Bereits zum sechsten Mal präsentieren die Tänzer*innen des Hessischen Staatsballetts im Rahmen des „Startbahn“-Formats ihre Kurzchoreografien. Dabei werden eigene Konzepte ausprobiert, persönliche Tanzstile entwickelt und neue Formen tänzerischen Ausdrucks kultiviert. Für manche der Choreograf*innen sind es die ersten Schritte auf diesem Parkett, andere stellen bereits die Weichen für einen weiteren möglichen Karriereweg. In der Vergangenheit wurden Arbeiten aus „Startbahn“ auf bedeutenden Nachwuchsfestivals für Choreografie gezeigt. Gleichzeitig leitet „Startbahn 2027“ das Spielzeitfinale des Tanzes am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ein.

In der Uraufführung „Never odd or eveN“ des kanadischen Choreograf*innenduos David Raymond & Tiffany Tregarthen und der französischen Komponistin Angèle David-Guillou verschmelzen Tanz und Musik zu einem poetisch-visuellen Erlebnis: Die zweiteilige Struktur des Palindroms – ein Wort oder Satz, der vorwärts wie rückwärts Sinn ergibt – wird zum Ausgangspunkt einer Erkundung darüber, dass Dinge nicht einfach nur schwarz oder weiß, Anfang oder Ende, entweder-oder sind. Die Kreation öffnet Räume für Überraschung, Geheimnis und kraftvolle Emotion – eine Aufführung, die Kopf und Herz gleichermaßen anspricht und das Publikum auf eine faszinierende Reise zwischen Rhythmus, Klang und Bewegung mitnimmt.
Die für das Stück komponierte Musik von Angèle David-Guillou wird live vom Hessischen Staatsorchester Wiesbaden gespielt.

David Raymond & Tiffany Tregarthen

David Raymond

Das in Vancouver ansässige Out Innerspace Dance Theatre (OIS) wurde von David Raymond und Tiffany Tregarthen auf dem unbestrittenen Land der indigenen Coast Salish gegründet. David und Tiffanys Studien und frühe Karrieren führten sie nach New York, Südkorea, Brasilien, in die Niederlande, die Tschechische Republik und nach Italien, bevor sie ihre Zusammenarbeit während eines zweijährigen Aufenthalts in Antwerpen, Belgien, begannen. Ihre Performance-Karriere umfasst die Zusammenarbeit mit Wen Wei Dance, Justine A. Chambers, Company 605, Dana Gingras, Beijing Modern Dance Company und das Tanzen mit Kidd Pivot von 2013-2021. Die Kreationen von OIS sind seit vielen Jahren national und international auf Tournee und wurden 2014 mit dem CanDance Creation Fund, 2019 mit dem Crystal Dance Prize und für die nächsten drei Jahre als Associate Artists der Agora de la Danse in Montreal ausgezeichnet. In ihrem 18. Jahr der Zusammenarbeit haben David und Tiffany Werke für das Ballet BC (Kanada) und das Netherlands Dance Theatre 2 geschaffen, sowie für das Hessische Staatsballett (Deutschland) und Gibney Dance (New York). Ihr neuestes Werk Bygones wurde kürzlich in Deutschland, Italien, Großbritannien, Ungarn, Belgien und in ganz Kanada aufgeführt, u. a. im Julidans (Amsterdam), Torino Danza, Theater Freiburg und im kanadischen National Arts Centre. Ihr Ausbildungsprogramm Modus Operandi, in der sie relevante Tanzentwicklung und individuelle Mentorenschaft anbieten, bringen einige der inspiriertesten jungen Tanzkünstler Kanadas hervor.

