{"id":11396,"date":"2025-12-11T21:05:04","date_gmt":"2025-12-11T20:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/?page_id=11396"},"modified":"2025-12-16T17:07:53","modified_gmt":"2025-12-16T16:07:53","slug":"digitales-programmheft-cantos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/digitales-programmheft-cantos\/","title":{"rendered":"Digitales Programmheft &#8222;Cantos&#8220;"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol  pt-small  indent-1   \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>Digitales Programmheft &#8222;Cantos&#8220;\u00a0<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_11369\" aria-describedby=\"caption-attachment-11369\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11369 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0824_LowRes-600x399.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0824_LowRes-600x399.jpg 600w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0824_LowRes-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0824_LowRes-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0824_LowRes-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0824_LowRes-2048x1363.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11369\" class=\"wp-caption-text\">(c) Sinah Osner<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><strong>Deus ex musica<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Dramaturgentext von Lucas Herrmann<\/strong><\/p>\n<p><em>Cantos<\/em> des international gefeierten polnischen Choreografen Maciej Ku\u017ami\u0144ski ist ein zeitgen\u00f6ssisches Tanzst\u00fcck, das sich mit den Absurdit\u00e4ten und der Vielschichtigkeit des menschlichen Daseins auseinandersetzt.<\/p>\n<p>Musikalische Grundlage des St\u00fccks ist <em>Canto Ostinato<\/em> (\u201ehartn\u00e4ckiger Gesang\u201c) des niederl\u00e4ndischen Komponisten Simeon ten Holt. Die zwischen 1976 und 1979 entwickelte Komposition gilt als Meisterwerk des musikalischen Minimalismus und zeichnet sich durch wiederholende Muster, langsame Entwicklungen und hypnotische Strukturen aus. <em>Canto Ostinato<\/em> wird oft als eine der einflussreichsten Kompositionen der minimalen Musik des 20. Jahrhunderts gesehen und hat mit seiner einzigartigen Form K\u00fcnstler:innen verschiedenster Genres inspiriert. Das Werk kann von zwei bis zw\u00f6lf Instrumenten gespielt werden, und die Dauer h\u00e4ngt von der jeweiligen Auff\u00fchrung ab. Obwohl die Musik im ersten Moment sehr ruhig und reduziert erscheint, entfaltet sie eine starke emotionale Wirkung, die sowohl meditativ als auch unerbittlich klingen kann. Bei <em>Cantos<\/em> spielen zwei Pianisten live auf der B\u00fchne, die ebenfalls Teil der Inszenierung sind. Hierdurch entsteht ein unmittelbarer Austausch zwischen Klang und Bewegung.<\/p>\n<p>Die T\u00e4nzer:innen erscheinen dabei wie Spielfiguren eines \u00fcbergeordneten musikalischen Maschinisten, dessen Spiel \u2013 wenn einmal in Gang gesetzt \u2013 den Fortlauf des Geschehens antreibt. Es lie\u00dfe sich von einem \u201eDeus ex musica\u201c sprechen, der \u2013 in Anlehnung an den lateinischen Begriff aus der antiken Trag\u00f6die \u201eDeus ex machina\u201c \u2013 das Auftauchen einer Gottheit unter Zuhilfenahme einer B\u00fchnenmaschinerie, in diesem Fall der Musik bezeichnet. So entstehen Assoziationen wie das g\u00f6ttliche Einwirken, ein \u00fcbergeordneter Schicksalsbegriff oder andere \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse auf die Geschicke des Menschen. Gleichzeitig offenbart das formalistische Geschehen den inneren Antrieb, der im Menschen als Teil der Sch\u00f6pfung selbst angelegt ist und im Sinne des \u201e\u00e9lan vital\u201c (\u201eLebensschwungs\u201c) nach dem franz\u00f6sischen Philosophen Henri Bergson allen Lebewesen und Dingen zugrunde liegt.