt des Künstler*innenhaus Mousonturm zur Vorbereitung des Zentrum Junger Tanz, gefördert durch die Crespo Foundation, in Kooperation mit dem Hessischen Staatsballett.

Was ist Moving Up?

„Keine kulturelle Bildung ohne künstlerische Praxis“ 

Wir möchten die künstlerische Dimension des Tanzes für Kinder im Vorschulalter in den Mittelpunkt dieser Konferenz stellen. Unter dem Ansatz „Keine kulturelle Bildung ohne die künstlerische Praxis“ verstehen wir die Basis, also die Wurzel unserer Arbeit. Die Konferenz soll eine Plattform bieten, um über die spezifischen Herausforderungen und Chancen der künstlerischen Arbeit mit Kindern zu diskutieren. Neben theoretischen Impulsen soll die praktische Auseinandersetzung auch im Fokus stehen.

Nun ist Tanz als Teil der frühkindlichen kulturellen Bildung nicht nur eine künstlerisch-pädagogische Frage, sondern auch eine politische. Wir möchten den Raum öffnen, um darüber zu diskutieren, wie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen so gestaltet werden können, dass sie die Qualität von Tanzschaffenden und Tanzproduktionen für junges Publikum nachhaltig fördern. Unsere Vision: Tanz als wesentlichen Bestandteil der kulturellen Bildung anzuerkennen und Choreograf*innen in ihrer Arbeit gezielt zu unterstützen. Kurz gesagt: „Der Kunst Flügel verleihen!“

Der Fokus von Moving Up liegt auf dem Empowerment der künstlerischen Tanzpraxis in der frühkindlichen Bildung. Die Konferenz zeigt, reflektiert, denkt mit und weiter, und schafft Möglichkeiten zur Vernetzung. Eingeladen sind Tanzschaffende, Kultur- und Tanzvermittler*innen, pädagogische Fachkräfte, Kitas, Produzent*innen, Institutionen sowie Akteur*innen, die mit Tanz in der frühkindlichen Bildung arbeiten oder diese fördern.

Von Anfang an: Das erste Zusammenkommen in 2023

Das Feld des Tanzes für junges Publikum hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Kontext frühkindlicher Bildung. Innerhalb des Netzwerks „Tanzpunkt 2.0“ hat sich eine engagierte Arbeitsgruppe formiert, die die künstlerische und bildungspolitische Relevanz des Tanzes für Kinder konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Das erste Treffen 2023 in Bremen unter dem Motto „Blickpunkt – Neue Perspektiven auf Tanz für junges Publikum“ zeigte eindrucksvoll, wie groß der Bedarf an Austausch, Vernetzung und theoretischer Auseinandersetzung in diesem Bereich ist.

Fortsetzung und Vertiefung: Moving Up in 2025  

Der zweite Begegnung, die Moving Up: Konferenz für Tanz in der frühkindlichen kulturellen Bildung. die im März 2025 in Frankfurt am Main stattfindet, setzt die begonnenen Diskussionen fort und zielt darauf ab, die Dynamik und Relevanz des Themas weiter zu stärken. Im Fokus stehen sowohl die künstlerischen Potenziale des Tanzes als auch seine politische und gesellschaftliche Dimension in der frühkindlichen Bildung. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie Tanz als eigenständige Kunstform in Bildungs- und Kulturprozesse eingebunden werden kann und welche Rolle er in der kulturellen Bildung von Kindern spielt.

Moving Up Team

Konzeption + Künstlerische Projektleitung: Nira Priore Nouak + Jason Jacobs

Produktionsleitung: Anja Schneidereit + Jason Jacobs

Koordination: Juliane Raschel

Kontakt

Jason: Movingup@tanzplattformrheinmain.de

Anja: Movingup-prod@tanzplattformrheinmain.de

Anmeldung

Hier könnt ihr euch für die Konferenz anmelden und Tickets kaufen.

Ticketoptionen:

Mit dem Kauf eines Tickets für die Konferenz könnt ihr auch die Vorstellung HARVEST von Isabelle Schad am Freitag um 10:30 Uhr oder 15 Uhr besuchen.

Bitte gebt beim Kauf eine gültige E-Mail-Adresse an, da wir euch wichtige Informationen zur Veranstaltung zusenden werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu der Spielstätte, Versorgung, Kinderbetreuung und die Biografie aller Beteiligten, gibt es auf der Webseite der Tanzplattform.

 

 

Tanzworkshop, Jams, Come Together!

In diesen zwei Tage findet das Street- & Clubstyles Special statt und wir laden ein zu einem vielfältigen Programm, das sowohl Anfänger:innen als auch erfahrene Tänzer:innen begeistert, mit Workshops, Jams, Exchange und zusammen sein teilen. Das Theater wird dabei zum zentralen Ort der Begegnung und des Austauschs, an dem Tanzstile und persönliche Geschichten aufeinandertreffen.