Tiffany Tregarthen

„Nachtträume“ von Marcos Morau war das Zürcher Ballettereignis im Jahr 2022. Das Stück des spanischen Starchoreografen ist tänzerisches Panoptikum und abgründiges Gesamtkunstwerk zugleich. Gezeigt wird eine verstörend schöne Traumwelt, in der Macht, Ohnmacht und blinde Gefolgschaft aufeinandertreffen: Eine 90-minütige, aufwühlende Reise durch Abgründe und Hoffnungen unserer Gegenwart – ein Spiegel von Eitelkeit, Missgunst, Profitgier und Sozialdarwinismus. Ausgehend von Kurt Jooss’ ikonischem Anti-Kriegs-Dramolett „Der grüne Tisch“ von 1932, verwebt Morau historische Referenzen mit Zitaten aus Meisterwerken von Maurice Béjart wie „Boléro“ oder „Le sacre du printemps“. In der Wiedereinstudierung des Hessischen Staatsballetts wird die Bühne zum Labyrinth aus runden Tischen, Stühlen, roten Sonnenbällen und sich verschlingenden Körpern, in dem Zerstörung und Verführung, Bedrohung und Sinnlichkeit dicht beieinanderliegen.

Empfohlen ab 14 Jahren

Ca. 1 Std. 35 Min

Credits

Choreografie: Marcos Morau
Bühnenbild: Max Glaenzel
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Israel Solà, Michael Küster
Kostüme: Silvia Delagneau
Musik: Clara Aguilar
Video: Tieni Burkhalter

Trailer

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Bilder

Marcos Morau

(c) Albert Pons

Ausgebildet zwischen Barcelona und New York studierte Marcos Morau (geboren 1982) Fotografie, Bewegung und Theater. Seit dem Abschluss seines Studiums am Institut del Teatre in Barcelona und der Universität Pompeu Fabra entwirft er imaginäre Welten und Landschaften für die Theater- und Tanzbühne, in denen sich Bewegung und Bild treffen und sich gegenseitig verstärken. Seit mehr als zehn Jahren leitet Marcos Morau das Künstler*innenkollektiv La Veronal, in dessen Rahmen er als Regisseur, Choreograph, Bühnenbildner, Kostüm- und Lichtdesigner kreativ ist. Diese Arbeiten wurden in mehr als dreißig Ländern bei wichtigen Festivals aufgeführt, u. a. beim Théâtre National de Chaillot in Paris, der Biennale di Venezia, dem Festival d‘Avignon, beim Tanz im August in Berlin, Festival RomaEuropa, SIDance Festival in Seoul, Danse Danse Montreal oder im Sadler‘s Wells in London.

Zusätzlich zu seiner Arbeit mit La Veronal ist Marcos Morau Gastkünstler in verschiedenen Kompanien und Theatern auf der ganzen Welt, wo er neue Kreationen entwickelt, immer auf halbem Weg zwischen darstellender Kunst und Tanz u. a. beim Nederlands Dans Theater, dem Ballett der Opéra Lyon, Les Grands Ballets Canadiens, Ballett Zürich, der Compañía Nacional de Danza in Spanien, Scapino Ballet Rotterdam, dem Ballett der GöteborgsOperans Danskompani, Carte Blanche Norway, Ballett des Luzerner Theaters, dem Ballett der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, Ballet de Lorraine, oder das Königlich Dänische Ballett Kopenhagen.

Marcos Moraus Werke öffnen sich für Formate und Sprachen, in denen Oper, Tanz und physisches Theater miteinander in Dialog treten und individuelle Wege des Ausdrucks und der Kommunikation in einer stets turbulenteren und sich verändernden Gegenwart suchen. Marcos Morau verbindet seine künstlerische Arbeit mit pädagogischen Aktivitäten, indem er Klassen und Workshops zu seinen kreativen Prozessen an Konservatorien und Universitäten, wie dem Institut del Teatre, der Universität der Künste in Straßburg oder der Sorbonne Nouvelle in Paris unterrichtet.

Marcos Morau wurde mit dem Nationalen Tanzpreis in Spanien geehrt und zuletzt von der Zeitschrift «tanz» zum Choreographen des Jahres 2023 gewählt.

„Silent Echo“ vereint drei Erfolgsproduktionen aus dem Repertoire des Hessischen Staatsballetts: Imre und Marne van Opstal erforschen in „I’m afraid to forget your smile“ unter Einbezug von Chören den Moment des Loslassens als einen Übergangszustand in der Hingabe an den Verlust. In „Midnight Raga“ verbindet Marco Goecke ein tiefes Mitternachtsblau sowie die Musik Ravi Shankars mit seiner charakteristischen nerv.sen Bewegungssprache. Fran Díaz zeigt in „The Mass Ornament“ zur Musik von Henryk Gorecki einen Gruppenkörper zwischen Präzision und Selbstaufgabe.