<\/p>\n<p>Ein weiteres zentrales Thema des St\u00fccks ist das menschliche Narrentum, inspiriert von Francisco de Goyas geheimnisvollen Radier-Serien <em>Los Proverbios<\/em> (\u201eDie Sprichw\u00f6rter\u201c) und <em>Los Disparates<\/em> (\u201eDie Torheiten\u201c). Entstanden zwischen 1815 und 1823, gelten diese als k\u00fcnstlerische Vorl\u00e4ufer des Surrealismus und thematisieren Macht, Religion, Gewalt und menschliche Fehler h\u00e4ufig unter Verwendung grotesker, absurder und irrationaler Szenen voller verzerrter Figuren, Masken sowie unheimlicher Bilder. <em>Cantos<\/em> entwickelt daraus eine eigene, ganz neue B\u00fchnensprache. Es gibt keine lineare Geschichte, sondern eine tableauartige Reihe atmosph\u00e4rischer Szenen, in denen Bewegung, Musik und Kost\u00fcme auf emotionale Weise miteinander verwoben sind.<\/p>\n<p>Den B\u00fchnenraum bev\u00f6lkern Figuren, die sowohl menschliche als auch tierische oder fantastische Elemente enthalten. Es geht bei dem Ausstattungsdesign von Gabriela Neubauer um archetypische Bilder, die innere Zust\u00e4nde und seelische Extreme sichtbar machen. Ein wichtiges Thema der Inszenierung ist dabei die triebhafte, tierische Seite des Menschen. In Goyas Bildern tauchen immer wieder Menschen auf, die tierische Z\u00fcge tragen oder sich wie Tiere verhalten. Diese Idee wird in <em>Cantos<\/em> weitergef\u00fchrt: Masken, Verfremdungen und animalische Bewegungsformen zeigen, wie nah der Mensch immer noch seinen ureigenen Instinkten ist. Die B\u00fchne wird dabei zu einem Ort, an dem sich das Innere nach au\u00dfen kehrt: ein Spiegelkabinett menschlicher Abgr\u00fcnde und Sehns\u00fcchte.<\/p>\n<p>In seiner grotesken und tanztheatralen Form stellt <em>Cantos<\/em> in der konzeptuellen Entwicklung Maciej Ku\u017ami\u0144skis und seines Dramaturgen Paul Bargetto auch einen Kommentar auf die gegenw\u00e4rtige Weltlage dar, die gezeichnet durch Kriege, die Hektik des zunehmend technologisch bestimmten Alltags oder die R\u00fcckkehr autokratischer Systeme immer mehr wie ein Tollhaus anmutet. Doch am Ende hat sich die Welt vielleicht gar nicht so sehr ver\u00e4ndert und das Narrentum erscheint als st\u00e4ndiger Wiederg\u00e4nger der menschlichen Existenz durch alle Zeiten und Epochen hindurch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n\t\n\t\t<div class=\"ce ce-gallery lightbox-gallery  pt-medium  indent-1   \">\n\t\t\t<div class=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"gallery-item \">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0400_LowRes.jpg\" data-fancybox=\"gallery-1\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"img-wrapper\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"399\" 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class=\"item-subtitle\">(c) Sinah Osner <\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"gallery-item \">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0664_LowRes.jpg\" data-fancybox=\"gallery-1\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"img-wrapper\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"399\" src=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0664_LowRes-600x399.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_0664_LowRes-600x399.jpg 600w, 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class=\"row\">\n\t\t\t  <div class=\"col\">\n\t\t\t\t<div class=\"accordion\"><div class=\"accordion-panel\" data-panel-id=\"im-gespraech-mit-maciej-kuzminski\">\n\t<div class=\"accordion-headline\">\n\t\t<h4>Im Gespr\u00e4ch mit Maciej Ku\u017ami\u0144ski<\/h4>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"accordion-content\">\n\t\t<div class=\"accordion-content-inner\">\n\n\n<div class=\"ce ce-onecol    indent-1   \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<figure id=\"attachment_11377\" aria-describedby=\"caption-attachment-11377\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11377 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_1508_LowRes-600x406.