Reiko Ohta (Japan/Dänemark) absolvierte eine klassische Ballettausbildung in Japan. Joseph Simon (Frankreich/Niederlande) ist B-Boy, seine Wurzeln liegen in der HipHop-Kultur. Beide verbindet das gemeinsame Interesse und die Vision, einen unkonventionellen Ansatz für das Ballett zu entwickeln: Auf experimentelle Weise wollen sie Elemente aus HipHop, House Dance und Ballett dekonstruieren, um die für diese Styles typischen sozialen Verhaltensweisen, Haltungen und Ästhetiken herauszufordern und spielerisch zu hinterfragen. Sie erforschen, wie Ballett mit Street- und Clubstyles koexistieren und verschmelzen kann. Die Offenheit zum Austausch zwischen Subkulturen soll gefeiert, die Individualität, Gemeinschaft, Selbstermächtigung und Befreiung wertgeschätzt werden.


Die Auftaktausgabe der Tanztriennale lädt vom 14. bis 21. Juni 2026 Tanzschaffende und die
breite Öffentlichkeit dazu ein, die vielen Facetten des Tanzes sowie seine Rolle im Alltag zu
reflektieren und zu erleben – sei es durch Zuschauen, Mitmachen, Nachdenken oder Diskutieren.
Dabei wird der Tanz mit all seinem Potential gezeigt: nicht nur als Bühnenkunst,
sondern auch in seiner außergewöhnlichen Fähigkeit, zu einem stärkeren gesellschaftlichen
Zusammenhalt beizutragen und frische Ansätze für Erneuerung und transformatives Denken
zu schaffen.
Die Idee des Zusammenkommens findet auf mehreren Ebenen statt: zwischen
verschiedenen Tanzkulturen, über Generationen hinweg und in einem Miteinander
unterschiedlicher Hintergründe.

Reiko Ohta ist eine japanische Tänzerin mit Wohnsitz in Rotterdam, Niederlande. Sie absolvierte ihr Studium an der Codarts University of the Arts mit einem einjährigen Praktikum beim Scapino Ballet Rotterdam. Während ihres Studiums tanzte sie in Stücken von Marco Goecke, Cayetano Soto und Hofesh Shechter.
Kürzlich arbeitete sie mit Choreograf*innen wie Marina Mascarell, Antonin Rioche und Silvia Giordano zusammen. Ihr eigenes Solo-Werk A Flash of Oblivion wurde für das Internationale Solo-Tanz-Theater-Festival Stuttgart 2021 nominiert.
Quelle: https://www.citerne.live/fr/people/reiko-ohta

Joseph Simon (Frankreich, 1989) schloss 2014 sein Studium an der ArtEZ School of Dance in Arnhem ab. Während seines Studiums konzentrierte er sich darauf, seinen Hintergrund als B-Boy mit dem zeitgenössischen Tanz zu verbinden. Sein anhaltendes Interesse an diesem Thema führte zu einem engen Austausch und einer Zusammenarbeit mit seinem Mitstudenten Jonas Frey, die bis heute andauert. Joseph ist es wichtig, sich aus unterschiedlichen Perspektiven durch das Tanzfeld zu bewegen. Aus diesem Grund unterrichtet er auch an der Codarts Circus School und entwickelt sich kontinuierlich weiter, indem er Unterricht nimmt und in Arbeiten von Künstler*innen wie Alida Dors, Jochen Heckmann, Erik Kaiel, Jean-Guillaume Weis, Eric Trottier, Jonas Frey, Christina Liakopoulou, Justin de Jager und Dalton Jansen tanzt.
Quelle: https://dansateliers.nl/en/maker/joseph-simon/
Schwindel gilt als aus den Fugen geratener Wahrnehmungszustand. Das eigene Körpergefühl und, was die Augen sehen, driften auseinander. Es entsteht quasi ein somatisches Ausnahmemoment, indem man an die Grenze der eigenen Kontrolle stößt und die Welt um einen unsicher wird. In dem Recherche Projekt Euphorie + Übelkeit beschäftige ich mich mit der Kluft zwischen eigenem Körpergefühl und der Wahrnehmung der Welt, als Raum von Euphorie, Adrenalin, Energie, Unsicherheit, Unwohlsein, Bedrohung oder Übelkeit.


