Choreografie  Tim Plegge
Musikalische Leitung
Michael Nündel (Darmstadt), Albert Horne (Wiesbaden)
Bühne
Andreas Auerbach
Kostüme
Judith Adam
Lichtdesign
Tanja Rühl
Dramaturgie
Karin Dietrich

Tim Plegge legt seiner neuen Kreation mit dem Hessischen Staatsballett das 1909 entstandene Schauspiel Liliom von Ferenc Molnár zugrunde, das einen Blick hinter die Fassade der bürgerlichen Gesellschaft wirft und trotz seiner Schärfen große Poesie birgt.
Auf der Suche nach einem besseren Leben stellen sich die Protagonisten der Vorstadtlegende die zeitlose Frage, ob sich ein Mensch ändern kann oder ob wir doch immer dieselben bleiben. Wie funktioniert diese Lebensspirale, in der wir immer wieder an den gleichen Themen vorbeikommen
und in dieselben Muster verfallen? Können wir etwas tun, um auszubrechen? Wo ist denn dieses bessere Leben? Dem ebenso charmanten wie aufbrausenden Liliom, der auf dem Rummelplatz arbeitet, wird diese Suche zum Verhängnis. Sein freies Leben und Lieben mit Julie am Existenzminimum und jenseits einer vermeintlich heilen bürgerlichen Welt scheitert. Da hilft auch Julies bedingungslose Hingabe nichts, die Liliom nur schwer erträgt. Seine liebende Sprachlosigkeit mündet immer wieder in Gewalt. Als Julie ein Kind erwartet und sich die Lage zuspitzt, lässt sich Liliom zu einem Raubüberfall hinreißen, der misslingt. Dabei ist er eigentlich überzeugt: »Aus einem Hendelfanger und einem nichtsnutzigen Kerl … da kann auch noch ein Mensch werden.« Da gibt ihm der Himmel eine
zweite Chance … Es spielen das Staatsorchester Darmstadt und das Hessische Staatsorchester Wiesbaden.

Premiere Darmstadt
22.02.2019
19.30 Uhr

Großes Haus

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Premiere Wiesbaden
30.03.2019
19.30
 Uhr
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