TURN ist eine Aufforderung zum Tanz in düsteren Zeiten: Johann Strauss lebte und arbeitete in einer turbulenten
Zeit des gesellschaftlichen Wandels. Er wurde Zeuge politischer Unruhen und sozialer Mobilität, von Revolution und der Umgestaltung der europäischen Gesellschaft, die 200 Jahre später ebenso weit entfernt wie vertraut erscheint. Das Strauss-Jubiläumsjahr zum Anlass nehmend machen sich Gob Squad in einer raumgreifenden Performance auf die erweiterte Suche nach einer alternativen Gesellschaft, die sich vom Individuum bis hin zur kosmischen Rotation der Planeten ausdehnt.

TURN ist eine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ethan Braun und dem Solistenensemble Kaleidoskop und allen, die aktiv teilhaben oder zuschauen möchten. Die Produktion empfiehlt einen lockeren Dresscode: Jeanskleidung!

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit freundlicher Unterstützung des theaterhaus berlin.
Gob Squad werden von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin institutionell gefördert.

 

Uraufführung von Gob Squad in Koproduktion vom Burgtheater Wien, der Volksbühne Berlin und dem Hessischen Staastheater Wiesbaden – anlässlich des Johann-Strauss-Jahres 2025
Empfehlung ab: 12+ Jahren
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
Sprache: in deutscher und englischer Sprache
(c) TommyHetzel

Credits

Komposition, musikalische Leitung & Piano: Ethan Braun
Konzept, Entwicklung & Performance: Gob Squad
Sounddesign: Julio Zúñiga
Videodesign: Miles Chalcraft
Video: Benjamin Hartlöhner
Bühne: Gob Squad/Albertine Mietusch
Kostüme: Ingken Benesch/Sarah Thom
Lichtdesign & technische Leitung: Chris Umney
Künstlerische Mitarbeit: Mica Heilmann
Dramaturgie: Christina Runge/Johanna Höhmann
Produktionsleitung: Christina Runge
Dramaturgieassistenz: Leonie Jenning
Kostümassistenz: Djuna Reiner
Company Management: Heleen De Boever/Caroline Gentz/Talea Schuré/Grischa Schwiegk

Stell dir vor, ein einziges Blatt Papier wird plötzlich lebendig. Erst ist es ganz still, glatt und weiß – doch mit einem kleinen Knick und einem Schwung verwandelt es sich in einen hüpfenden Frosch, eine leuchtende Blume oder sogar in einen riesigen Wal, der durch den Raum gleitet. Genau dieser Zauber entsteht in Club Origami, einer verspielten Tanzperformance, die ganz ohne Worte auskommt und dafür umso mehr Raum lässt für Staunen.

Schon zu Beginn sind die Zuschauenden nicht nur dabei, sondern mittendrin: Gemeinsam mit den Performenden falten sie ihre eigenen Papierwesen. Aus diesen Kunstwerken wächst auf der Bühne eine Geschichte heran – begleitet wird die Reise mit Live-Musik und lädt das Publikum ein, die Magie der Verwandlung hautnah zu erleben.

Dauer: ca. 40 Minuten
Sprache: keine Sprachkenntnisse erforderlich

Credits

Konzept: Takeshi Matsumoto
Kreiert von: Makiko Aoyama/Robert Howat/Takeshi Matsumoto
Musik: Robert Howat
Dramaturgie: Lou Cope
Mentoring: Rosie Heafford
Bühnenbild & Licht-Design: Ben Pacey
Touring Technician & Tour Re-light Design: Andy Finn
Kostümdesign: Giulia Scrimieri

In einem Universum aus häuslichen Fallen und ineinandergreifenden Geschichten beobachtet People Watching in
ihrem Erstlingswerk „Play Dead“ die schönen, verdrehten und lächerlichen Facetten des menschlichen Verhaltens. Durch
seine dynamische Körperlichkeit und die visuelle Erzählung stellt das Stück eine surrealistische Chronik des Vertrauten
dar. Anstatt sich langweiligen Routinen hinzugeben, findet „Play Dead“ das Wunderbare im Alltäglichen und feiert
das Leben mit einem starken Wunsch nach Verbundenheit und Intimität, wie Leute, die verzweifelt zum letzten Song
tanzen, bevor die Party vorbei ist. People Watching ist ein seit 2020 in Montréal ansässiges Kollektiv an der Schnitt-
stelle von zeitgenössischem Zirkus, Tanz und physischem Theater, dessen sechs Künstler*innen individuell u. a. für
Kompanien wie Les 7 Doigts, Circa, Cirque du Soleil und am Broadway gearbeitet haben.