Pauline Michel, *1995 in Frankfurt/M absolvierte 2019 ihr BA-Studium in Soziologie/Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 2020 begann sie zeitgenössischen Tanz an der HfMT Köln zu studieren. 2020 wechselte sie nach Kopenhagen an die Den Danske Scenekunstskolen und schloss dort im Sommer 2024 ihr BA Studium Dance and Choreography ab. Ihre Abschlussarbeit wurde in Kopenhagen und Monesiglio (IT) aufgeführt. Während und nach ihrem Studium arbeitete Pauline u. a. mit Reut Shemesh, Cristian Duarte und Doris Uhlich zusammen. 2025 zog sie nach Frankfurt zurück.
Die Residenz ist eine Vorarbeit zum neuen Projekt Phase Shiftings von Michael Langeneckert. Dabei werden zwei Stücke zur Musik von Steve Reich erarbeitet: Coexisdance und Resonanz.
Die erste Komposition trägt den Titel Electric Counterpoint, die zweite Pulse.
Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Moving Orchestra Freiburg und der Sozo Visions in Motion Kompanie Kassel. Aufführungen sind für Dezember 2026 in Freiburg und Kassel geplant.

Michael Langeneckert arbeitet freischaffend als Choreograph, Dozent und Tänzer und lebt in Freiburg/Deutschland. Seit Oktober 2018 ist er unter seinem neuen Label Moving Orchestra tätig. Er entwickelt freie Tanz Projekte in Freiburg, unterstützt von der Stadt Freiburg und dem Land Baden-Württemberg, und arbeitet als Gastchoreograph für Kompanien und Universitäten/Schulen wie Theater Lüneburg, Theater Luzern/CH, Amsterdam University, Folkwang Universität Essen und einigen mehr. Er unterrichtet zeitgenössischen Tanz (Floorwork Technik) an zahlreichen Orten quer durch Europa an Kompanien, Universitäten und freien Institutionen. Als Trainings und Probenleiter war er am Staatstheater Mainz (2015-2018, Dir. Honne Dohrmann) und am Staatstheater Kassel (2008-2012, Dir. Johannes Wieland) tätig. Als Tänzer arbeitete er freischaffend und auch in fester Anstellung an verschiedenen Theatern in Deutschland und der Schweiz. Zur Zeit ist er Gast-Professor an der Folkwang Universität Essen und arbeitet anschliessend wieder freischaffend als Gastlehrer bei Aterballetto/I, Skanes Dansteater/S, Göteborg Opera/S, Tanz Mainz, Staatstheater Braunschweig/G, Hessisches Staatsballett Wiesbaden/G, Theater Bern/CH, Theater Linz/AU, Oper Graz/AT, Codarts Rotterdam/NL, Artez Arnheim/NL, Danceworks Berlin, Tanzhaus Zürich und vielen mehr.

Im Jahr 2022 zog sie nach Europa, wo sie zunächst am Centre de Dansa in Barcelona, Spanien, trainierte und später ihr Bachelorstudium an der Codarts University of the Arts in Rotterdam begann. Dort arbeitete sie unter anderem mit Jiří Kylián, Cayetano Soto, (la)Horde, Heidi Vierthaler, Dalton Jansen, Neel Verdoorn und Wayne McGregor zusammen. Darüber hinaus war sie Mitglied der Jury für die Akkreditierung der Zürcher Hochschule der Künste 2023 und erhielt 2025 das Stipendium der Jiří-Kylián-Stiftung.
In der Spielzeit 2025/26 ist sie als Apprentice bei tanz mainz engagiert.

