Mit „Möbius“, ihrer fünften Produktion, erweitert Compagnie XY die Grenzen der Akrobatik und lässt sich von Naturphänomenen wie den faszinierenden Formationen von Vogelschwärmen inspirieren. Wie bei den synchronen Bewegungen von Staren entsteht eine dichte, fließende Choreografie, in der viele Körper wie ein einziger Organismus agieren.
Im Zentrum steht die Idee eines kontinuierlichen Bewegungsflusses – eines „Kontinuums“, in dem sich Situationen ständig verwandeln, ohne Gegensätze zu erzeugen. In einem offenen, weißen Raum entfaltet sich die Aktion wie eine Kettenreaktion: ein lebendiges Gefüge aus Energie, Wahrnehmung und gegenseitiger Reaktion.
Die Zusammenarbeit mit dem Choreografen Rachid Ouramdane bringt eine zusätzliche künstlerische Perspektive in die Arbeit ein und vertieft die Verbindung von Bewegung, Raum und Bedeutung.
„Möbius“ ist eine poetische Hommage an das Lebendige – und erinnert daran, dass gemeinsames Handeln die Grundlage für Entwicklung, Erneuerung und kreative Zukunft ist.
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Compagnie XY ist ein internationales Akrobatik-Kollektiv, das seit über 20 Jahren die künstlerische Sprache der Akrobatik erforscht. Im Zentrum steht die Arbeit im großen Ensemble, um Fragen nach Gemeinschaft, Individualität und kollektiver Bewegung sichtbar zu machen.
In einem nicht-hierarchischen, kollaborativen Prozess entstehen großformatige Produktionen für Theater und öffentliche Räume, die durch physische Präzision, poetische Bilder und die Kraft des Kollektivs geprägt sind.
Mit weltweit über 1000 Aufführungen hat die Compagnie eine einzigartige Handschrift entwickelt und zählt heute rund 50 Akrobat:innen.
Fest verwurzelt in Darmstadt, zuhause in der Welt: Aus einem Klassenprojekt in der Waldorfschule ist einer der größten Kind- und Jugendcircusse Deutschlands gewachsen. Wöchentlich bewegt der Circus Waldoni ca. 650 Kinder und Jugendliche.
Der Circus Waldoni bietet Mitmachcircus für alle Interessierten an. Ob Jonglage mit Tüchern, Bällen, Tellern oder Diabolos, Balance, Akrobatik oder erste Versuche am Trapez, Groß und Klein dürfen sich an vielen Circusdisziplinen unverbindlich und ohne Vorkenntnisse ausprobieren


Artistinnen und Artisten aus dem Varieté des Circus Waldoni laden das Publikum in seiner Open Air Show ein, Perspektiven zu wechseln und für einen Moment die Vernunft gegen Fantasie zu tauschen. Kostüme, Musik und Choreografie wurden von den Jugendlichen selbst erarbeitet und durch ein professionelles Trainerteam unterstützend begleitet. Inspiriert durch die bunte Welt des Jahrmarkts entsteht ein mitreißendes Programm voller Poesie und Leichtigkeit.
Freuen Sie sich auf atemberaubende Luftartistik, meisterhafte Jonglage und faszinierende Akrobatik einer neuen Generation circusbegeisterter „Waldonistas“.
Zum Besuch der Vorstellung benötigen Sie eine kostenfreie Zählkarte.
In ha_ha_ha hi! versucht ein mittelmäßiger Komiker, einen Witz mit lebensverändernder Wirkung zu erzählen.
Doch ihm fehlen die richtigen Worte – oder schlicht die passende Mikrofoneinstellung für den großen Durchbruch.
Während er mit seinen Unzulänglichkeiten ringt, wendet er sich dem Absurden zu und nutzt jedes ihm zur Verfügung stehende Mittel, um Momente komischer Torheit zu erschaffen.
Die Solo-Performance ha ha ha hi! verbindet Tanz, Zirkus, Physical Comedy und Objektmanipulation.
Sie feiert die Kunst des Witzemachens, heitere Albernheit, rohen Humor, komisches Chaos und die Schönheit einer glücklichen Zwecklosigkeit. Das Publikum wird eingeladen in eine Welt, in der Minimalismus auf Exzentrik trifft und spielerische Narrheit plötzlich tiefgründig wird.
Mit seiner neuesten Soloarbeit setzt Felix Baumann seine Auseinandersetzung mit dem Thema „BODY, COMIC & MATERIAL“ fort und widmet sich dem Humor als choreografischem, ästhetischem und politischem Werkzeug kultureller Praxis.
Dauer: ca. 45 Min.
Sprache: Non-verbal / Englisch oder Übersetzung in DE
Altersempfehlung: Ab 6+ Jahren
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Konzept, Choreografie, Regie, Performance: Felix Baumann
Outside Eye: Nicole Nigro, Raúl Vargas Torres, Kysy Fischer
Bühnenbild: Carl Nitnelav
Musikdesign: Felix Baumann
Lichtdesign: Andreas Salesman
Video: Alicja Hoppel
Produktion: Von B bis Z
Partner:
LOFFT – DAS THEATER Leipzig, English Theatre Berlin | International Performing Arts Centre,
Kulturräume GmbH Berlin, Chamäleon Berlin, Katapult Berlin, Tollhaus Karlsruhe
Die dem Projekt zugrunde liegende Recherche wurde vom Fonds Darstellende Künste mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
Die Produktion wurde strukturell in Form von Residenzräumen durch folgende Produktionshäuser und Organisationen unterstützt: LOFFT – DAS THEATER Leipzig, English Theatre Berlin | IPAC, Kulturräume GmbH Berlin, Chamäleon Berlin, Katapult Berlin und Tollhaus Karlsruhe.
Felix Baumann lebt in Berlin und arbeitet international als Regisseur und Performer an der Schnittstelle von zeitgenössischem Zirkus, Physical Theatre, Comedy und visueller Kunst.
Seine künstlerische Praxis verbindet körperliche Forschung mit Humor und materieller Experimentierfreude und untersucht Prozesse der (De-)Konstruktion, neue Materialitäten sowie die Beziehung zwischen Körper, Objekt und Raum.
