In diesem interdisziplinären Workshop verschmelzen Elemente aus Akrobatik, Tanz, physischem Theater und Zirkus zu einer eigenen Ausdrucksform. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Spielfreude und Körperkomik zu entfalten, zu improvisieren und einfache Materialien als Bewegungsimpulse zu nutzen, um Geschichten ohne Worte zu erzählen.

Keine Vorkenntnisse erforderlich. Erste Erfahrungen in Bewegung, Theater oder Tanz sind hilfreich, aber kein Muss. Für die Teilnehmenden mitzubringen: bequeme Kleidung und ein Objekt/Material, das sie im Kontext von Physischem Theater/Zirkus/Tanz als Spielpartner*in erforschen möchten.

Wann? 4. Juni 2026, 19 Uhr

Wo? Kammerspiele,

Dauer: 120 Minuten

Altersempfehlung: Ab 16 Jahren

20 Teilnehmer

Wolltest du schon immer mal Akrobatik ausprobieren? Dieser Workshop ist der perfekte Einstieg! Unter der Leitung von Künstler:innen von Gravity & Other Myths lernst du in einer unterhaltsamen und sicheren Umgebung wesentliche Partnerpyramiden, Gegengewichte und akrobatische Grundfertigkeiten kennen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; bring einfach deine Begeisterung und Abenteuerlust mit. Der Workshop ist für alle Körperformen und Fitnessstufen geeignet.

(c) Millissa Martin

Wann? 3. Juni 2026 um 13.30 Uhr

Wo? Foyer Großes Haus, Staatstheater Darmstadt

Dauer: 90 Minuten

Altersempfehlung: Ab 12 Jahren

20 Teilnehmer

Mit „Möbius“, ihrer fünften Produktion, erweitert Compagnie XY die Grenzen der Akrobatik und lässt sich von Naturphänomenen wie den faszinierenden Formationen von Vogelschwärmen inspirieren. Wie bei den synchronen Bewegungen von Staren entsteht eine dichte, fließende Choreografie, in der viele Körper wie ein einziger Organismus agieren.

Im Zentrum steht die Idee eines kontinuierlichen Bewegungsflusses – eines „Kontinuums“, in dem sich Situationen ständig verwandeln, ohne Gegensätze zu erzeugen. In einem offenen, weißen Raum entfaltet sich die Aktion wie eine Kettenreaktion: ein lebendiges Gefüge aus Energie, Wahrnehmung und gegenseitiger Reaktion.

Die Zusammenarbeit mit dem Choreografen Rachid Ouramdane bringt eine zusätzliche künstlerische Perspektive in die Arbeit ein und vertieft die Verbindung von Bewegung, Raum und Bedeutung.

„Möbius“ ist eine poetische Hommage an das Lebendige – und erinnert daran, dass gemeinsames Handeln die Grundlage für Entwicklung, Erneuerung und kreative Zukunft ist.

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Compagnie XY

Compagnie XY ist ein internationales Akrobatik-Kollektiv, das seit über 20 Jahren die künstlerische Sprache der Akrobatik erforscht. Im Zentrum steht die Arbeit im großen Ensemble, um Fragen nach Gemeinschaft, Individualität und kollektiver Bewegung sichtbar zu machen.

In einem nicht-hierarchischen, kollaborativen Prozess entstehen großformatige Produktionen für Theater und öffentliche Räume, die durch physische Präzision, poetische Bilder und die Kraft des Kollektivs geprägt sind.

Mit weltweit über 1000 Aufführungen hat die Compagnie eine einzigartige Handschrift entwickelt und zählt heute rund 50 Akrobat:innen.

Bilder

© Christophe Raynaud De Lage

Fest verwurzelt in Darmstadt, zuhause in der Welt: Aus einem Klassenprojekt in der Waldorfschule ist einer der größten Kind- und Jugendcircusse Deutschlands gewachsen. Wöchentlich bewegt der Circus Waldoni ca. 650 Kinder und Jugendliche.