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"406\" srcset=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/20251204_Cantos_1508_LowRes-600x406.jpg 600w, 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behandelt das St\u00fcck?<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Welt von Cantos ist eine Musikbox: Angetrieben von \u00e4u\u00dferen Kr\u00e4ften dreht sie sich unaufh\u00f6rlich weiter, von den Mechanismen der Zivilisation \u00fcber die menschliche DNA bis zu tierischen Instinkten, und erzeugt so eine beschleunigte, dynamische Realit\u00e4t. Das St\u00fcck besch\u00e4ftigt sich mit drei philosophischen Ans\u00e4tzen: dem \u201e\u00e9lan vital\u201c nach Henri Bergson, der die Komplexit\u00e4t von Welt und Natur als st\u00e4ndige Bewegung im Zusammenspiel von Chaos und Struktur beschreibt; dem Motiv der ewigen Wiederkunft bei Friedrich Nietzsche, das wiederkehrende Muster im pers\u00f6nlichen Leben reflektiert und dazu auffordert, das Unvermeidliche zu umarmen; sowie einem Schicksalsbegri\u00adff, der sich im Rad der Geschichte ausdr\u00fcckt und den Menschen als Teil zyklischer Abl\u00e4ufe erlebt, die zugleich eine Form von Entmachtung darstellen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Du choreografierst zur Musik <em>Canto Ostinato<\/em> von Simeon ten Holt. In welchem Verh\u00e4ltnis steht diese zum Tanz?<\/strong><\/p>\n<p><em>Diese meisterhafte Musik ist so komplex und reich, dass sie einen geradezu verschlingt \u2013 sie frisst dich bei lebendigem Leib. Sie rahmt die Choreografie der K\u00f6rper, definiert deren Dynamik, das Momentum der Inszenierung und deren Farbe. Sie ist chaotisch und dennoch strukturiert. Der \u201e\u00e9lan vital\u201c kommt hier besonders zum Tragen: Die Musik symbolisiert f\u00fcr mich diesen Lebensschwung. Tanz und Musik existieren dabei auf derselben Ebene. Die Arbeit mit den T\u00e4nzer:innen er\u00f6\u00adffnet eine Vielzahl an Bewegungssprachen \u2013 ein Kaleidoskop. Vieles ergibt sich unmittelbar aus dem entstandenen Material: Scores, Formationen und fragmentierte, multidimensionale Prozesse. Gleichzeitig geht es darum, im Kleinstma\u00dfstab choreografischer Strukturen zu arbeiten \u2013 das Maximum im Minimum zu finden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie w\u00fcrdest du deine Rolle als Choreograf im kreativen Prozess beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p><em>Als Choreograf baue ich mit den K\u00fcnstler:innen, mit denen ich arbeite, ein kreatives Netzwerk auf \u2013 und stelle mich selbst in dessen Zentrum. Ich begreife mich als Mittelpunkt dieses Gef\u00fcges. Die Impulse kommen aus vielen Richtungen, und Anpassungen meiner eigenen Ideen entstehen durch R\u00fcckmeldungen. Ich gebe allen kreativen Raum, die M\u00f6glichkeit, sich einzubringen, und ich h\u00f6re auf ihr Feedback \u2013 von den T\u00e4nzer:innen, dem Team, besonders meinem Dramaturgen Paul Bargetto und der Designerin Gabriela Neubauer, ebenso wie von Menschen, die den kreativen Prozess begleiten. Entscheidend ist jedoch, dass alles durch einen inneren Filter gehen muss, um der eigenen Stimme treu zu bleiben. Bislang habe ich immer versucht, ein neues, originelles Werk zu schaffen \u2013 anders als alle vorherigen. Es geht darum, Wiederholungen zu vermeiden und durch Bewegung eine ganz eigene Welt zu erschaffen \u2013 sowohl dramaturgisch als auch \u00e4sthetisch. Doch das ist nur m\u00f6glich, wenn man ein engagiertes und unterst\u00fctzendes Team hat, mit dem zu arbeiten f\u00fcr mich hier in Wiesbaden eine gro\u00dfe Ehre war.