Humor fungiert dabei als choreografisches und dramaturgisches Werkzeug, um sich mit zeitgenössischen Themen, Metaphern und den Absurditäten des Alltags auseinanderzusetzen.
Nach seinem Masterabschluss in Physical Theatre an der Accademia Teatro Dimitri (CH) sowie mehreren Jahren Zusammenarbeit mit Continuo Theatre (CZ) gründete er die Kompanie Von B bis Z und realisiert seitdem internationale Projekte in ganz Europa.
Zu seinen abendfüllenden Arbeiten zählen:
The WARdrobe (2019), How Things Go (2020), Seismic (2022) und ha ha ha hi! (2025),
sowie Forschungsformate und Laborreihen wie Künste im Dialog (2022),
Ha ha ha – Humor als Medium kultureller Praxis, Kritik und Katharsis (2024–2025),
Körper–Humor–Material (2025) und das Festivalformat Fest of Fools (2024–2025).
Baumanns Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit Produktionshäusern und auf Festivals in ganz Europa gezeigt, darunter
LOFFT – DAS THEATER Leipzig (DE), ufaFabrik Berlin (DE), English Theatre Berlin (DE),
E-Werk Freiburg (DE), Zeit für Zirkus (DE), Prague Quadrennial (CZ),
29th Czech Dance Platform Prague (CZ), Les SUBS Lyon (FR),
Biennale de la danse Lyon (FR), City of Wings Ypres (BEL),
Passage Festival (DNK), Malmö Festivalen (SWE),
SPRAOI Festival (IRL) und Black Box Teater Oslo (NOR).
Zwischen 2021 und 2025 wurden seine Projekte von bedeutenden nationalen und internationalen Förderinstitutionen unterstützt, darunter der Fonds Darstellende Künste, das Nationale Performance Netz, der Dachverband Tanz, das Goethe-Institut, die Swiss Federal Excellence Scholarships (ESKAS) sowie der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds.
Webseite: https://baumannfelix.com/ha-ha-ha-hi
Jeder ist ein Meister in etwas.
Blinzeln, schreiten, springen, balancieren, sich drehen, fliegen.
Dies ist eine Ode an die unzähligen Stunden, die nötig sind, um Großes zu erreichen.
Eine Hommage an die Hingabe, die es braucht, um unsere körperlichen Ziele zu verwirklichen.
Eine Würdigung der Geschichte hinter dem Können, die oft spektakulärer ist als das fertige Ergebnis.
Acht Weltklasse-Akrobat*innen erforschen körperliche Fähigkeiten:
wie wir sie erlangen, wie wir sie perfektionieren
und wie sie unser Leben verändern können.
Indem sie die feinen Nuancen hochklassiger Akrobatik sichtbar machen,
erleben die Zuschauer*innen eine neue Wertschätzung
für die unzähligen Stunden, die hinter den gezeigten Fähigkeiten stehen.
Dies ist ein Liebesbrief an unsere Körper
und an die erstaunlichen Dinge, die sie uns jeden Tag ermöglichen.
Dies ist eine Einladung, uns bei der Arbeit zuzusehen.
Dauer: ca. 60 Minuten
Altersempfehlung: Ab 4+ Jahren
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Konzept und Kreation:
Regie: Lachlan Binns
Assistenzregie: Darcy Grant
Bühnen- & Lichtdesign: Chris Petredis
Assistenz Design: Max Mackenzie
Komposition: Nick Martin, Shenzo Gregorio
Kostümdesign: Olivia Zanchetta
Produktionsleitung: Martin Schreiber
Creative Producer: Jascha Boyce
Ensemble: Lachlan Harper, Annalise Moore, Alyssa Moore, Jacob Randell, Angus McKean, Axel Osborne, Chase Levy, Lyndon Johnson, Shani Stephens
“Once again gravity and other myths bring shock, awe, and delight.”
– Glam Adelaide ★★★★★
“Jaw-dropping”
– The AU review ★★★★★
“Regular gasps and squeals of disbelief from the audience members behind me, and spontaneous applause from the audience throughout, reassure me that it is not just me who thinks some of the skills on display are unbelievable. This is an almost mind blowing level of skill on display and what can be achieved with a dedicated pursuit of perfection.”
– The Clothesline ★★★★★
“The performance is a showcase of this company’s talent that extends way beyond acrobatics, into visual storytelling, movement, and contemporary dance.”
– Stage Whispers ★★★★★
“I would give this 10 stars if I could. An absolutely mind blowing show from this home grown Adelaide company.”
– Kids In Adelaide ★★★★★
Wir sind eine Zirkuskompanie mit Wurzeln in Adelaide, Australien.
Mit einem ehrlichen Ansatz in der Performance entwickeln wir Arbeiten, die den Fokus auf menschliche Verbindung und akrobatische Virtuosität legen.
Auf diese Weise streben wir danach, ein herausragendes und vielfältiges künstlerisches Programm zu gestalten.
Seit unserer Gründung im Jahr 2009 als Gruppe junger Künstler*innen aus Adelaide mit einer Leidenschaft für Zirkus und Physical Theatre haben wir uns kontinuierlich weiterentwickelt
und in den vergangenen 13 Jahren sechs von der Kritik gefeierte Bühnenproduktionen geschaffen.
Unsere Arbeiten zielen darauf ab, menschliche Verbindung zu stärken und zugleich das Genre Zirkus durch konzeptionelle Raffinesse und akrobatische Virtuosität herauszufordern.
Wir verfolgen einen ehrlichen Ansatz in der Performance und machen die Vielschichtigkeit des Menschseins durch Authentizität, Humor und körperliche Ausdruckskraft sichtbar.
Unser überwiegend ensemblebasierter künstlerischer Prozess ermutigt unsere Künstler*innen, sich intensiv mit der Arbeit auseinanderzusetzen, die sie verkörpern, und ermöglicht eine echte Identifikation sowie ein tiefes Engagement für die zentralen Werte der Kompanie.
Als eine der führenden Stimmen des zeitgenössischen Zirkus in Australien sehen wir es als unsere Verantwortung, die Kunstform Zirkus kontinuierlich weiter herauszufordern und weiterzuentwickeln.