Dušan Bajčetić wurde 2004 in Belgrad, Serbien, in eine Familie von Künstler*innen hineingeboren. Seine Mutter ist Balletttänzerin, sein Vater Schauspieler, die ältere Schwester ebenfalls professionelle Tänzerin und einer der Gründe, warum auch Dušan mit dem Tanzen begann.
Ab dem Alter von 11 Jahren nahm er Tanzunterricht in Modern und Jazz Dance. Nach seiner Ausbildung an der Ballettschule Lujo Davičo in zeitgenössischem Tanz war er Teil der Bitef Dance Company und wirkte in verschiedenen Produktionen mit. 2022 begann Dušan sein Bachelor-Studium an der Codarts University for the Arts in Rotterdam, wo er mit Choreograf*innen wie Jiri Kylian, Lea Ved, Cayetano Soto, Eliana Stragapede und Borna Babić arbeitete.
In der Spielzeit 2025/26 ist er als Apprentice bei tanz mainz engagiert.
Im Rahmen der Pop-Up-Residenz am Staatstheater Darmstadt widmet sich der Choreograf Carlos Díaz einer einwöchigen künstlerischen Forschungsphase für sein neues Tanztheaterstück Tatort (Arbeitstitel) (Urafführung geplant für den 18.-20. Juni 2026 im Gallus Theater Frankfurt).
Die Residenz dient als Labor zur Erforschung der körperlichen und atmosphärischen Grundlagen des Stücks – mit Schwerpunkt auf Bewegungsexperimenten, Soundgestaltung und Lichtdesign. Gemeinsam mit ein bis zwei Tänzern untersucht Díaz, wie Gesten, Rhythmus und Licht die Spannung zwischen Gewalt und Begehren – zentrale Themen von Tatort – erfahrbar machen können.
Während der Residenz am Staatstheater Darmstadt wurde ein neuer choreografischer Abschnitt des Stücks entwickelt, der sich mit den Themen Traurigkeit, Männlichkeit und Stoizismus auseinandersetzt. Ausgangspunkt war die Redewendung „Männer weinen nicht“, verstanden als kulturelle Struktur, die emotionale Unterdrückung fördert und eine bestimmte Vorstellung von Männlichkeit prägt. Aus dieser Prämisse heraus entwirft die Choreografie ein poetisches und körperliches Gefüge rund um Begriffe wie Verletzlichkeit, Schüchternheit und emotionale Zurückhaltung.
Diese Arbeit kreist um eine zentrale Frage: Ist diese Verleugnung der eigenen Emotionen eine Form von Gewalt gegen sich selbst? Und in der Folge: Wie gestalten sich unsere emotionalen und sexuellen Beziehungen, wenn uns von früher Kindheit an das Recht auf Tränen, auf Fragilität und auf den Ausdruck von Schmerz verwehrt wird?
Begleitet wird diese choreografische Entwicklung von der Ballade ¿Por Qué Me Haces Llorar? (Warum bringst du mich zum Weinen?) des ikonischen mexikanischen Sängers Juan Gabriel, einer Schlüsselfigur der lateinamerikanischen Popkultur und Referenz der queeren Sensibilität. Seine Stimme, voller Drama und Emotionalität, bildet einen poetischen Gegenpol zum Gebot emotionaler Härte und eröffnet einen Bühnenraum, in dem das Weinen nicht als Schwäche, sondern als Akt des Widerstands erscheint.