<\/em><\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"accordion-panel\" data-panel-id=\"biografien\">\n\t<div class=\"accordion-headline\">\n\t\t<h4>Biografien <\/h4>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"accordion-content\">\n\t\t<div class=\"accordion-content-inner\">\n\n\n<div class=\"ce ce-twocol    indent-1   \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-1\">\n\t\t\t\t\t\t<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8290\" src=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fot_A_Joachimiak-4032_Edit_full-423x600.jpg\" alt=\"\" width=\"423\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fot_A_Joachimiak-4032_Edit_full-423x600.jpg 423w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fot_A_Joachimiak-4032_Edit_full-722x1024.jpg 722w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fot_A_Joachimiak-4032_Edit_full-768x1089.jpg 768w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fot_A_Joachimiak-4032_Edit_full-1083x1536.jpg 1083w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/fot_A_Joachimiak-4032_Edit_full-1445x2048.jpg 1445w\" sizes=\"auto, (max-width: 423px) 100vw, 423px\" \/><\/figure>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-2\">\n\t\t\t\t\t\t<h1><strong>Maciej Ku\u017ami\u0144ski<\/strong><\/h1>\n<p>Geboren 1985 in Polen, wurde Maciej Ku\u017ami\u0144ski Zeuge zweier bedeutender Umbr\u00fcche \u2013 dem globalen \u00dcbergang von der analogen zur digitalen Welt sowie Polens Transformation von einem kommunistischen zu einem demokratischen Staat. Als \u201eKind einer sich wandelnden Welt\u201c erforscht Ku\u017ami\u0144ski in seinen choreografischen Arbeiten Themen wie fl\u00fcssige Identit\u00e4t, das Absolute in der Spiritualit\u00e4t und das menschliche Bed\u00fcrfnis nach Zugeh\u00f6rigkeit. Seine tief existenziellen und philosophischen Werke gelten als zeitgen\u00f6ssische Fortf\u00fchrung der polnischen Tradition des dramatischen Theaters.<\/p>\n<p>Mit \u00fcber 30 internationalen Auszeichnungen bilden Ku\u017ami\u0144skis freie Produktionen das Repertoire der Maciej Ku\u017ami\u0144ski Company. Als Gastchoreograf schuf er abendf\u00fcllende Werke f\u00fcr renommierte Kompanien wie das Staatstheater Kassel, das Polnische Tanztheater und das Landestheater Linz, sowie zahlreiche k\u00fcrzere St\u00fccke u.\u202fa. f\u00fcr das Scapino Ballet Rotterdam und das Theater Osnabr\u00fcck. Seit 2014 tourte er durch 23 L\u00e4nder und erhielt Anerkennung f\u00fcr seine klare, kraftvolle und dynamische Bewegungssprache.<\/p>\n<p>Seit 2009 entwickelt Ku\u017ami\u0144ski die Methode Dynamic Phrasing \u2013 ein eigenes Konzept f\u00fcr Bewegung und Komposition. Es f\u00f6rdert eine Art \u201esanfte Kraft\u201c, die sich aus der Schwerkraft speist, und erweitert das verk\u00f6rperte Wissen von T\u00e4nzer:innen hin zu einem dynamischen Bewegungsspektrum. Die Methode wird an Hochschulen wie Codarts, ArtEZ oder PERA GAU, auf Festivals wie b12 und f\u00fcr Kompanien weltweit unterrichtet. Im Jahr 2022 wurde das internationale Zertifizierungsprogramm f\u00fcr Dynamic Phrasing-Lehrkr\u00e4fte ins Leben gerufen. Heute lebt Ku\u017ami\u0144ski in Rotterdam und ist als erster in Polen geborener Absolvent von Trinity Laban (London) sowie als Gr\u00fcnder und Leiter des ersten Polnischen Tanznetzwerks bekannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"ce ce-twocol    indent-1   \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-1\">\n\t\t\t\t\t\t<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11478\" src=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Gabriele-Neubauer-Portrait-387x600.jpg\" alt=\"\" width=\"387\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Gabriele-Neubauer-Portrait-387x600.jpg 387w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Gabriele-Neubauer-Portrait.jpg 568w\" sizes=\"auto, (max-width: 387px) 100vw, 387px\" \/><\/figure>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-2\">\n\t\t\t\t\t\t<h1><strong>Gabriela Neubauer<\/strong><\/h1>\n<p>Geboren in Wien, studierte Gabriela Neubauer Szenografie an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste Wien bei Erich Wonder. Assistenzen am Burgtheater Wien u.a. bei Christoph Schlingensief, den M\u00fcnchner Kammerspielen und dem Theater Neumarkt in Z\u00fcrich. Seit 2011 ist sie als selbstst\u00e4ndige B\u00fchnen- und Kost\u00fcmbildnerin t\u00e4tig. Ihre ersten Arbeiten entstanden am Theater Neumarkt u.a. mit Anna Papst, Jens Rachut und Robert Gerloff. Es folgte eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Robert Gerloff am Schauspielhaus Basel, Theater Bonn, Stadttheater Klagenfurt, Volkstheater Wien und am D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus. Mit Eva Lange entstanden gemeinsame Arbeiten u.a. am Schauspielhaus Chemnitz, an der Landesb\u00fchne Niedersachsen Nord, am Staatstheater Kassel und dem Hessischen Landestheater Marburg. Mit Dominik von Gunthen arbeitete sie am Theater Biel\/Solothurn und dem Pfalztheater Kaiserslautern. Mit Elena Hackbarth entstanden viele gemeinsame Arbeiten am jungen Theater Regensburg. Weitere Ausstattungen am Staatstheater Braunschweig, Stadttheater Bremerhaven, dem E.T.A Hoffmann Theater Bamberg, am Theater Ph\u00f6nix in Linz sowie mit Sophie Killer am Theater Paderborn. Im Bereich Tanz arbeitete sie mit Maciej Ku\u017ami\u0144ski am Landestheater Linz, mit den Choreografinnen Anat Oz und Kristel van Issum, mit Noa Zuk und Ohad Fishof am Staatstheater Kassel Sowie mit Eva-Maria Schaller am Tanzquartier in Wien. Neubauer lebt und arbeitet in Linz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"ce ce-twocol    indent-1   \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-1\">\n\t\t\t\t\t\t<figure id=\"attachment_11481\" aria-describedby=\"caption-attachment-11481\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11481 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Paul-Bargetto-600x600.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Paul-Bargetto-600x600.jpg 600w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Paul-Bargetto-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Paul-Bargetto-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Paul-Bargetto.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11481\" class=\"wp-caption-text\">(c) Aleksander Joachimiak<\/figcaption><\/figure>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-2\">\n\t\t\t\t\t\t<h1><strong>Paul Bargetto<\/strong><\/h1>\n<p>Paul Bargetto (geboren 1969 in San Jose, USA) ist ein international t\u00e4tiger Theaterregisseur, Dramaturg, Festivalproduzent, Lehrer und Kunstaktivist mit Sitz in Warschau, Polen. Er ist Pr\u00e4sident und Gr\u00fcnder der Fundacja Teatru Trans-Atlantyk, einer gemeinn\u00fctzigen Organisation, die sich der Produktion von Live- und digitalen K\u00fcnsten durch zwei Initiativen widmet: Teatr Trans-Atlantyk, ein dokumentarisches Theaterensemble, und Eldorado Teatr, eine Plattform f\u00fcr digitale Live-K\u00fcnste. Bargetto arbeitet zudem an Projekten au\u00dferhalb dieser Organisationen, insbesondere im Bereich Tanz, und seine Arbeiten wurden in ganz Europa gezeigt, darunter in Polen, Deutschland, Rum\u00e4nien, Gro\u00dfbritannien, den