Mit-Mach-Zirkus 14:00 – 16:00

Der Circus Waldoni bietet Mitmachcircus für alle Interessierten an. Ob Jonglage mit Tüchern, Bällen, Tellern oder Diabolos, Balance, Akrobatik oder erste Versuche am Trapez, Groß und Klein dürfen sich an vielen Circusdisziplinen unverbindlich und ohne Vorkenntnisse ausprobieren

Varieté Show 18:30

© Circus Waldoni

Artistinnen und Artisten aus dem Varieté des Circus Waldoni laden das Publikum in seiner Open Air Show ein, Perspektiven zu wechseln und für einen Moment die Vernunft gegen Fantasie zu tauschen. Kostüme, Musik und Choreografie wurden von den Jugendlichen selbst erarbeitet und durch ein professionelles Trainerteam unterstützend begleitet. Inspiriert durch die bunte Welt des Jahrmarkts entsteht ein mitreißendes Programm voller Poesie und Leichtigkeit.

Freuen Sie sich auf atemberaubende Luftartistik, meisterhafte Jonglage und faszinierende Akrobatik einer neuen Generation circusbegeisterter „Waldonistas“.

Zum Besuch der Vorstellung benötigen Sie eine kostenfreie Zählkarte.

In ha_ha_ha hi! versucht ein mittelmäßiger Komiker, einen Witz mit lebensverändernder Wirkung zu erzählen.
Doch ihm fehlen die richtigen Worte – oder schlicht die passende Mikrofoneinstellung für den großen Durchbruch.
Während er mit seinen Unzulänglichkeiten ringt, wendet er sich dem Absurden zu und nutzt jedes ihm zur Verfügung stehende Mittel, um Momente komischer Torheit zu erschaffen.

Die Solo-Performance ha ha ha hi! verbindet Tanz, Zirkus, Physical Comedy und Objektmanipulation.
Sie feiert die Kunst des Witzemachens, heitere Albernheit, rohen Humor, komisches Chaos und die Schönheit einer glücklichen Zwecklosigkeit. Das Publikum wird eingeladen in eine Welt, in der Minimalismus auf Exzentrik trifft und spielerische Narrheit plötzlich tiefgründig wird.

Mit seiner neuesten Soloarbeit setzt Felix Baumann seine Auseinandersetzung mit dem Thema „BODY, COMIC & MATERIAL“ fort und widmet sich dem Humor als choreografischem, ästhetischem und politischem Werkzeug kultureller Praxis.

Dauer: ca. 45 Min.

Sprache: Non-verbal / Englisch oder Übersetzung in DE

Altersempfehlung: Ab 6+ Jahren

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Credits

Konzept, Choreografie, Regie, Performance: Felix Baumann

Outside Eye: Nicole Nigro, Raúl Vargas Torres, Kysy Fischer

Bühnenbild: Carl Nitnelav
Musikdesign: Felix Baumann
Lichtdesign: Andreas Salesman
Video: Alicja Hoppel

Produktion: Von B bis Z

Partner:
LOFFT – DAS THEATER Leipzig, English Theatre Berlin | International Performing Arts Centre,
Kulturräume GmbH Berlin, Chamäleon Berlin, Katapult Berlin, Tollhaus Karlsruhe

Die dem Projekt zugrunde liegende Recherche wurde vom Fonds Darstellende Künste mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Die Produktion wurde strukturell in Form von Residenzräumen durch folgende Produktionshäuser und Organisationen unterstützt: LOFFT – DAS THEATER Leipzig, English Theatre Berlin | IPAC, Kulturräume GmbH Berlin, Chamäleon Berlin, Katapult Berlin und Tollhaus Karlsruhe.

Felix Baumann

Felix Baumann lebt in Berlin und arbeitet international als Regisseur und Performer an der Schnittstelle von zeitgenössischem Zirkus, Physical Theatre, Comedy und visueller Kunst.

Seine künstlerische Praxis verbindet körperliche Forschung mit Humor und materieller Experimentierfreude und untersucht Prozesse der (De-)Konstruktion, neue Materialitäten sowie die Beziehung zwischen Körper, Objekt und Raum.
Humor fungiert dabei als choreografisches und dramaturgisches Werkzeug, um sich mit zeitgenössischen Themen, Metaphern und den Absurditäten des Alltags auseinanderzusetzen.