Gefördert durch: Conseil des arts et des lettres du Québec, Canada Council for the Arts, Conseil des arts de Montréal

Unterstützt von: Les 7 Doigts, White Wall Studio, Patro Villeray, Phantom Theater

Empfohlen ab: 10+ Jahren
Dauer: ca. 1Stunde 10 Minuten, keine Pause
(c) Alexander Galliez
(c) Melika Dez
(c) JF SAVARIA
(c) Lukas Schramm

Credits

Künstlerische Leitung & Performance: Ruben Ingwersen/Jérémi Levesque/Natasha Patterson/Brin Schoellkopf/Jarrod Takle/Sabine Van Rensburg
Solistenensemble Kaleidoskop: Mia Bodet/Yodfat Miron/Sophie Notte
Sounddesign: Colin Gagné/Francisco Cruz/Stefan Boucher/Olivier Landry-Gagnon
Lichtdesign: Emile Lafortune
Kostüme: Camille Thibault-Bédard/Catherine Veri/Jonathan Saucier/Paul Rose
Tischler: Alastair Davies
Dramaturgische Assistenz: Peter James/Isabelle Chasse/Gypsy Snider
Produktion & Tourmanagement: Léah Wolff

Die vielfach ausgezeichnete südafrikanische Choreografin Dada Masilo, bekannt für ihre kraftvollen Neuinterpretationen klassischer Werke wie „Schwanensee“, „Giselle“ und „Le Sacre du Printemps“, hat Shakespeares Tragödie als einstündiges Tanztheaterstück neu gedacht. Aus der Perspektive der jungen Ophelia ist das Publikum eingeladen, den Ursachen ihres endgültigen Verzweifelns nachzuspüren. Masilos Interpretation untersucht Misogynie und Manipulation und versucht, Ophelias Wahnsinn begreifbar zu machen. Mit Bezügen zu klassischem Ballett, afrikanischem Tanz und historischen Tanzformen, basiert das Werk auf einer Originalkomposition von Thuthuka Sibisi sowie Musik von Ann Masina (Gesang), Leroy Mapholo (Violine) und Mpho Mothiba (Perkussion). „Hamlet“ feierte seine Premiere im Juli 2024 bei ImPulsTanz in Wien und wurde seitdem weltweit gezeigt. Kurz nach der Premiere verstarb Masilo überraschend im Dezember 2024. Das Stück tourt im Rahmen der Internationalen Maifestspiele zum letzten Mal.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Joburg Ballet und Moving Into Dance.

Tanzstück nach William Shakespeare
Koproduziert von Sadler’s Well, London.
12+
Dauer: ca. 1 Stunde, keine Pause
Sprache: in englischer Sprache
(c) Lauge Sorensen

Credits

Choreografie: Dada Masilo

Musikkomposition & musikalische Leitung: Thuthuka Sibisi/Leroy Mapholo/Ann Masina/Mpho Mothiba

Schauspieltraining: Dorothy Ann Gould

Kostümkonzept: Dada Masilo/Suzette le Sueur

Kostümanfertigung: Tailor Me/We Two/Rose Maille

Licht: Suzette le Sueur

Sound: Tebogo Moloto

Produktion: Khameleon Kreatives

„Les Saisons“ des Malandain Ballet Biarritz unter der künstlerischen Leitung von Thierry Malandain vereint musikalisch die berühmten „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi mit den weniger bekannten „Le Quattro Stagioni dell’anno“ („Die vier Jahreszeiten des Jahres“) seines Zeitgenossen und Landsmanns Giovanni Antonio Guido. Im Zeichen der Zahl Vier – Sinnbild für Schöpfung, Balance und Harmonie – treffen die Formen des Barocktanzes („belle danse“) und eine natürlichere, menschlichere Bewegungssprache aufeinander. Zwischen Ordnung und einem aus dem Gleichgewicht geratenen Lebensrad entfaltet sich eine poetische Fantasie: Vor dem Hintergrund schwarzer, bis zum Horizont verstreuter Blütenblätter beklagen geflügelte Wesen den Verlust von Geist und Klarheit.

Choreografie von Thierry Malandain
Haupt-Koproduzent:
Château de Versailles Spectacles – Opéra Royal du Château de Versailles
Orchestre de l’Opéra Royal de Versailles
8+
2023/10/30 Pré-Générale les "SAISONS" GDM JPG ©Olivier Houeix

Credits

Choreografie: Thierry Malandain

Musik: Antonio Vivaldi/Giovanni Antonio Guido

Bühne und Kostüme: Jorge Gallardo

Licht: François Menou

Kostümfertigung: Frédéric Vadé

Requisiten: Annie Onchalo

Ballettmeister: Richard Coudray/Giuseppe Chiavaro/Frederik Deberdt