Im Februar steht in Wiesbaden das Duett als tänzerisches Ausdrucksmittel im Zentrum des Dreifachabends Zwischen uns: Drei Geschichten.
Der indische Choreograf Mihir Grover erforscht in die Komplexität menschlicher Beziehungen. Das Stück entfaltet sich – gemäß seinem Titel, der sich auf das Hindi-Wort „Rafu“ („flicken“, „ausbessern“) bezieht – als eine Reise des ständigen Reparierens, Bauens und Wiederaufbauens; ein Versuch, die Verbindung zwischen zwei Menschen zu stärken und zu bewahren. Die Tanzperformance stellt dabei die Frage, warum wir uns den Rissen in unseren Beziehungen oft erst dann zuwenden, wenn sie kurz vor dem Zerbrechen stehen.
SOMEBODY des israelischen Choreografen Gil Kerer beschäftigt sich mit Kontaktaufnahme und körperlicher Verletzlichkeit im gegenseitigen Haltgeben. Das Stück untersucht Tanzen als Möglichkeit, sich einander anzunähern, Vertrauen aufzubauen und eine physische Verbindung entstehen zu lassen. Mit Sophie Hauernheim steht eine Tänzerin auf der Bühne, die sich trotz der Diagnose einer inkompletten Querschnittslähmung während ihrer Ausbildung an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden bewusst für ein Leben mit dem Tanz entschieden hat.
MEGASTRUCTURE schließlich verfolgt mit Neugier den Weg zweier Körper in ständiger Verbindung. Das Duett des renommierten luxemburgischen Duos Sarah Baltzinger & Isaiah Wilson ist wie ein Puzzle angelegt, dessen Teile immer wieder zerlegt, neu zusammengesetzt, erprobt und weiterentwickelt werden. Ohne Musik oder andere Ablenkungen entsteht allein aus der natürlichen Musikalität ihrer Körper eine dichte, fesselnde Performance, die zum intensiven Eintauchen einlädt. MEGASTRUCTURE war bereits 2024 im Rahmen von Spring Forward des europäischen Tanznetzwerks aerowaves in Wiesbaden sehr erfolgreich zu sehen und kehrt nun ins Kleine Haus zurück.
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
13. & 14. Februar
SOMEBODY
Choreografie Gil Kerer in Kooperation mit den Tänzer:innen Sophie Hauenherm und Christian Senatore
Tanz Sophie Hauenherm und Gil Kerer
Bühne und Kostüme Nora Johanna Gromer
Choreografische Assistenz Mar Rodríguez Valverde
Video und Fotos Leon Bernhofer
Musik Johanna Bramli und Ed Chivers
RAFU
Choreografie Mihir Grover
Schauspiel und Dramaturgie Lisa Wolfert
Tanz Virendra Nishad und Adèle Roulmann
MEGASTRUCTURE
Konzept, Choreografie und Performance Sarah Baltzinger & Isaiah Wilson
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Konzept und Choreografie: Armin Hokmi
Tanz und Performance: Daniel Sarr, Luisa Fernanda Alfonso, Aleksandra Petrushevska, Efthimios Moschopoulos, Johanna Ryynänen, Emmi Venna, Charlott Madeleine Utzig, im Wechsel mit Xenia Koghilaki
Musik: EHSXN, Reza R
Lichtdesign: Vito Walter
Szenografie und Lichtkonzept: Felipe Osorio Guzmán
Entstanden im Dialog mit: Emmi Venna
Kostüme: Moriah Askenaizer
Überarbeitung der Kostüme: Katharina Fritz
Beratung und Archivrecherche zum Shiraz Arts Festival (1966–1977): Vali Mahlouji
Koproduktion: Festival Montpellier Danse 2024, Rosendal Teater (Trondheim), Dansehallerne (Kopenhagen), Black Box teater (Oslo), Tanzfabrik (Berlin)
Gefördert von: Arts Council Norway, Nordic Culture Fund, FFUK, Nordic Culture Point
Residenzförderung: Montpellier Danse, Tanzfabrik (Berlin), Lake Studios (Berlin), Uferstudios (Berlin), DAVVI Center for Performing Arts Hammerfest
Forschungsphase gefördert durch: Dis-Tanzen
Danke an: Anne-Cécile Sibué, Rasmus Jensen, Diletta Sperman, Ellen Söderhult, Theatre Haus Berlin

Armin Hokmi arbeitet mit Tanz und Choreografie. Er begann 2009 als Performer im unabhängigen Theater im Iran und setzte seine Arbeit und Ausbildung später im Ausland fort, wo er Erfahrungen mit verschiedenen performativen Praktiken und Medien sammelte. Er hat einen B.A. in Schauspiel von der Norwegian Theatre Academy (2015–2018) und erwarb seinen M.A. in Solo/Dance/Authorship am HZT Berlin (2019–2021).
Armins Tanz- und Bewegungssprache entsteht im Zusammenspiel zwischen einer Vertrautheit mit bekannten Formen und Praktiken, die sich einer Wiedererkennung entziehen. Er kultiviert einen Horizont, in dem unterschiedliche Möglichkeiten von Referentialität in Kontrast und Veränderung aufeinandertreffen – insbesondere im Hinblick auf Tänze, die vernachlässigt wurden und als historisch unbedeutend galten. Seine choreografische Praxis bewegt sich durch Zeit und Raum, richtet die Aufmerksamkeit immer wieder neu aus und erzeugt Wandel durch das fortwährende Entfalten des Tanzes in neue Bahnen. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Passages (2019), Public Dance, Permutable Stage (2021), International Dance (2022) und Shiraz (2024).
Als Tänzer und Performer arbeitete er unter anderem mit Künstler*innen wie Mette Ingvartsen, Kasper Ravnhøj, Hooman Sharifi und Phillip Zarrilli. Armin ist Associate Artist bei Montpellier Danse für den Zeitraum 2024–2026.
Zwischen 2026 und 2030 wird er sich auf drei Produktionen konzentrieren: Repertoire (Bazm), Troupe und Ensemble. Die Projekte beschäftigen sich mit Historizität und Formen von Kollektivität im Tanz.
