29 May 1913

Chroeografie Bryan Arias
Management Brent Belsher
Projektion & Stagedesign Tabea Rothfuchs
Kostüme Bregje van Balen
Lichtdesign Yu-Chen (Nick) Hung
Komponist Dmitri Savchenko-Belski
Probenleitung Uwe Fischer / Jaione Zabala

Le sacre du printemps

Choreografie Edward Clug
Musikalische Leitung
Daniel Cohen
Bühne Marko Jepelj
Kostüme Leo Kulaš
Licht Tomaž Premzl
Probenleitung Uwe Fischer / Jaione Zabala

29 May 1913 / Le sacre du printemps

Igor Strawinskys »Le sacre du printemps« ist als Skandalstuck in die (Tanz-)Geschichte eingegangen. Die Uraufführung in einer choreografischen Version von Vaslav Nijinsky mit dem Ballet Russes in Paris wurde von tumultartigen Protesten, Pfiffen und Buhrufen quittiert. Es folgten weitere getanzte Versionen dieser Musik durch das gesamte 20. Jahrhundert hindurch – so etwa von Mary Wigman, Pina Bausch, Sasha Waltz und John Neumeier, in dessen Version aus dem Jahr 1972 das letzte Solo von einer nackten Tänzerin getanzt wurde.
Mit dem Doppelabend »Le sacre du printemps« reiht sich das Hessische Staatsballett mit zwei zeitgenössischen Positionen von Bryan Arias und Edward Clug in die lange Aufführungsgeschichte des „Frühlingsopfers“ ein. Arias setzt sich in dem Auftragswerk »29 May 1913« mit dem skandalumwitterten Ereignis der Pariser Uraufführung auseinander und entwickelt einen vielschichtigen Blick auf die Konditionen unserer Kulturreflexion. Clug schuf in seiner 2012 am Slowenischen Nationaltheater in Maribor uraufgeführten Choreografie eine feinsinnige Symbiose aus archaischer Grundthematik und hypnotischer Hingabe des Tanzes an die Musik. Neben dem bewussten Umgang mit Tradition schwingt in dieser Werkinterpretation eine differenzierte Betrachtung der Rezeptionsgeschichte des Stoffes mit.
Die Musik bei diesem zweiten Teil des Abends wird vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden live eingespielt.

Premiere Wiesbaden
13.02.2021
19.30
 Uhr
Großes Haus

Tickets

Fotos © Bettina Stoess