Carlos Díaz Torres ist Peruaner und wohnt seit 2021 in Frankfurt. Seitdem arbeitet er hier als freischaffender Tänzer und Choreograph. Er studierte Klassisches Ballett an der Ellison Ballet School in New York. Von 2015 bis 2020 tanzte er beim National Ballet Peru in Lima. Seit seinem Umzug nach Frankfurt war er als Gasttänzer an der Oper Frankfurt, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Landestheater Detmold tätig. Im November 2024 realisierte er seine erste längere Tanztheater-Produktion “It’s Quiet in Hell” am Gallus-Theater Frankfurt, die durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wurde. Die Produktion wurde von Marcus Hladek in der Frankfurter Rundschau sehr positiv besprochen. Er präsentierte darüber hinaus eigene Choreografien beim Festival „Freier Tanz im Delta XIII und XIV“ in Mannheim, beim „DanceNexus“-Festival in Wiesbaden sowie in Performances in der Galerie Monica Ruppert. Im Jahr 2022 absolvierte Carlos eine Choreographie-Residenz im ID_Tanzhaus Rhein-Main mit seinem Projekt The Vallejo Readings und präsentierte ein weiteres Werk beim Sommerwerft-Festival. Parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit absolvierte er einen Bachelor in Übersetzung und Dolmetschen an der Valencia International University (Spanien). Seine Ausbildung umfasst neben dem Ballett auch peruanische Folklore, Flamenco, Tango, zeitgenössischen Tanz und Jazztanz. 2016 nahm er außerdem an einem Bühnenbildkurs bei César Guerra in Lima teil und begann 2017 ein Schauspielstudium im Taller Estudio de Formación Actoral unter Ramón García. Seine künstlerische Praxis verbindet Ballett, zeitgenössischen Tanz und performative Elemente mit interkulturellen Einflüssen.
Ausruhen. Regenerieren. Allem Druck, Tun, weiter durchziehen und häufig normalisierten Grenzen überschreiten zum Trotz.
Als Akt der Selbstfürsorge. Als Anerkennung der eigenen Grenzen. Als anti-ableistische Handlung. Als soziale, politische Handlung. Als Raum, der sich öffnet um sich wahrzunehmen und zu verbinden: mit dem eigenen Körper, den eigenen Gedanken. Und um auszusteigen aus bisherigen Strukturen.
In ihrer Residenz fragt sich Hannah Dewor wie sich unterschiedliche Weisen, sich auszuruhen künstlerisch ausdrücken können und wie sich diese mit den Tools der Intimacy Choreography* (auf Zustimmung basierenden und trauma-informierten Arbeitsmethoden) im Tanz verbinden lassen.
Für ihre Recherche holt sich Hannah Sitzsäcke als Verbündete mit ins Studio und lädt eine kleine Gruppe von Tänzerinnen ein. Diese bringen durch ihre tanzkulturellen und persönlichen Erfahrungen – u.a. geprägt von chronischer Erkrankung, Behinderung oder PTSD – ihre Perspektive und Zugriff auf das Ausruhen mit. Als Ergänzung dazu beschäftigen sie sich mit Ressourcen aus der Crip und Black Feminist Bewegung (u.a The Nap Ministry von Tricia Hersey). Gemeinsam entwickelt das Residenzteam mit den Sitzsäcken Soli, Scores, Choreografien und Texte zu ihrer Form der Erholung oder Regulation.
In Kollaboration mit: Annie Edwards, Nora Goßmann, Patscharaporn Distakui, Amelia Uzategui Bonilla
Im Work-in-progress Showing zeigt das Team Zwischenstände Ihrer gemeinsamen Arbeit. Im zweiten Teil des Showings gibt es die Möglichkeit, dass all diejenigen aus dem Publikum, die gerne möchten, sich mit den Sitzsäcken in den entwickelten Scores ausprobieren und die Arbeit aktiv kennenlernen. Feedback ist sehr willkommen. Im abschließenden Künstlerinnengespräch gibt es zusätzlich Platz für Fragen und Austausch mit dem Residenzteam.
Die künstlerische Recherche fließt in Hannahs Projekt CLOSER WITH CONSENT – Intimacy Choreography im Tanz ein.
Unterstützt im Rahmen von Next Steps, einem Programm von Bureau Ritter zur Stärkung Tanzschaffender in Hessen. Gefördert durch die Crespo Foundation.
Hannah Dewor
Dance & choreography
& education
& access
& intimacy choreography
CLOSER WITH CONSENT – Intimacy Choreography in dance
IG: @closer_with_consent
Was ist Intimacy Choreography?