„… a hypnotic atmosphere that points to a fragile, yet determined orientation towards the possibilities of the living arts. This is a self-critical work of love. „
– Inky Lee , Tanzschreiber
“He had said that he had full confidence in dance, and Armin Hokmi absolutely proves this through this experience that he has offered us, all together again. Yet another path to Beauty.“ Offshore Revue
“Armin Hokmi. The revelation of Montpellier Dans, it’s him” Noisette Philippe
„In this creation, the dance is de-gendered, blending male and female dancers in perfect harmony.“Cult.news
„The creation is a choreographic gem, a real work of art.“ Dansercanalhistorique.fr
„Armin Hokmi reveals the finesse of his choreographic writing on the occasion of his piece Shiraz.” Marie Reverdy
“A choreographic weave of great poetic finesse.”
-Thomas Hahn
Eine Reise durch den Prozess des Sterbens, des Sich-Verbindens und des Loslassens von
Matthew Tusa
Der Tod. Wir alle werden ihm begegnen. Können uns seiner sicher sein. Er ist unausweichlich –
und doch sprechen wir kaum über ihn. Wir schieben ihn beiseite, behandeln ihn als Tabuthema –
als etwas, das vermieden, hinausgezögert oder verleugnet wird. Doch was wäre, wenn man nur
noch kurze Zeit zu leben hätte?
In der Palliativmedizin werden Menschen mit dieser Wahrheit direkt konfrontiert. Dort ist Heilung
nicht mehr das Ziel. Der Fokus verlagert sich auf Schmerzlinderung, Fürsorge, Trost und Würde –
auf die Lebensqualität dieser letzten Lebensmomente.
Dieses Tanzstück widmet sich genau diesen Momenten: Inspiriert von den bewegenden
Geschichten auf der Palliativstation und den berührenden Einblicken, wie sich Menschen mithilfe
der Musiktherapie in ihren letzten Lebensphasen öffnen, taucht es tief in die vielschichtigen
Gefühlswelten ein. Ein „Lebenslicht“ am Abend.
„Das Leben ist angenehm. Der Tod ist friedlich. Der Übergang ist das Problem.“ – Isaac Asimov
Am 28.03. gibt es um 19:10 Uhr eine Einführung und nach der Vorstellung auch ein Nachgespräch mit den Künstlern.
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Choreografie: Matthew Tusa mit dem Ensemble
Tänzer:innen: Carlos Díaz, Paige Perry, delta RA’i, Verena Wilhelm
Musikerin: Sung-Eun Lee, Johannes Gutmann
Initiatorin und Wegebnerin: Grit Schade
Gefördert durch Dance Nexus e.V. und das Kulturamt Wiesbaden.
Mit herzlichem Dank an Karin Dietrich, Dr B.O. Maier, das Hinterbergwerk und an die Patient*innen der Palliativstation, deren persönliche Erfahrungen wir künstlerisch verarbeiten durften.

Seine Mission ist es, die Erfahrung des Tanzes zu vertiefen, indem er kraftvolle, emotionale Tanzstücke schafft, die ein breites Publikum unterhalten und ansprechen.
In Australien geboren, lebt Matthew seit 2005 in Wiesbaden. Nach einer 14-jährigen Karriere als Solotänzer bei renommierten Kompanien wie der Deutschen Oper am Rhein, dem Königlich Schwedischen Ballett, dem Ballet Madrid sowie mit dem Ballett des Hessischen Staatstheater Wiesbaden war er international für Opern- und Tanzkompanien in Österreich, Deutschland, den USA und seiner Heimat Australien als Choreograf tätig.
Seit 2018 gestaltet er zweimal im Jahr Tanzprojekte der freien Szene in Wiesbaden mit Unterstützung des Kulturamts Wiesbaden, oft in Zusammenarbeit mit der Gruppe LightArtDance. Er erhielt das “Projektstipendium Internationale Maifestspiele” 2021 und 2024 und verschiedene Förderungen u.a. ein “Brückenstipendium” der Hessische Kulturstiftung und “Distanz Solo” der Neustart Kultur/Dachverband Tanz.
www.matthewtusa.com

Carlos Díaz ist ein peruanischer Tänzer und Choreograf, der seit 2021 in Frankfurt am Main lebt. Er erhielt seine klassische Ballettausbildung an der Ellison Ballet School in New York City. Von 2015 bis 2020 tanzte Carlos Díaz beim Nationalballett von Peru in Lima. Seit seinem Umzug nach Frankfurt arbeitet er freischaffend und war unter anderem als Gasttänzer an der Oper Frankfurt, am Landestheater Detmold sowie am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert.
Als Choreograf präsentierte er eigene Arbeiten beim Sommerwerft-Festival, beim Frankfurt Tanzt Festival, bei Freier Tanz im Delta XIII & XIV (Mannheim) und beim DanceNexus Festival (Wiesbaden). Zudem zeigte er seine Stücke im Gallus Theater Frankfurt.

Paige Perry wurde in den USA geboren. Ihre Ballettausbildung bekam sie in Milwaukee, Wisconsin, ihr erstes Engagement war am Milwaukee Ballet. Nach einem zweijährigen Engagement am Hartford Ballet, wechselte sie ans Hamburg Ballett unter John Neumeier. Nach knapp 5 Jahren am Hamburg Ballett ging sie zurück in die USA, wo sie Ensemble-Mitglied am San Francisco Opera Ballet wurde. Zur gleichen Zeit wurde sie Gründungsmitglied der Lines Dance Company unter Alonso King.
Fünf Jahre später ( und nach der Geburt ihrer ersten zwei Kinder) siedelte sie wieder um nach Europa, wo sie zunächst als Solistin am Ulmer Ballett engagiert war. Später wechselte sie als Solotänzerin ans Staatstheater Wiesbaden.
Nach Beendigung ihre aktiven Tanzkarriere absolvierte Paige Perry eine Ausbildung zur Tanz-und Bühnenpädagogin an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, die sie mit einem Diplom abschloss.
Von 2000 bis 2022 leitete Paige Perry die Ballett Akademie Wiesbaden.