An beiden Tage soll Hip-Hop, Afro Fusion, Locking und House im Fokus stehen. Erfahrene Dozent:innen geben in Workshops ihr Wissen weiter und schaffen Raum für individuelles Ausprobieren. Hier können die Teilnehmenden was Neues ausprobieren oder ihre Fähigkeiten erweitern und neue Inspirationen sammeln. Mit einem Jam Session schließen wir dieses Special bei der alle zusammen in diese besondere Atmosphäre des Events genießen können. Hier ist Platz für Vielfalt und Austausch in jeder Form. Egal ob Tänzer:in oder Zuschauer:in, Anfänger:in oder Profi – herzlich willkommen zu zwei Tagen voller Tanzkultur!

Workshops

Der Treffpunkt für die 2-stündigen Workshops ist das Foyer der Kammerspiele des Staatstheaters Darmstadt, jeweils 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

Hip Hop mit Samantha Aimara

Freitag 28.2.2025 – 19:00-21:00 Uhr

Dieser Workshop besteht aus drei Einheiten: Einblick in die Hip Hop Kultur und Basics, Freestyle und Choreografie. Ziel ist, dass jeder versteht, dass Hip Hop bedeutet seinen eigenen Stil in der Masse an Möglichkeiten zu finden. Der Einblick in diese Kultur ist eine kleine Zusammenfassung darüber wie entstanden ist und welche Stile vertreten sind, damit wir dann in die Basic und Social-Steps eingehen können und das Konzept im Freestyle klarer wird. Der letzte Teil besteht dann aus einer kurzen Choreografie, in welcher die Basic Schritte enthalten sind.

 

Sam ist eine Hip Hop und Reggaeton Tänzerin aus Frankfurt mit italienisch/peruanischen Wurzeln. Sie tanzt seit ihrem dritten Lebensjahr und arbeitet auch in Kollaboration als Tänzerin mit anderen in Frankfurt, Palermo und Lima. 2023 ist sie eine der Gründerinnen der All-Styles Crew BlueMotion. Sie lebt die Hip Hop Kultur nicht nur als Tänzerin sondern als Künstlerin mit Leidenschaft.

 

Afro Fusion mit Debby

Samstag 1.3.2025 – 11:00-13:00 Uhr

Debbys Stil bezeichnet sich als Afrofusion. Die Idee dahinter ist, dass es nicht den einen Afro-Tanzstil gibt, sondern verschiedene Stile aus verschiedenen afrikanischen Ländern miteinander fusioniert werden. Debbys Stil zeichnet sich aber weiterhin dadurch aus, dass Female & Commercial Elemente ihren Weg eingefunden haben. Ziel in Debbys Kursen sind kulturelle Vermittlung, Schaffen einer Wohlfühloase und eines wertschätzenden Ortes sowie Spaß an der Erkundung des Körpers und der eigenen (ungeahnten) Fähigkeiten.

 

Deborah Mintah unterrichtet seit Oktober 2020 Afrofusion in Darmstadt und hat sich fest in der Darmstädter Kulturszene eingenistet. Ihre Liebe zur Musik drückt sie nicht nur im Tanz aus, Debby singt auch. Tanz jedoch erachtet sie als wertvolles Tool, sich mit dem eigenen Körper in Einklang zu bringen und einen selbstbewussten Umgang mit ihm zu finden. Debby hat Politik an der TU Darmstadt studiert und ist darüber hinaus beruflich als Referentin für politische Bildung tätig. Ihre Expertise bezieht sich auf Diskriminierung in Kita und Schule.

Hip Hop mit Brooklyn

Samstag 1.3.202514:00-16:00 Uhr

Dieser Workshop ist für alle gedacht, die Freude an Bewegung haben – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Brooklyn Odunsi Ifeacho, ist eine erfahrene Tänzerin und Physiotherapeutin, beide Perspektiven ermöglichen eine besondere Erfahrung. Mit ihrem Main Style Hip-Hop vermittelt sie ein Bewusstsein dafür, wie sich jeder individuell und sicher bewegen kann. Denn: Bewegen kann sich jeder – die Qualität macht den Unterschied!“

 

Brooklyn Odunsi Ifeacho stammt aus München und Frankfurt und ist eine vielseitige Künstlerin mit über 10 Jahren Erfahrung im Bereich urbaner Tanzstile, insbesondere mit dem Schwerpunkt Hip-Hop. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine interdisziplinäre Herangehensweise aus, die ihre tänzerischen Fähigkeiten mit ihrer athletischen Seite verbindet – geprägt durch langjährige Erfahrung in verschiedenen Sportarten. Als ausgebildete Physiotherapeutin bringt sie ein tiefes Verständnis für Körperbewusstsein und Bewegung in ihre Kunst ein. Heute widmet sie sich vollständig ihrer Leidenschaft als Vollzeitkünstlerin und setzt neue Impulse in der Tanzszene.