Intimitätschoreografie, meist wird Intimacy Choreography als Begriff verwendet, führt zustimmungsbasierte und traumainformierte Methoden und Tools in Produktionen und Bildungsprogrammen der darstellenden Künste ein. Intimitätschoreograf:innen sind dafür verantwortlich, Szenen mit simulierter Intimität, Sex oder sexueller Gewalt zu koordinieren und zu choreografieren. Durch die Kombination von auf Zustimmung basierenden Methoden mit künstlerischer Praxis tragen Intimitätschoreograf:innen dazu bei, das Risiko von Machtmissbrauch zu verringern, Arbeitsschutzmaßnahmen als integralen Bestandteil des künstlerischen Prozesses zu berücksichtigen und künstlerische Innovation im Bereich der darstellenden Künste zu ermöglichen. Die Rolle der Intimitätschoreografie für den Tanz ist besonders wichtig, da unsere Tanzpraxis in vielen Kontexten auf tatsächlicher Berührung und Körperkontakt basiert und nicht auf der Simulation von Nähe und Intimität. Tänzer:innen, verantwortlich und angewiesen auf ihre Körper müssen mit ihren Grenzen respektiert und ihrem Handwerk bestärkt werden. Die Tools der Intimitätschoreografie ermöglichen es Tänzer:innen, ihre Grenzen zu setzen und zu kommunizieren und innerhalb dieser zu gestalten.
Zustimmungsbasierte und traumainformierte Prozesse in der Tanzpraxis
In diesem Workshop kannst du erleben, wie über Dialoge in Wort und Bewegung spielerisch die eigenen Grenzen kommuniziert und Zustimmung ausgehandelt werden können. Im Workshop verflechten sich Tools aus der Consent-Kultur und Intimacy Choreography mit der zeitgenössischen Tanzpraxis. Du hast durch die tänzerischen und performativen Explorationen die Möglichkeit eigene Erwartungen, Reaktionsmuster zu reflektieren, mit mehr Sensibilität zu tanzen und durch eine konkrete Praxis dazu beizutragen, dass wir uns alle in einem sichereren Raum bewegen. Nach einem gemeinsamen Warm-up und spielerischen Übungen in Bewegung um Zustimmung und Einverständnis auszuhandeln, widmen wir uns der Tanzimprovisation. Hier können die gelernten Tools konkret angewandt werden, vorallem in Bezug auf Körperkontakt im gemeinsamen Tanz mit anderen Teilnehmenden.
Der Workshop findet in deutscher und englischer Lautsprache statt – je nach Bedarf.
Vorkenntnisse in zeitgenössischem Tanz und in Tanzimprovisation sind von Vorteil jedoch keine Voraussetzung.
Du kannst während des Workshops jederzeit Pausen einlegen und/oder den Raum verlassen, ein Rückzugsort steht zur Verfügung. Eine Assistenzperson unterstützt gerne individuell während des Workshops.
Download: Vorab Informationen zum Workshop
Hannah Dewor ist diplomierte zeitgenössische und Moderne Tänzerin (Studium in Köln und Amsterdam), Choreografin und Tanzpädagogin (M.A. Contemporary Dance Education, Frankfurt).
Neben Engagements als Tänzerin in freien Tanzproduktionen (u.a. Amelia Uzategui Bonilla/T.I.A. dance productions, Yves Thuwis de Leew/Nevski Prospekt, Richard Siegal/The Bakery) ist Hannah an Theaterhäusern wie der ‚Oper Frankfurt‘ (u.a. Spielzeit 21/22, 23/24) auf der Bühne zu sehen. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Verbindung von Tanz und Access.
Von 2014-2022 initiiert Hannah gemeinsam mit der Choreografin Jungyeon Kim das Ensemble Barefeet mit Menschen mit Behinderung, übernimmt die künstlerische Co-Leitung und entwickelt Tanzworkshopformate für unterschiedliche Access Bedarfe.
Sie nahm 24/25 an einem Qualifizierungsprogramm für Audiodeskription im Tanz (Tanzplattform Rhein-Main) teil. Als assoziierte Künstlerin wirkt Hannah seit 2024 bei T.I.A. dance productions mit, tanzte im Stück „Interrupting the Thrill of Exactitude“, konzipiert Workshops für Tanz und Audiodeskription und Lehrveranstaltungen an Schulen.
2023 schloss Hannah als Stipendiatin der Hessen Film & Medien GmbH eine Weiterbildung zur Intimacy Coordinator für Film und Fernsehen ab (culture change hub Berlin) und ergänzte diese um Aufbaumodule für Intimacy Choreography für Theater und live performances (Theatrical Intimacy Education, USA). Seither integriert sie Tools der Intimacy Choreography in unterschiedliche Tanz- und Vermittlungsprojekte. Für ihr Projekt CLOSER WITH CONSENT – Intimacy Choreography im Tanz erhielt sie durch das Next Steps Programm (Bureau Ritter, Crespo Foundation) eine Förderung bis Ende 2026 um das Feld der Intimacy Choreography speziell auf den Tanzkontext angewandt weiterzuentwickeln: mit Austauschformaten und Workshops für Tänzer:innen, Choreograf:innen, Tanzpädagog:innen und Producer, mit Recherchen und Interviews sowie einem Austauschlabor in 2026.


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