delta RA’i ist seit Ende der 70er Jahre als Performer, Tänzer, Choreograf, Art Director sowie Licht-, Bühnen- und SM-Künstler tätig.
Seit 1985 widmet er sich dem japanischen Butoh-Tanz und gründete 1988 in Berlin die erste deutsch-japanische Tanzkompanie: tatoeba-THÉÂTRE DANSE GROTESQUE (tatoeba.de) mit Minako Seki und Yumiko Yoshioka.
Seit 1995 kuratierte er zusammen mit Yumiko Yoshioka auch das internationale Butoh-Tanz-Austausch- & Performance-Festival eX…it! (exit.tatoeba.de), das bis 2019 alle 4 Jahre auf Schloss Bröllin/Deutschland stattfand.
1998 begann er, sich dem interaktiven Tanz im öffentlichen Raum mit rituellen Fußwaschungen (feetwash.de) zu widmen und lernte dadurch Felix Ruckert (felixruckert.de) kennen, mit dem er seit 2000 als Tänzer, Performer und Dozent zusammenarbeitet.
Seit 2019 arbeitet er zusammen mit seiner Liebespartnerin Julia an diversen Performances und Workshops rund um Körperlichkeit in Lust, Schmerz und Vergänglichkeit, Authentizität und Sexualität. Speziell dem Thema Sterben und Tod widmet er immer mehr, vor allem auch künstlerische Aufmerksamkeit, besonders seit er ab 2023 als ehrenamtlicher SterbeBegleiter in einem Hospiz arbeitet.

Verena Wilhelm ist freischaffende, zeitgenössische Tänzerin und Tanzpädagogin. Sie studierte Bühnentanz in Berlin und arbeitet seitdem mit verschiedenen Choreograph*innen der freien Szene, zudem war sie für mehrere Spielzeiten Gast am Schauspiel Stuttgart und dem NTM Mannheim. Sie ist Preisträgerin des renommierten International Solotanztheater Festivals Stuttgart, ihre eigenen Arbeiten wurden zudem u.a. von den Sophiesälen Berlin und dem LOFFT Leipzig eingeladen.
In den letzten Jahren legte sie ihren Fokus verstärkt auf den Bereich der Tanzvermittlung – zur Vertiefung absolvierte sie ein Masterstudium in Tanzpädagogik an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Seitdem bewegt sie sich konstant zwischen verschiedenen Tanzvermittlungskontexten und der kreativen Bühnenarbeit als Tänzerin, Choreographin und choreographischen Assistenz – und entdeckt dabei beständig neue, inspirierende Synergien.

Was bedeutet es, innerhalb der freien Szene in Wiesbaden und der umliegenden Region zu arbeiten und Stücke zu entwickeln?
Ich glaube, es gibt viele Möglichkeiten, in Wiesbaden und der umliegenden Region zu arbeiten und Stücke zu entwickeln. Wiesbaden ist seit 20 Jahren meine Heimat und ich nutze die Gelegenheiten, die hier entstehen. Ich bringe Menschen zusammen, drücke mich selbst aus, schaffe Stücke und versuche, die mir zur Verfügung stehenden Mittel voll auszuschöpfen.
Um das zu erreichen, ist Eigenantrieb wichtig. Es geht darum, Möglichkeiten zu eröffnen, in denen ich selbst entscheide, was und wie ich kreiere und gestalte. Das ist, wo ich als Wiesbadener Künstler stehe: die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen herauszuarbeiten und zu schaffen. Dies ist der organisatorischen und managementseitigen Seite geschuldet, die mir Auftrittsmöglichkeiten und Vorstellungen erlaubt, um meine eigenen Choreografien zu präsentieren.
Was war der Ausgangspunkt für dein Stück und gab es dabei besondere Herausforderungen?
Der Ausgangspunkt für „Lebenslicht“ war ein Treffen mit Song-Eun Lee, einer Musiktherapeutin auf den Palliativstationen in Wiesbaden und Mainz.
Als ich von ihrer Arbeit und dem Thema Palliativmedizin hörte, fand ich es sehr spannend. Das Thema an sich, den Tod und den Prozess des Sterbens hat unglaublich viel tiefe. Es hinterfragt unsere Einstellungen, unseren Glauben und unsere Bedürfnisse sowie unsere Herangehensweise an den Tod.
Das Thema war neu für mich, denn ich hatte mich bis dahin noch nicht wirklich damit auseinandergesetzt. Ich finde das Thema sehr naheliegend und existenziell und denke, dass die Auseinandersetzung dabei hilft. Es geht nicht nur um eine Zeit in der Zukunft, sondern darum, wie ich mein Leben jetzt lebe. Es hat mich gezwungen, meine eigenen Werte und meinen Glauben zu hinterfragen und zu überlegen, was mir wichtig ist. Der neu gefundene Wert für Zeit, Verbindung und Leben im Moment bringt Bedeutung und Tiefe und eine Dankbarkeit. Die Veränderung bzw. Wiedererkennung meiner Einstellung und Perspektive dem Tod gegenüber möchte ich in Gedanken und Ideen teilen. Durch meine choreografische Arbeit und meine Stücke öffne ich einen Raum und stelle die Frage: Wie seht ihr das? Was denkt ihr? Ich finde es wichtig, solche Themen darzustellen und den Zuschauern den Raum zu geben, ihre eigene Meinung und ihre eigenen Gedanken zu formulieren.
Ich habe Sung-Eun kennengelernt. Sie hat viel von ihren Erfahrungen und ihrer Arbeit erzählt. Ich fand es sehr emotional, erweiternd, bedeutsam und sorgfältig, was sie macht. Es gibt auch viele Zusammenhänge mit dem, was mir als Choreograf wichtig ist: Emotionen zu zeigen, zu bearbeiten und auszudrücken. So entsteht ein Raum für das Thema, über das in meinem Umfeld nicht viel gesprochen wird. Ich habe das Bedürfnis, mich damit auseinanderzusetzen und diesen Raum zu öffnen.
Wie stellst du dir die Entwicklung der Freien Szene in Wiesbaden in den nächsten fünf Jahren vor? Welche Vision hast du für die Zukunft?