I’m afraid to forget your smile

Das niederländische Geschwisterpaar Imre & Marne van Opstal sind die Shootingstars in der europäischen Tanzszene. Für das Hessische Staatsballett entwickelten sie ihre Neukreation I`m afraid to forget your smile für sechs Tänzer:innen unter Einbezug von Chören und erforschten den Moment des Loslassens als einen Übergangszustand in der Hingabe an den Verlust. Ein Aufblitzen, so greifbar und vergänglich, dass die Zeit stillzustehen scheint. Nach Tanzengagements am renommierten Nederlands Dans Theater (NDT) 1 & 2 sowie der Batsheva Dance Company startete das junge Duo van Opstal am NDT bereits 2016 eine vielversprechende choreografische Karriere. Mittlerweile kreieren sie regelmäßig für das niederländische Traditionshaus und darüber hinaus in ganz Europa.

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Choreografie Imre & Marne van Opstal

Bühne & Licht Tom Visser

Dramaturgie Lucas Herrmann

Musikalische Einstudierung: Daniel Lett

Tänzer:innen: Ramon John, Peng Chen, Masayoshi Katori, Luke Watson, Sayaka Kado, Mei-Yun Lu, Bridget Lee, Daniela Castro Hechavarría, Anthony Michael Pucci, Marcos Novais, Enzo Boffa, Benjamin Wilson, Alessio Pirrone

Uraufführung Darmstadt – 17.09.2022, 19.30 Uhr
Staatstheater Darmstadt, Großes Haus

Premiere Wiesbaden – 28.10.2022, 19.30 Uhr 
Staatstheater Wiesbaden, Großes Haus

Trailer: De-Da Productions

Midnight Raga

In der Regel steht bei Ausnahmechoreograf Marco Goecke die Musik nicht am Anfang seiner Arbeit. In seinem Duett Midnight Raga, dessen Titel sich auf die klassische indische Musik bezieht, ist es anders: Die Musik von Ravi Shankar bildet den Ausgangspunkt. Trotz der Inspiration am Orientalisch-Indischen, das sich auch in den schweren blauen Seidenstoffen der Kostüme widerspiegelt, bleibt Goeckes ureigene, nervöse Bewegungssprache unverkennbar. Nach der Uraufführung 2017 am Nederlands Dans Theater (NDT 2) erfährt die für die beiden Tänzer maßgeschneiderte Choreografie in der Wiedereinstudierung am Hessischen Staatsballett eine weitere Verkörperung.

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Musik: Ravi Shankar/Etta James

Kostüm: Marco Goecke / Nadja Kadel

Trailer: De-Da Productions

The Mass Ornament

In The Mass Ornament reflektiert der spanische Choreograf Fran Díaz schließlich einen Aspekt aus Siegfried Kracauers 1963 erschienenen Essayband „Das Ornament der Masse“. Der Philosoph im Umfeld der Frankfurter Schule beschreibt am Beispiel der Revuetruppe Tiller Girls aus den 1920er Jahren die Rationalisierung von Körpern als sozialökonomischem Ausdruck der Massenproduktion. Díaz übersetzt diesen Gedanken in die heutige Zeit und nutzt choreografisch ein breites Spektrum an Formationen. Zur unerbittlichen Musik von Henryk Góreckis Concerto for Harpsichord and String Orchestra Op. 40 und einer zusätzlichen Komposition von Tom Foskett-Barnes gliedert Díaz sein Stück in drei Abschnitte. Präzision, Bewusstheit und Verausgabung charakterisieren in der Choreografie das Selbstopfer für das Ganze. Bei allem Konformitätswahn bleibt ein Kuss da manchmal eine letzte Bastion der Menschlichkeit.

