Wo komme ich her – und wer bin ich eigentlich? Sind meine Vorfahren Teil von mir, auch wenn ich sie nie kennengelernt habe? Was bedeutet Familie?
Diesen Fragen geht das Ensemble mit Neugier, Leichtigkeit und einem Rhönrad nach. Sie begeben sich auf eine Zeitreise zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Jahrhundertwende, 50er und 70er-Jahren. Dabei folgen sie den Relikten, Erinnerungen und Erbstücken, die Familien hinterlassen – und zeichnen ein vielschichtiges Bild von Identität, Herkunft und Zugehörigkeit.
Mit körperlicher Präsenz, Tanz und Schauspiel taucht das Ensemble ein in vergangene Tanzepochen – Charleston, Rock’n’Roll, Twist und Swing – und sucht in Bewegung und Begegnung nach familiären Verbindungen im eigenen Stammbaum.
Wurzel-Baum lädt ein zum Nachdenken über unsere Wurzeln und darüber, wie eng Vergangenheit und Zukunft miteinander verwoben sind – sinnlich, bewegend und humorvoll purzelnd durch die Zeiten.
Tickets über das Gruppenbüro buchbar:
gruppenticket@staatstheater-darmstadt.de
Für alle ab 8 Jahren
Dauer: ca. 60 Minuten
Sprache: Deutsch
Tickets: 12 €
Fotos: Laura Nickel
Inszenierung & Choreografie: Célestine Hennermann
Ausstattung: Nathalie Meyer
Musik: Jacob Bussmann
Video: Niranh Söntgen
Dramaturgie: Emel Aydoğdu
Vermittlung: Laura zur Nieden
Regieassistenz: Evi Rohde
Ausstattungsassistenz: Ella Thomann
Kostümassistenz: Dongjin Park
Mitarbeit Bühne: Lars Werneke
Eine Koproduktion des Hessischen Staatsballetts und JUST Staatstheater Wiesbaden.
Wiesbaden:
gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de
Telefon: +49 (0)611 132 300
Darmstadt:
vorverkaufkasse@Staatstheater-Darmstadt.de
In BAU! untersucht Raimonda Gudavičiūtė das Thema der Ängste in uns und wie wir ihnen begegnen, wenn wir uns nicht sicher fühlen und am liebsten verstecken möchten. Ausgangspunkt ist Franz Kafkas Fragment gebliebene Kurzgeschichte Der Bau, in der sich ein dachsähnliches Tier aus Angst vor einer unbekannten Außenwelt immer mehr in seinem unterirdischen Bau verirrt. Zwischen Versteckspiel, Festung und Tanzfläche wechselt der mit Kartons flexibel gestaltbare Raum, den Gudavičiūtė mit ihrer Bühnen- und Kostümbildnerin Medilė Šiaulytytė, den Tänzer:innen, ihrem Team und dem jungen Publikum gemeinsam kreiert. Das gewohnte Umfeld der Schule wird zu einem spielerischen Raum der Bewegung und Begegnung.
Raimonda Gudavičiūtė begann im Alter von 9 Jahren mit dem Tanzunterricht. Sie studierte zeitgenössischen Tanz und Schauspiel an der Litauischen Akademie für Musik und Theater in ihrer Heimatstadt Vilnius und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Lyon. Sie absolvierte darüber hinaus den Masterstudiengang in zeitgenössischem Tanz an der Theaterakademie in Helsinki. Seit 2011 lebt sie in Frankfurt am Main und kreiert eigene Arbeiten als freischaffende Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin. 2020 entstand ihr Tanzstück M(other) mit ihrem Sohn Elias nach dem Kurzfilm M(e)& M(other). M(other) wurde 2021 beim Tanzfestival Rhein-Main in Frankfurt uraufgeführt und vom Hessischen Staatsballett als Gastspiel am Staatstheater Darmstadt gezeigt. Es lief bisher auf verschiedenen Tanzfestivals in Finnland, der Slowakei, den Niederlanden und Litauen.
Medilė Šiaulytytė ist eine litauische Kostüm- und Bühnenbildnerin mit Wohnsitz in Rom. Sie studierte Kostümdesign unter der Leitung von Piero Tosi an der Nationalen Filmschule in Rom und Szenografie an der Kunstakademie in Vilnius. Seitdem hat sie Kostüme und Bühnenbilder für einige große litauische Theater entworfen, darunter das Nationale Opern- und Balletttheater in Vilnius, und die Kostüme für drei in Italien produzierte Spielfilme entworfen. Šiaulytytė gewann 2010 und 2015 den Preis Goldenes Bühnenkreuz für das beste Bühnen-/Kostümbild des Jahres in Litauen. Im Jahr 2021 begann ihre Zusammenarbeit mit Raimonda Gudavičiūtė für das Tanzstück M(other).
Valerio C. Faggioni, geboren in Rom, studierte Filmmusik in London. Er komponierte dort im Anschluss für Fernsehen, Werbung, Mixed-Media sowie interaktive Musik. Außerdem war er der europäische Spielemanager für die Dolby Laboratories in San Francisco. Er gehört zu den Gründern von Unbearable Recordings und ist als Musiker in New York, Paris, Tokio sowie auf der Biennale von Venedig aufgetreten. Darüber hinaus unterrichtet er u.a. an der Königlichen Musikakademie in Dänemark und am Centro Sperimentale di Cinema in Rom und entwickelt gemeinsam mit Roberta D’Angelo – Eiga, ein neues Musiklabel, das die Grenzen zwischen den Medien überschreiten will.
Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in das Stück, leiten wir das Publikum zu dem Ort, wo die Vorstellung stattfindet. Die Schüler:innen werden gebeten Ihrer Schuhe auszuziehen, und nehmen dann an beide Seiten des Bühnenbildes herum Platz. Die Tänzer:innen sind schon im Raum. Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist das spielerische und moderierte Nachgespräch, in dem die Schüler:innen eingeladen werden Fragen zu stellen und ihre Beobachtungen und Überlegungen zum Gesehenen mit den künstlerischen Beteiligten zu teilen. Die Gesamtdauer der Veranstaltung wird inklusive Einführung und Nachgespräch ca. 1 Stunde 10 Minuten betragen.
Treffpunkt, 15 Min. vor Vorstellungsbeginn
10 min. Einführung
35 min. Dauer des Stücks
15 min. Nachgespräch
10 min. Die Kinder werden verabschiedet und werden wir von Hauspersonal begleitet
Eine Besonderheit für die Nacharbeit nach dem Vorstellungsbesuch ist, das Programmheft zum Stück. Das ist in Postkarte Format gestaltet, in dem drei Fragen drinstehen, die von den Kindern beantwortet werden können zu dem was sie gehen und erlebte haben. Diese Karten können sie wiederrum wie eine Postkarte an uns zurückgeschickt werden kann.
Choreografie und Idee Raimonda Gudavičiūtė
Idee Bühne & Kostüm Medile Šiaulytytė
Musik Valerio C. Faggioni
Dramaturgie Lucas Herrmann
Tanzvermittlung Nira Priore Nouak
Dauer: ca 35 Min.
Fotos: De-Da Productions
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Choreografie Damien Jalet
Bühne Jim Hodges mit Carlos Marques da Cruz
Musik Fennesz (mit Schleifen von Mahler), zusätzliche
Musik von Marihiko Hara
Kostüme Jean-Paul Lespagnard
Choreografische Beratung Aimilios Arapoglou
Choreografische Assistenz Emilie Leriche, Pascal Marty
Probenleitung Uwe Fischer
Licht Joakim Brick
Es tanzen Daniela Castro Hechavarría, Alessio Damiani, Greta Dato, Margaret Howard, Meilyn Kennedy, Vanessa Shield, Jorge Moro Argote, Bridget Lee, Milica Mučibabić, Marcos Novais, Yamil Ortiz, Aurélie Patriarca, Alessio Pirrone, Marie Ramet, Taulant Shehu, Tatsuki Takada, Matthias Vaucher
Choreografie Imre & Marne van Opstal
Bühne & Licht Tom Visser
Choreinstudierung und Musikalische Leitung Felix Lemke
Probenleitung Jaione Zabala Martin
Dramaturgie Lucas Herrmann
Es singen Laura Hafner, Alexandra Schmidt, Andrea Botar-Taban, Eliane Regel, Henrike Meinert, Aki Hashimoto, Beatrix Weber, Monika Friesenhahn, Simone Grün, Kirsten Körner, Hanna Stehle, Elke Berger-Dürr, Agnes Busch, Susanne Schöntaube, Graciela Biernat, Dana Dimitriu, Birgit Merkel, Regina Titzrath-Mahler, Clemens Bosselmann, Leo Simanjuntak, Christian Glosemeyer, Georg Kuhn, Rolf-Detlef Treede, David Bohnert, Tim-Felix Anderten, Luca Englert, Myung-Yong Eom, Dietmar Wagner, Frank Jaschke, Eugen Melnykov
Es tanzen Peng Chen, Sayaka Kado, Masayoshi Katori, Daniel Myers, Anthony Michael Pucci, Rita Winder
Uraufführung Darmstadt – 17.09.2022, 19.30 Uhr
Staatstheater Darmstadt, Großes Haus
Premiere Wiesbaden – 28.10.2022, 19.30 Uhr
Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus
Das Hessische Staatsballett zeigt im Doppelabend V/ertigo Extremsituationen eines ungewissen Lebens. Zwischen dem Wunsch aufzusteigen und der Angst vor dem Fallen setzt Skid die Tänzer:innen dem Gesetz der Schwerkraft aus und im Sinne einer Poesie des Widerstands in Bewegung; auf einer um 34 Grad abgewinkelten Plattform, die direkt in den Orchestergraben eintaucht. Mit nur zwei Eingängen in den abgewinkelten Raum, von oben und unten, ziehen die Tänzer:innen physische Handlungslinien zwischen Erscheinen und Verschwinden. Der menschliche Körper wird zum Knotenpunkt von Wille, Widerstand, Zusammenbruch und Resilienz – in einer Welt, in der die körperliche Beziehung zu anderen oft der einzige Trost gegen den Abgrund der Leere ist. Skid ist nach der für den Theaterpreis DER FAUST 2017 nominierten Choreografie Thr(o)ugh die zweite Zusammenarbeit des Hessischen Staatsballetts mit dem belgischen Ausnahmechoreografen Damien Jalet.
Das niederländische Geschwisterpaar Imre & Marne van Opstal sind die Shootingstars in der europäischen Tanzszene. Für das Hessische Staatsballett entwickeln sie ihre Neukreation I`m afraid to forget your smile für sechs Tänzer:innen unter Einbezug von Chören und erforschen den Moment des Loslassens als einen Übergangszustand in der Hingabe an den Verlust. Ein Aufblitzen, so greifbar und vergänglich, dass die Zeit stillzustehen scheint. Nach Tanzengagements am renommierten Nederlands Dans Theater (NDT) 1 & 2 sowie der Batsheva Dance Company startete das junge Duo van Opstal am NDT bereits 2016 eine vielversprechende choreografische Karriere. Mittlerweile kreieren sie regelmäßig für das niederländische Traditionshaus und darüber hinaus in ganz Europa.
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