Ich denke, die freie Szene hat mit der Unterstützung der Akteure viele Chancen, sich hier in Wiesbaden weiterhin zu entwickeln. Damit meine ich konkret die lokale Freeszene in Wiesbaden. Menschen, die hier leben und arbeiten. Ich glaube, es gibt Möglichkeiten. Es ist eher eine Frage der Organisation, Energie und des Willens, Zeit zu investieren, ohne große Sicherheit zu haben, um Nachhaltigkeit zu schaffen.
Vieles in der Freien Szene wird durch freiwillige Arbeit geleistet, und genau da scheitert es oft an der Realität. An Leidenschaft fehlt es nicht.
Ich denke, wir haben in den letzten Jahren bereits große Fortschritte erzielt. Was ich bemerke, ist, dass es genügend Künstler gibt. Um die freie Szene zu repräsentieren, sind Initiativen wie der Dance Nexus e. V. entstanden. Es gibt Initiativen, die Tanzkünstler vernetzen und Selbsthilfe fördern. Am meisten scheitert es an der Infrastruktur, dem Zugang und dem Wissen. Da ich aus dem Theaterbereich komme, habe ich einen Vorteil, trotzdem gibt es immer wieder neue Dinge für mich. Ich kann mir nur vorstellen, dass es für andere noch überfordernder ist. Hier hilft die Vernetzung. Die Vernetzung bringt dem Tanz mehr Sichtbarkeit und Gemeinsamkeit und hoffentlich auch mehr Engagement mit dem Tanzpublikum. Das finde ich toll! Ein Beispiel ist das „Tanznah“-Festival, das entstanden ist. Ich hoffe, dass alles aufeinander aufbaut.
Ich glaube, am hilfreichsten für die Weiterentwicklung wäre es, feste Orte (für Proben und Aufführungen) und Termine sowie Fördermöglichkeiten zu haben, wo Künstler ihre Arbeit ohne zu viel zusätzlichen Aufwand machen können. Auch Plätze, an denen man sagen kann: „Hier gehe ich hin und schaue Tanz in all seinen Formen an.”
Es gibt auch viele Möglichkeiten für weiter Kollaborationen, wie zum Beispiel mit dem Staatstheater bei diesem Festival in der Wartburg. Den Festival biete Raum für Tanzschaffende, in Wiesbaden zu arbeiten und sich zu präsentieren. Tanz ist eine lebendige Kunstform, und durch diese Möglichkeiten bleibt sie sichtbar, aktuell und kreativ.
Was meine eigene Zukunft betrifft, ist alles offen. In Wiesbaden bleibe ich mit meinen Kindern und meiner Familie. Als Künstler, bleibe ich im Moment hier und gehe von einem Projekt zum nächsten. Ich lasse mich von meinen Interessen leiten und schaue, welche Mittel ich dann brauche, um sie auszudrücken. Es ist ein langwieriger Prozess, Menschen, Orte und Mittel zusammenzubringen, aber es ist mir sehr erfüllend.
Wie beeinflussen Kooperationen mit Musiker:innen und Tänzer:innen deinen kreativen Prozess?
Ich bin, muss ich sagen, ziemlich eigenständig, was die Entwicklung der Grundidee angeht. Von Anfang an wähle ich ein Thema aus, zu dem ich etwas ausdrücken möchte. Ich tauche tief ein, setze mich mit allen gesammelten Informationen auseinander und frage mich, welche Aspekte mir wichtig sind und was ich gerne ausdrücken möchte. Sobald ich diese Grundidee habe, suche ich Menschen aus, die mich dabei inspirieren und unterstützen können.
Die Grundidee bildet den Kern und bietet eine Struktur zur Umsetzung. Innerhalb dieser Struktur gibt es viel Spielraum für Details. Ich lasse mich von den Menschen, mit denen ich arbeite, und von dem, was sie als perspective mitbringen, inspirieren. Ich glaube, dass wir gemeinsam vielfältigere Ideen haben und dass aus einer größeren Auswahl mehr entstehen kann. Es ist wie einen Baum zu pflanzen und sich um ihn zu kümmern.
In der choreographische Prozess benutze ich viel verschiedene Wege zu kreieren. Diese involviert die Tänzer:innen. Von ganz klare festgelegte Schritte und Formen, verschiedene Aufgaben, eigen Material hineinzubringen bis zu Improvisationen. Ich setze die Richtung und schaue was sie bringen. Da es um neue Kreationen geht, ist meine frage oft, “hier ist eine Idee, wie würdest du das ausdrucken?” Authentizität bringt viel zu der Glaubhaftigkeit die gezeigt wird. Es bringt auch viele schöne Bewegungen, woran ich selbst nicht denken würde. Die Bewegungsideen fließen zusammen, Mischen sich und solange sie kongruent zu der Konzept sind formen der Choreographie.
Wann hast du begonnen, Choreografie als möglichen beruflichen Weg für dich zu sehen?
Choreografie hat mich immer sehr fasziniert. Ich muss sagen, als Tänzer am Anfang und auch in der Schule, war ich sehr perfektionistisch und es war mir sehr schwierig zu choreografieren. Eine Verletzlichkeit zu zeigen und auch der wissen wie. Meine selbst bewertenden Gedanken Stand mir oft im weg.
Ein großer Einfluss war Stephan Thoss, für den ich als Tänzer gearbeitet habe. Er hat mir im Laufe unserer Zusammenarbeit sein Wissen vermittelt. Ich habe kleine Stücke für choreografische Abende kreiert und mich von dort aus weiterentwickelt. Meine Einstellung ist heute wie am Anfang meiner Tanzkarriere: Ich mache einfach weiter und schaue, wohin mich mein Weg führt.
Während ich damals dankbar war, eine Solo von zwei Minuten herauszuarbeiten, mache ich mittlerweile Choreografien von einer Stunde mit bis zu zehn Tänzer:innen, alles selbstorganisiert. Und in diese Stunde finde ich es oft echt schwierig, meine Ideen zurecht auszudrücken. Meine Herausforderung als Choreograf ist es jetzt, Klarheit zu schaffen und mich auf das Wesentliche zu fokussieren.