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Choreografie, Bühne und Kostüm Fran Díaz

Licht Tanja Rühl

Inspizienz: Uwe Fischer

Trailer De-Da Productions

Die weiten, wogenden Wellen des Ozeans sind eine Metapher für Transformation und Kontinuität. Inspiriert von dem 2014 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Musikstück „Become Ocean“ von John Luther Adams beschwört das choreografische Duo LEE\VAKULYA in ihrer gleichnamigen Neukreation für das Hessische Staatsballett die unaufhaltsame Bewegung der Gezeiten herauf.

LEE\VAKULYA sind die taiwanesische Tänzerin und Choreografin Chen-Wei Lee und der ungarische Tänzer und Choreograf Zoltán Vakulya. Das in Brüssel ansässige Duo arbeitet seit 2016 zusammen und gehört zu den aufstrebenden Stimmen in der zeitgenössischen Tanzwelt. Beim Hessischen Staatsballett liefen als Gastspiele 2022 ihr gefeiertes Duett „Together Alone“ in den Kammerspielen und 2023 in Wiesbaden die Deutschland-Premiere von „Burnt [the eternal long now]“ im Rahmen des Tanzfestivals Rhein-Main.

 

Digitales Programmheft

 

„Become Ocean“ ist eine gemeinsame Auftragsarbeit mit dem National Theater and Concert Hall in Taipeh, Taiwan.

Es spielt das Staatsorchester Darmstadt.

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Bilder

(c) Andreas Etter _ Ramon John, Sayaka Kado
(c) Andreas Etter _ Sayaka Kado, Masayoshi Katori, Benjamin Wilson
(c) Andreas Etter _ Anthony Michael Pucci, Bridget Lee
(c) Andreas Etter _ Anthony Michael Pucci
(c) Andreas Etter _ Sayaka Kado, Bejamin Wilson
(c) Andreas Etter
(c) Andreas Etter _ Ensemble Hessisches Staatsballett

Credits

Choreografie LEE\VAKULYA, in Zusammenarbeit mit den Tänzer:innen
Musik John Luther Adams
Sounddesign Prolog Fanny Thollot
Musikalische Leitung Darmstadt Nicolas Kierdorf
Musikalische Leitung Wiesbaden Alejandro Jassán
Bühnenbild Yoko Seyama
Lichtdesign Joanne Shyue
Kostümbild Damur Huang
Probenleitung Luc Jacobs
Dramaturgie Lucas Herrmann

Mit Dank an Daniel Zrínyi

Fotos: (c) Andreas Etter

Video: (c) De-Da Productions

Making Of

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Video: De-Da Productions

Pressestimmen

Wie Seegras, angewachsen, von einer Strömung sanft bewegt, sind die zwölf Tänzerinnen und Tänzer des Hessischen Staatsballetts zu Beginn für längere Zeit (…)

Frankfurter Rundschau

Die Uraufführung in Darmstadt (…) geriet zum umjubelten Event.

tanznetz

Das Hessische Staatsballett bringt mit „Become Ocean“ in Darmstadt eine hinreißend ozeanische Musik des Komponisten John Luther Adams zur Geltung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Cantos des polnischen Choreografen Maciej Kuźmiński ist eine Neukreation zur Musik von Simeon ten Holts minimalistischem Meisterwerk Canto Ostinato. Die zwischen 1976 und 1979 entwickelte Komposition des Niederländers ten Holt ist einzigartig durch seine offene Struktur, die den Interpret:innen große Freiheiten in Bezug auf Dauer, Dynamik und Instrumentierung lässt. Cantos entfaltet sich als ein surreales Tableau — ein verzerrter Spiegel menschlicher Torheit und Unachtsamkeit, inspiriert von den beißenden Visionen aus Francisco de Goyas Sprichwörtern (Los Proverbios) und Torheiten (Los Disparates) sowie den spielerischen Provokationen Marcel Duchamps. Vor dem Hintergrund eines vergrößerten Marmorbodens, der die Darstellenden wie Miniaturen erscheinen lässt, entsteht ein zerbrechliches „kleines Weltbild“, in dem das Vertraute unheimlich wirkt und archetypische Gesten das Fremdartige unserer eigenen Wirklichkeit widerspiegeln. Indem es den Surrealismus der Welt aufgreift, in der wir leben — zerrissen von Kriegen, Widersprüchen und Absurditäten — bewegt sich das Werk zwischen Humor, Spannung und gespenstischer Schönheit, verstärkt durch die Präsenz von live spielenden Pianist:innen. Kuźmiński, der vielfach mit seinem langjährigen Dramaturgen Paul Bargetto zusammenarbeitet, zeigte zuletzt deren emotionale Kreation Every Minute Motherland beim Tanzfestival Rhein- Main im Jahr 2024.

