{"id":12477,"date":"2026-04-16T12:08:32","date_gmt":"2026-04-16T10:08:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/?p=12477"},"modified":"2026-04-16T12:08:34","modified_gmt":"2026-04-16T10:08:34","slug":"wenn-tanz-zum-hoererlebnis-wird-become-ocean-in-die-deutsche-buehne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/aktuelles\/wenn-tanz-zum-hoererlebnis-wird-become-ocean-in-die-deutsche-buehne\/","title":{"rendered":"Wenn Tanz zum H\u00f6rerlebnis wird \u2013 \u201eBecome Ocean\u201c in &#8222;Die deutsche B\u00fchne&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol       \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<p data-start=\"64\" data-end=\"425\">Mit der Urauff\u00fchrung von <strong><em>\u201eBecome Ocean\u201c<\/em><\/strong> hat das <span class=\"hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline\"><span class=\"whitespace-normal\">Hessisches Staatsballett<\/span><\/span> einmal mehr seine k\u00fcnstlerische Handschrift zwischen musikalischer Sensibilit\u00e4t und choreografischer Pr\u00e4zision unter Beweis gestellt. Eine aktuelle Besprechung in <span class=\"hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline\"><span class=\"whitespace-normal\">Die Deutsche B\u00fchne<\/span><\/span> hebt insbesondere die besondere Wahrnehmungsqualit\u00e4t dieses Abends hervor.<\/p>\n<p data-start=\"427\" data-end=\"978\">Im Zentrum der Kritik steht die konsequente Entscheidung des Choreograf:innen-Duos <strong>Chen-Wei Lee und Zolt\u00e1n Vakulya<\/strong>, den Abend nicht visuell, sondern akustisch beginnen zu lassen. Noch bevor sich der B\u00fchnenraum \u00f6ffnet, wird das Publikum in einen fein austarierten Klangraum gef\u00fchrt \u2013 eine Einladung zum H\u00f6ren, die den Blick erst allm\u00e4hlich folgen l\u00e4sst. Diese Verschiebung der Aufmerksamkeit beschreibt die Kritik als klug und wirkungsvoll, da sie das Publikum dazu zwingt, sich zun\u00e4chst auf die Musik einzulassen.<\/p>\n<p data-start=\"427\" data-end=\"978\">Die Choreografie selbst versteht sich dabei weniger als Illustration denn als \u00dcbersetzung der vielfach ausgezeichneten Komposition von John Luther Adams. Bewegungen entstehen aus musikalischen Str\u00f6mungen heraus, verdichten sich, l\u00f6sen sich wieder \u2013 stets im Dialog mit dem Klang. Das Ensemble entwickelt daraus eine kollektive Dynamik, die weniger narrative als vielmehr atmosph\u00e4rische Qualit\u00e4ten entfaltet.<\/p>\n<p data-start=\"427\" data-end=\"978\">Besonders hervorgehoben wird in der Kritik die visuelle Gestaltung: Ein reflektierendes, \u00fcber der B\u00fchne schwebendes Objekt sowie das differenzierte Lichtdesign schaffen eine eigene, fast organische Bildwelt. Musik, Raum, K\u00f6rper und Licht greifen ineinander und erzeugen eine dichte Wahrnehmungsebene, in der sich das Publikum zunehmend orientieren muss.<\/p>\n<p data-start=\"427\" data-end=\"978\">Gleichzeitig verschweigt die Kritik nicht die Herausforderung dieses Abends: \u201eBecome Ocean\u201c fordert Geduld. Seine langsamen Entwicklungen, die zyklische Struktur und der bewusste Verzicht auf eine klare Pointe k\u00f6nnen als anspruchsvoll empfunden werden. Doch gerade darin liegt laut Rezension die Qualit\u00e4t der Arbeit: Wer sich auf diese Form des Sehens und H\u00f6rens einl\u00e4sst, erlebt einen konsequent durchkomponierten Tanzabend, der weniger auf Effekt als auf nachhaltige Wahrnehmung setzt.<\/p>\n<p data-start=\"427\" data-end=\"978\">So erscheint \u201eBecome Ocean\u201c als exemplarisch f\u00fcr die kuratorische Linie des Hessischen Staatsballetts: ein Tanzabend, der nicht auf schnelle Bilder zielt, sondern auf ein intensives Zusammenspiel von Zeit, Raum und Ensemble \u2013 und damit neue Perspektiven auf das Verh\u00e4ltnis von Musik und Bewegung er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p data-start=\"427\" data-end=\"978\"><a href=\"https:\/\/www.die-deutsche-buehne.de\/kritiken\/uebung-in-hoeren-und-sehen\/\"><strong>Zum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/strong><\/a><\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9,"featured_media":12027,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-12477","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12477"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12477\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12478,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12477\/revisions\/12478"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}