Wie prägt deine Erfahrung als Tänzer, deine choreografische Praxis und umgekehrt: Wie beeinflusst das Choreografieren deine Arbeit als Tänzer?
In meiner choreografischen Praxis sehe ich viele Aspekte meiner Erfahrung als Tänzer wieder. Meiner Meinung nach ist es eine vielseitige Aufgabe, Choreograf zu sein. Es gibt so viele verschiedene Wege und Herangehensweisen.
Ich habe die Erfahrungen und Einflüsse, die ich als Tänzer hatte, und dazu kommen die, die ich in den letzten Jahren als Lehrer gesammelt habe. All das verbindet sich mit meiner choreografischen Praxis.
Für mich ist Choreografie nicht nur, Bewegung in Formen und Bewegungen zu gestalten. Es geht auch darum, Ideen herauszuarbeiten, ein Konzept in Bewegung umzusetzen, mit Menschen umzugehen, sie einzubinden und mit ihnen zu arbeiten, um das Beste aus ihnen herauszuholen. Ich versuche, Raum für einen tiefen Prozess zu kreieren, in dem wir uns austauschen und mit Ideen auseinandersetzen können. Ich ermutige dazu, eigene Ideen einzubringen und diese Erfahrungen und Erlebnisse zu teilen. Ein choreografischer Prozess ist mir nicht nur das Endresultat, sondern auch der Weg dorthin, der hoffentlich Entwicklung für die Beteiligten bietet.
Der Prozess ist oft spannend. Er sollte Spaß machen, intensiv und tiefgehend sein.
Gibt es etwas Bestimmtes, das du dem Publikum mit diesem Stück vermitteln möchtest?
Das Thema ist existenziell. Es liegt sehr nahe. Es ist sehr tiefgründig und intensiv. Der Prozess des Sterbens ist etwas, das wir alle durchlaufen werden, und ich denke, die Angst davor loszulassen, ist der Kern dessen, was ich zu vermitteln versuche. Der Weg ist es nicht, das Thema zu vermeiden, sondern es im Gespräch bzw. durch Kunst zu öffnen.
Mit dem Stück möchte ich das Thema öffnen und eine Perspektive darauf geben, was Menschen in diesem Zustand durchmachen und was alles möglich ist.
Mein Wunsch ist, dass sich das Publikum mit dem Thema auseinandersetzt und eine Reise erlebt, die auf der Bühne dargestellt wird. Durch das Stück lade ich sie ein, in das Thema einzutauchen und sich mit dem Ausdruck der Tänzer zu verbinden. Ich biete ein emotionales Erlebnis, in dem sie sich selbst vielleicht wieder erkennen oder hineinversetzen können. Der Versuch ist es, das Thema durch den Tanz nachvollziehen und spüren zu können.
Hast du schon einmal kreative Blockaden erlebt? Wenn ja, wie gehst du damit um?
Manchmal habe ich mit einer Resistenz zu kämpfen. Ich bringe mich voran, indem ich viele kleine Tricks anwende. Dazu gehören feste Termine zu setzen, loszulassen, kleine Spiele zu machen und mit Authentic Movement zu arbeiten. Hauptsache ist, sich einfach die Zeit zu nehmen, um da zu sein und sich mit den Ideen auseinanderzusetzen.
Das Buch „The War of Art“ von Steven Pressfield hat meine Einstellung sehr beeinflusst. „Mach was“ ist eigentlich die vereinfachte Aussage. Um Resistenz zu bekämpfen, muss ich aus dem bewertenden Kopf in einen kreativen, spielerischen Raum kommen (was ich mit dem Körper verbinde). Meine Erfahrung ist, dass beide Einstellungen nicht gleichzeitig existieren können. Da ich Blockaden mit Stillstand assoziiere, nutze ich den Einfluss von Authentic Movement oder kleine spielerische Aufgaben, um mich in Bewegung zu bringen und „kreatives Momentum“ zu erzeugen. Es läuft am meistens dann wieder!
Gefördert durch:

Mit Glimmer kehrt Rui Horta zurück in eine Region, die seine choreografische Handschrift maßgeblich mitgeprägt hat: In den 1990er-Jahren leitete der portugiesische Choreograf das legendäre S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt, das für viele zur Keimzelle des zeitgenössischen Tanzes im Rhein-Main-Gebiet wurde. Nun erschafft Horta, bekannt für seine genreübergreifende Arbeit, gemeinsam mit der portugiesischen Elektroband Micro Audio Waves ein multimediales Gesamtkunstwerk zwischen Musik, Tanz, Lichtkunst und effektvoller Technologie. Glimmer ist ein audiovisuelles Spektakel – zwischen goldenen Oberflächen, biomorphen Kostümen und dichter Atmosphäre entsteht eine futuristische Landschaft, in der sich Körper, Natur und Technik begegnen. Inspiriert von Fragen zu künstlicher Intelligenz, Klimawandel und kollektiver Verantwortung entwirft Glimmer ein visionäres Szenario: lebhaft, pulsierend und voller Hoffnung auf eine Welt, in der alle Platz finden. Ein Stück, das feiert, fragt – und zum Träumen anregt.
Dauer: ca. 75 Minuten
Sprache: keine Sprachkenntnisse erforderlich
Tickets: 44 € / 35 € / 26 € / 18 € / 9 € , ermäßigt 50%
Regie, Lichtdesign, szenischer Raum: Rui Horta
Choreografie: Rui Horta, Gaya de Medeiros
Originalmusik: Micro Audio Waves (Claudia Efe, C. Morg, Flak & Francisco Rebelo)
Performance: Claudia Efe, Gaya de Medeiros, C. Morg, Flak & Francisco Rebelo
Digitale Inhalte & Software Entwicklung: Guilherme Martins
Video: Stella Horta
Leitung Kamera: Tomás Vieira
Liquid Luck Video & LED Beratung: David Ventura
Liquid Luck Video & Grafikdesign: Marco Madruga
Kostüm: Constança Entrudo
Kostüm für das Video ‘Pacific Airways’: Sofia Braga
Produktionsleitung: Pedro Santos
Technische Leitung und Video: João Chicó
Licht: Pedro Guimarães
Ton: Artur David
Roadie: Sérgio Barat
Eine Produktion von Modern Drift, in Koproduktion mit Teatro Aveirense, Centro Cultural Vila Flor, São Luiz Teatro Municipal, Teatro Municipal de Ourém, CCC Caldas da Rainha, Cine-Teatro Curvo Semedo and Teatro Viriato.
