{"id":11130,"date":"2025-11-20T12:51:09","date_gmt":"2025-11-20T11:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/?post_type=nb_production&#038;p=11130"},"modified":"2025-11-27T12:39:59","modified_gmt":"2025-11-27T11:39:59","slug":"tatort","status":"publish","type":"nb_production","link":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/stuecke\/tatort\/","title":{"rendered":"Tatort"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol    indent-1   \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<h2><strong>Residenz 17.-23.11.2025\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p class=\"p1\">Im Rahmen der Pop-Up-Residenz am Staatstheater Darmstadt widmet sich der Choreograf Carlos D\u00edaz einer einw\u00f6chigen k\u00fcnstlerischen Forschungsphase f\u00fcr sein neues Tanztheaterst\u00fcck Tatort (Arbeitstitel) (Uraff\u00fchrung geplant f\u00fcr den 18.-20. Juni 2026 im Gallus Theater Frankfurt).<\/p>\n<p class=\"p1\">Die Residenz dient als Labor zur Erforschung der k\u00f6rperlichen und atmosph\u00e4rischen Grundlagen des St\u00fccks \u2013 mit Schwerpunkt auf Bewegungsexperimenten, Soundgestaltung und Lichtdesign. Gemeinsam mit ein bis zwei T\u00e4nzern untersucht D\u00edaz, wie Gesten, Rhythmus und Licht die Spannung zwischen Gewalt und Begehren \u2013 zentrale Themen von Tatort \u2013 erfahrbar machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Residenz am Staatstheater Darmstadt wurde ein neuer choreografischer Abschnitt des St\u00fccks entwickelt, der sich mit den Themen Traurigkeit, M\u00e4nnlichkeit und Stoizismus auseinandersetzt. Ausgangspunkt war die Redewendung \u201eM\u00e4nner weinen nicht\u201c, verstanden als kulturelle Struktur, die emotionale Unterdr\u00fcckung f\u00f6rdert und eine bestimmte Vorstellung von M\u00e4nnlichkeit pr\u00e4gt. Aus dieser Pr\u00e4misse heraus entwirft die Choreografie ein poetisches und k\u00f6rperliches Gef\u00fcge rund um Begriffe wie Verletzlichkeit, Sch\u00fcchternheit und emotionale Zur\u00fcckhaltung.<\/p>\n<p>Diese Arbeit kreist um eine zentrale Frage: Ist diese Verleugnung der eigenen Emotionen eine Form von Gewalt gegen sich selbst? Und in der Folge: Wie gestalten sich unsere emotionalen und sexuellen Beziehungen, wenn uns von fr\u00fcher Kindheit an das Recht auf Tr\u00e4nen, auf Fragilit\u00e4t und auf den Ausdruck von Schmerz verwehrt wird?<\/p>\n<p>Begleitet wird diese choreografische Entwicklung von der Ballade \u00bfPor Qu\u00e9 Me Haces Llorar? (Warum bringst du mich zum Weinen?) des ikonischen mexikanischen S\u00e4ngers Juan Gabriel, einer Schl\u00fcsselfigur der lateinamerikanischen Popkultur und Referenz der queeren Sensibilit\u00e4t. Seine Stimme, voller Drama und Emotionalit\u00e4t, bildet einen poetischen Gegenpol zum Gebot emotionaler H\u00e4rte und er\u00f6ffnet einen B\u00fchnenraum, in dem das Weinen nicht als Schw\u00e4che, sondern als Akt des Widerstands erscheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"ce ce-twocol  pt-medium  indent-1   \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-1\">\n\t\t\t\t\t\t<figure id=\"attachment_11131\" aria-describedby=\"caption-attachment-11131\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11131 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/CARLOS-DIAZ_042023_086_Joerg-Baumann-424x600.jpg\" alt=\"\" width=\"424\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/CARLOS-DIAZ_042023_086_Joerg-Baumann-424x600.jpg 424w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/CARLOS-DIAZ_042023_086_Joerg-Baumann-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/CARLOS-DIAZ_042023_086_Joerg-Baumann-768x1086.jpg 768w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/CARLOS-DIAZ_042023_086_Joerg-Baumann-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/CARLOS-DIAZ_042023_086_Joerg-Baumann-1448x2048.jpg 1448w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11131\" class=\"wp-caption-text\">(c) J\u00f6rg Baumann<\/figcaption><\/figure>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<div class=\"col col-custom-2\">\n\t\t\t\t\t\t<p><strong>Carlos D\u00edaz Torres<\/strong> ist Peruaner und wohnt seit 2021 in Frankfurt. Seitdem arbeitet er hier als freischaffender T\u00e4nzer und Choreograph. Er studierte Klassisches Ballett an der Ellison Ballet School in New York. Von 2015 bis 2020 tanzte er beim National Ballet Peru in Lima. Seit seinem Umzug nach Frankfurt war er als Gastt\u00e4nzer an der Oper Frankfurt, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Landestheater Detmold t\u00e4tig. Im November 2024 realisierte er seine erste l\u00e4ngere Tanztheater-Produktion \u201cIt\u2019s Quiet in Hell\u201d am Gallus-Theater Frankfurt, die durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst gef\u00f6rdert wurde. Die Produktion wurde von Marcus Hladek in der Frankfurter Rundschau sehr positiv besprochen. Er pr\u00e4sentierte dar\u00fcber hinaus eigene Choreografien beim Festival \u201eFreier Tanz im Delta XIII und XIV\u201c in Mannheim, beim \u201eDanceNexus\u201c-Festival in Wiesbaden sowie in Performances in der Galerie Monica Ruppert. Im Jahr 2022 absolvierte Carlos eine Choreographie-Residenz im ID_Tanzhaus Rhein-Main mit seinem Projekt The Vallejo Readings und pr\u00e4sentierte ein weiteres Werk beim Sommerwerft-Festival. Parallel zu seiner k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit absolvierte er einen Bachelor in \u00dcbersetzung und Dolmetschen an der Valencia International University (Spanien). Seine Ausbildung umfasst neben dem Ballett auch peruanische Folklore, Flamenco, Tango, zeitgen\u00f6ssischen Tanz und Jazztanz. 2016 nahm er au\u00dferdem an einem B\u00fchnenbildkurs bei C\u00e9sar Guerra in Lima teil und begann 2017 ein Schauspielstudium im Taller Estudio de Formaci\u00f3n Actoral unter Ram\u00f3n Garc\u00eda. Seine k\u00fcnstlerische Praxis verbindet Ballett, zeitgen\u00f6ssischen Tanz und performative Elemente mit interkulturellen Einfl\u00fcssen.<\/p>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pop-Up-Residenz Carlos D\u00edaz <\/p>\n","protected":false},"featured_media":11133,"template":"","event-type":[13,93],"event-location-city":[],"event-location-venue":[],"event-tags":[],"class_list":["post-11130","nb_production","type-nb_production","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","event-type-residenz","event-type-residenz-en"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/nb_production\/11130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/nb_production"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/nb_production"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-type?post=11130"},{"taxonomy":"event-location-city","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-location-city?post=11130"},{"taxonomy":"event-location-venue","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-location-venue?post=11130"},{"taxonomy":"event-tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hessisches-staatsballett.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-tags?post=11130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}