Niederlanden, \u00d6sterreich, Belgien, Frankreich, der T\u00fcrkei und Litauen, sowie in zahlreichen Produktionen in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Bevor er nach Europa zog, lebte und arbeitete Bargetto in New York City, wo er die Theatercompagnie East River Commedia (1998\u20132010) gr\u00fcndete. Wichtige Produktionen mit East River Commedia umfassen <em>Striptease<\/em> und <em>Out at Sea<\/em>, <em>Philosopher Fox<\/em> und <em>Serenade<\/em>, <em>The Magnificent Cuckold<\/em> und <em>A Couple of Poor, Polish-Speaking Romanians<\/em>. Au\u00dferdem gr\u00fcndete und leitete er das undergroundzero Festival (2007\u20132014), ein Festival f\u00fcr experimentelle unabh\u00e4ngige Live-K\u00fcnste, das in sechs Ausgaben an verschiedenen Spielst\u00e4tten des East Village und der Lower East Side pr\u00e4sentiert wurde, darunter PS 122, Collective:Unconscious, Clemente Soto Velez und das Living Theatre. 2005 half Bargetto bei der Gr\u00fcndung der League of Independent Theater, einer Interessenvertretung f\u00fcr unabh\u00e4ngiges Theater in New York City, wo er f\u00fcnf Jahre lang im Vorstand sowie als Managing Director of Public Affairs t\u00e4tig war.<\/p>\n<p>Bargettos k\u00fcnstlerische Praxis zeigt ein starkes Engagement f\u00fcr die Arbeit mit vielf\u00e4ltigen Gemeinschaften. Er hat Projekte entwickelt, die sich gezielt mit LGBTQ+-Repr\u00e4sentation befassen, queere Themen und Identit\u00e4ten im Theater erkunden und sich f\u00fcr Diversit\u00e4t und Inklusion einsetzen. Seit Beginn der umfassenden Invasion der Ukraine konzentriert er sich auf die Zusammenarbeit mit ukrainischem Theater und Tanz sowie auf zahlreiche humanit\u00e4re Initiativen. Au\u00dferdem schafft er Werke, die sich mit der Geschichte und Kultur j\u00fcdischer Gemeinschaften befassen, insbesondere mit dem Holocaust und dessen Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft. Er ist Mitglied von Kultur Liga, einem Netzwerk j\u00fcdischer K\u00fcnstler:innen in Polen.<\/p>\n<p>Zu seinen j\u00fcngsten Regie- und Dramaturgiearbeiten geh\u00f6ren <em>Album Karla Hockera<\/em> und <em>California<\/em> mit Teatr Trans-Atlantyk, <em>Plateau<\/em>, <em>Fabula Rasa<\/em> und <em>i, on the Verge of Humanity<\/em> mit dem Choreografen Maciej Kuzminski sowie <em>Historie M\u00f3wione<\/em>, eine ortsspezifische performative Installation in Posen. Weitere Projekte umfassen <em>Alphabet Cities<\/em>, ein mehrj\u00e4hriges Kunst- und Advocacy-Projekt f\u00fcr die LGBTQ-Community in Polen, sowie <em>International Agency for Ukraine!<\/em>, eine performative Installation mit ukrainischen und polnischen K\u00fcnstler:innen im Rahmen des The_____Dream Festival mit dem House of Beautiful Business in Sintra, Portugal.<\/p>\n<p>Derzeit tourt Bargetto mit <em>Every Minute Motherland<\/em>, einem dokumentarischen Tanzst\u00fcck mit ukrainischen und polnischen T\u00e4nzer:innen und Choreograf Maciej Kuzminski, das sich mit dem Krieg in der Ukraine auseinandersetzt. Momentan arbeitet er neben <em>Canto<\/em>s an <em>If I had a Gun, I\u2019d take them all down<\/em>, einem St\u00fcck des ukrainischen Dramatikers Piotr Armionowski in Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Michael Rubenfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9,"featured_media":11371,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-11396","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11396"}],"version-history":[{"count":38,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11678,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/11396\/revisions\/11678"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11371"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}