Mit ÉPIQUE! kehrt Nadia Beugré zurück zu den Wurzeln ihrer Kindheit in der Côte d’Ivoire, zu einem Dorf, das längst von Wald überwuchert wurde und nur noch in Erinnerungen weiterlebt. Die Tänzerin und Choreografin, bekannt für ihre Arbeiten, die gesellschaftliche Normen von Identität, Geschlecht und Zuschreibung radikal infrage stellen, bewegt sich in dieser Soloarbeit zwischen Ritual, Erinnerung und Widerstand. Inspiriert von der Figur ihrer Großmutter Gbahihonon, der „Frau, die sagt, was sie sieht“, und von legendären Frauenfiguren ihrer Herkunft wie Dô-Kamissa, weibliches Orakel und „Büffel-Frau“, verwebt Beugré persönliche und kollektive Erzählungen, in denen Frauen – oft übersehen – die Geschichte prägen. Begleitet von einer Musikerin und einer weiblichen Griotte, einer Hüterin vergessener Geschichten, lädt ÉPIQUE! das Publikum ein, den Stimmen ihrer Ahnen zu lauschen. Zwischen Tanz, Musik und Geschichtenerzählung entsteht ein tosender Raum, in dem Beugré die Kraft weiblicher Widerständigkeit feiert. Ein intensives, lebendiges Solo, das durch Körper, Stimme und Rhythmus den Mut beschwört, sich den eigenen Wurzeln und Geschichten zu stellen – zärtlich, direkt und von fesselnder Präsenz.
Dauer: ca. 65 Minuten
Sprachen: keine Sprachkenntnis erforderlich. Das Stück enthält wenige Teile in Französisch und Bété, mit deutschen Übertiteln
Künstlerische Leitung & Performance: Nadia Beugré
Performance & Live-Musik: Salimata Diabate (Trommeln, Balafon), Charlotte Dali (Stimme, Trommeln)
Dramaturgie: Kader Lassina Touré Bühne: Jean-Christophe Lanquetin
Licht und technische Leitung: Paulin Ouedraogo
Produktion: Virginie Dupray / Libr’Arts
In Koproduktion mit Montpellier Danse, durch eine Residenz in der Cité internationale de la danse, mit Unterstützung der Fondation BNP Paribas, mit Kunstenfestivaldesarts, Charleroi danse – Centre chorégraphique national de la fédération Wallonie Bruxelles, Festival d’Automne, Theater Freiburg, Centre chorégraphique National de Caen en Normandie (Accueil studio / Ministry of Culture), ICI – Centre chorégraphique national de Montpellier Occitanie / Direction Christian Rizzo als Teil des Programms für assoziierte Künstler*innen. Mit Unterstützung von DRAC Occitanie und Région Occitanie Pyrénées Méditerranée. Mit besonderem Dank an Ivoire Marionnettes und Institut français in Côte d’Ivoire.
Rave Lucid ist eine energiegeladene Hommage an die Electro-Dance-Community – auch bekannt als „Tecktonik“ oder „Milky Way“, die im Paris der 2000er-Jahre zwischen Clubkultur, Internet und Battle-Szene entstand. Mazelfreten, das französische Ensemble um die Choreograf:innen Brandon Masele und Laura Nala Defretin, verbindet in dieser Arbeit hypnotische Gruppenchoreografien mit der rohen Kraft des Freestyle. Zwölf Tänzer*innen zeigen extreme Präzision, Synchronizität und kraftvolle Präsenz – und lassen zugleich die Freiheit und Ekstase spürbar werden, die Electro-Dance bis heute antreibt. Mit technoiden Beats, flirrenden Armbewegungen und choreografischer Klarheit entwickelt Rave Lucid eine Ästhetik zwischen Rave, Ritual und futuristischem Körperbild. Die Kommerzialisierung von Electro-Dance in den 2000ern – oft unter dem Label „Tecktonik“ vermarktet – wird dabei kritisch hinterfragt, ohne die Kraft der Szene zu verleugnen. Rave Lucid ist ein pulsierender, kollektiver Körper, ein Stück über Sichtbarkeit, Community und den Wunsch, sich durch Tanz Raum zu schaffen – explosiv, politisch, extrem lebendig.
Dauer: ca. 55 Minuten
Tipp: Nach dem Stück weiter tanzen auf der Rave-Party um 22.00 Uhr im Foyer Kammerspiele
Am 31.10. gibt es einen Workshop mit Mitgliedern der Company Mazelfreten
Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen: Stroboskoplicht, extrem laute Musik, Nebel, extreme Helligkeit
Choreografie: Brandon Miel Masele & Laura Nala Defretin
Performance: Téo Le Mino Cellier, Filipe Filfrap Pereira Silva, Théa X23 Haggiag-Meier, Océane Haja Maréchal, Manuela Emrose Le Daeron, Alice Aliche Lemonnier, Adrien Vexus Larrazet, Marie Mariejuana Levenez, Brandon Miel Masele, Khaled Cerizz Abdulahi
Im Wechsel: Jonathan Vision Lutumba, Jade Jaddow Mienandi
Licht: Judith Leray
Musik: Nikit / Ino & Fille de Minuit
Kostüme: Sting Masele & Emma Deat
Produktion: Cie Mazelfreten
Produktionsmanagement und Verwaltung: Carline De Castro
Distribution: Kinetic (Antonin Coutouly)
In Koproduktion mit IADU La Villette, Théâtre de la Ville Danse Élargie, Ballet National de Marseille – (LA) HORDE, DRAC ile de France, Points Communs Nouvelle Scène nationale de Cergy-Pontoise – Val d’Oise, CDLP P. Doussaint GPS&O, DCA Philippe Découflé. Mit Unterstützung von MTD d’Epinay, dem Departement Seine Saint-Denis, durch Mécénat de la Caisse des Dépôts et de la fondation BNP Pariba.
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