House mit HouseaHolics

Samstag 1.3.2025 – 17:00-19:00 Uhr

In diesem Workshop werden die Houseaholics alles aufschlüsseln und ihre einzigartigen Herangehensweisen an Jacking durch Grooves, Musikalität und die kreative Art und Weise, wie sie es zum Leben erwecken, teilen. Von der Beherrschung des Jack-Flusses bis hin zur Erkundung von Übergängen zum Boden und wie man sich mit Stil „beschäftigt“ – diese Sitzung ist eine Feier des Rhythmus, der Verbindung und der Kultur, die den House Dance hervorgebracht hat.

 

 

Zu unserem Team gehören Kevin und Born, DJs und Tänzer aus New Jersey, die alle eine tiefe Verbindung zur House-Kultur und -Stil haben, sowie Nora, eine Tänzerin, DJ und Fürsprecherin aus Frankfurt. Gemeinsam repräsentieren wir den globalen Herzschlag von House und setzen uns dafür ein, Verbindung, Kreativität und Gemeinschaft zu inspirieren, wo immer wir auch hingehen.

Houseaholics ist ein Kollektiv, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, den lebendigen Geist der House-Kultur zu verkörpern und zu teilen. Geleitet von den Werten Offenheit, Vielfalt und Freiheit ist es unsere Mission, Räume zu schaffen, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft durch die Kraft von Musik und Tanz zusammenkommen, feiern und wachsen können.

Jam offen fürs Publikum (kostenfrei)

Samstag 1.3.2025 – 19:15 Uhr

Jams, bei denen sich Tänzer und Musikliebhaber treffen, Ideen austauschen und gemeinsam Groove machen können. Diese Zusammenkünfte bieten Live-DJ-Sets und bieten einen offenen Raum für Kreativität und Gemeinschaft.

FRANCIS FOOTWORK von David Bolger ist ein Virtual-Reality Tanzstück für junge Menschen von 8-11 Jahren über die Freiheit des Ausdrucks und der Individualität.

 „Als der gutherzige König Two Lefties den Thron besteigt, wird er von seinem vertrauten Berater Colonel Headbanger dazu gebracht, das Land mit eiserner Faust zu regieren. Er will allen Tänzen ein Ende setzen. Also erteilt Francis ihm eine Tanzstunde, die er nie vergessen wird!“

Trailer

CREATIVE DANCE TALES Workshop für junge Menschen von 8-11 Jahren

Durch Erzählung und leichte, lebendige Bewegungaufgaben im erfahren die Kinder im Rahmen eines Workshops zunächst die Geschichte von Francis Footwork. Im Anschluss findet das VR-Erlebnis/die Aufführung statt. Im anschließenden Nachgespräch wird sich gemeinsam über das Erlebte und Gesehene ausgetauscht.

 

Treffpunkt Foyer Kammerspiele 14:45 Uhr

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Mehr Informationen

Das Gastspiel Francis Footwork findet im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main. Die Tanzplattform Rhein-Main ist ein Kooperationsprojekt von Künstler*innenhaus Mousonturm und Hessisches Staatsballett.

From his unique perspective and skill of inclusive practice Marc explores the beauty of difference through movement led exploration, creative tasks and learning set material. Providing the participants with a new vocabulary that enhances their creativity, Marc redefines expectations of physicality for performers.

Photo: De-Da Productions

Mit Raimonda Gudavičiūtė & Elias Haun

Dieser Workshop richtet sich an Eltern, die gerne Zeit mit ihrem Kind in einer neuen und spielerischen Umgebung verbringen wollen. Darin wird neben der Einführung in die Welt des Tanzes auch die Beziehung zueinander untersucht und vertieft. Nach einem Warm-up, bei dem Elias seinen Background aus Breakdance und Raimonda ihre Kenntnisse in Contemporary Dance in die Bewegungen und Abläufe einfließen lassen, werden wir anschließend scheinbar alltägliche Tätigkeiten wie Gehen oder Rennen in tänzerische Bewegung umwandeln. Ziel ist dabei, eine neue Art der Kommunikation untereinander zu finden, die allein auf Berührung, Bewegung und dem Zusammenspiel zweier Personen beruht. Dabei soll das gegenseitige Vertrauen nachhaltig gestärkt werden.

keine Tanzerfahrungen notwendig / in deutscher Sprache

Treffpunkt: Foyer Kammerspiele

Kosten: 18€ für 1 Erwachsene/r, 1 Kind

Dauer: 2 Stunden

In diesem Workshop lernen die Teilnehmer:innen einzelne Sequenzen aus einem aktuellen Stück des HSB-Repertoires und können so die Bewegungsabläufe, die von den Tänzer:innen auf der Bühne interpretiert werden, selbst tanzen.

Geleitet wird der Workshop von einem Ensemblemitglied des Hessischen Staatsballetts.

 

Für Menschen ab 14 mit Tanzerfahrung

Treffpunkt bei Veranstaltungen in Wiesbaden: Bühneneingang, Warmer Damm

in Darmstadt: Foyer Kammerspiele