Digitales Programmheft

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The Making Of – Trailer

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Bilder

(c) Sinah Osner

Credits

Choreografie, Konzept & Inszenierung Maciej Kuźmiński
Bühne & Kostüme Gabriela Neubauer
Licht Steffen Hilbricht, Maciej Kuźmiński
Konzept & Produktionsdramaturgie Paul Bargetto
Musikalische Einstudierung Waldemar Martynel
Live-Piano Waldemar Martynel, Igor Palmov
Choreografische Assistenz Ayaka Kamei
Kostümassistenz Annika Kuchnowski
Probenleitung Allison Brown
Mitarbeit Dramaturgie Lucas Herrmann

Maciej Kuźmiński

 

Geboren 1985 in Polen, wurde Maciej Kuźmiński Zeuge zweier bedeutender Umbrüche – dem globalen Übergang von der analogen zur digitalen Welt sowie Polens Transformation von einem kommunistischen zu einem demokratischen Staat. Als „Kind einer sich wandelnden Welt“ erforscht Kuźmiński in seinen choreografischen Arbeiten Themen wie flüssige Identität, das Absolute in der Spiritualität und das menschliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Seine tief existenziellen und philosophischen Werke gelten als zeitgenössische Fortführung der polnischen Tradition des dramatischen Theaters.

Mit über 30 internationalen Auszeichnungen bilden Kuźmińskis freie Produktionen das Repertoire der Maciej Kuźmiński Company. Als Gastchoreograf schuf er abendfüllende Werke für renommierte Kompanien wie das Staatstheater Kassel, das Polnische Tanztheater und das Landestheater Linz, sowie zahlreiche kürzere Stücke u. a. für das Scapino Ballet Rotterdam und das Theater Osnabrück. Seit 2014 tourte er durch 23 Länder und erhielt Anerkennung für seine klare, kraftvolle und dynamische Bewegungssprache.

Seit 2009 entwickelt Kuźmiński die Methode Dynamic Phrasing – ein eigenes Konzept für Bewegung und Komposition. Es fördert eine Art „sanfte Kraft“, die sich aus der Schwerkraft speist, und erweitert das verkörperte Wissen von Tänzer:innen hin zu einem dynamischen Bewegungsspektrum. Die Methode wird an Hochschulen wie Codarts, ArtEZ oder PERA GAU, auf Festivals wie b12 und für Kompanien weltweit unterrichtet. Im Jahr 2022 wurde das internationale Zertifizierungsprogramm für Dynamic Phrasing-Lehrkräfte ins Leben gerufen. Heute lebt Kuźmiński in Rotterdam und ist als erster in Polen geborener Absolvent von Trinity Laban (London) sowie als Gründer und Leiter des ersten Polnischen Tanznetzwerks bekannt.

 

Pressestimmen

„Zwischen Goya-Groteske und spielerischer Setzung zieht der Abend das Publikum in einen Sog aus Wiederholung, Maskenspiel und kühler Präzision – atmosphärisch stark.“

– Die Deutsche Bühne 

Der Rausch, in den man hineingezogen wird… hätte noch eine Zeit lang weiterplätschern können.

– Frankfurt Neue Presse 

Bilder voll Poesie… feinschnurrende Rädchen wie in einer Spieluhr.

Cantos, ein großartiges Tanzstück von Maciej Kuźmiński beim Hessischen Staatsballett.

– Frankfurter Rundschau 

Eine fast schon beängstigende Roboter-Präzision… fesselnd virtuose, perfekt koordinierte Tanzkunst.

– Wiesbadener Kurier