Nach seinem Masterabschluss in Physical Theatre an der Accademia Teatro Dimitri (CH) sowie mehreren Jahren Zusammenarbeit mit Continuo Theatre (CZ) gründete er die Kompanie Von B bis Z und realisiert seitdem internationale Projekte in ganz Europa.

Zu seinen abendfüllenden Arbeiten zählen:
The WARdrobe (2019), How Things Go (2020), Seismic (2022) und ha ha ha hi! (2025),
sowie Forschungsformate und Laborreihen wie Künste im Dialog (2022),
Ha ha ha – Humor als Medium kultureller Praxis, Kritik und Katharsis (2024–2025),
Körper–Humor–Material (2025) und das Festivalformat Fest of Fools (2024–2025).

Baumanns Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit Produktionshäusern und auf Festivals in ganz Europa gezeigt, darunter
LOFFT – DAS THEATER Leipzig (DE), ufaFabrik Berlin (DE), English Theatre Berlin (DE),
E-Werk Freiburg (DE), Zeit für Zirkus (DE), Prague Quadrennial (CZ),
29th Czech Dance Platform Prague (CZ), Les SUBS Lyon (FR),
Biennale de la danse Lyon (FR), City of Wings Ypres (BEL),
Passage Festival (DNK), Malmö Festivalen (SWE),
SPRAOI Festival (IRL) und Black Box Teater Oslo (NOR).

Zwischen 2021 und 2025 wurden seine Projekte von bedeutenden nationalen und internationalen Förderinstitutionen unterstützt, darunter der Fonds Darstellende Künste, das Nationale Performance Netz, der Dachverband Tanz, das Goethe-Institut, die Swiss Federal Excellence Scholarships (ESKAS) sowie der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds.

Webseite: https://baumannfelix.com/ha-ha-ha-hi

 

Jeder ist ein Meister in etwas.
Blinzeln, schreiten, springen, balancieren, sich drehen, fliegen.

Dies ist eine Ode an die unzähligen Stunden, die nötig sind, um Großes zu erreichen.
Eine Hommage an die Hingabe, die es braucht, um unsere körperlichen Ziele zu verwirklichen.

Eine Würdigung der Geschichte hinter dem Können, die oft spektakulärer ist als das fertige Ergebnis.

Acht Weltklasse-Akrobat*innen erforschen körperliche Fähigkeiten:
wie wir sie erlangen, wie wir sie perfektionieren
und wie sie unser Leben verändern können.

Indem sie die feinen Nuancen hochklassiger Akrobatik sichtbar machen,
erleben die Zuschauer*innen eine neue Wertschätzung
für die unzähligen Stunden, die hinter den gezeigten Fähigkeiten stehen.

Dies ist ein Liebesbrief an unsere Körper
und an die erstaunlichen Dinge, die sie uns jeden Tag ermöglichen.

Dies ist eine Einladung, uns bei der Arbeit zuzusehen.

Dauer: ca. 60 Minuten

Altersempfehlung: Ab 4+ Jahren

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Bilder

(c) Andy Phililipson
(c) Darcy Grant
(c) Andy Phililipson

Credits

Konzept und Kreation:

Regie: Lachlan Binns
Assistenzregie: Darcy Grant

Bühnen- & Lichtdesign: Chris Petredis
Assistenz Design: Max Mackenzie

Komposition: Nick Martin, Shenzo Gregorio

Kostümdesign: Olivia Zanchetta

Produktionsleitung: Martin Schreiber
Creative Producer: Jascha Boyce

Ensemble: Lachlan Harper, Annalise Moore, Alyssa Moore, Jacob Randell, Angus McKean, Axel Osborne, Chase Levy, Lyndon Johnson, Shani Stephens

Pressestimmen

“Once again gravity and other myths bring shock, awe, and delight.”

– Glam Adelaide ★★★★★

“Jaw-dropping”

– The AU review ★★★★★

“Regular gasps and squeals of disbelief from the audience members behind me, and spontaneous applause from the audience throughout, reassure me that it is not just me who thinks some of the skills on display are unbelievable. This is an almost mind blowing level of skill on display and what can be achieved with a dedicated pursuit of perfection.”

– The Clothesline ★★★★★

“The performance is a showcase of this company’s talent that extends way beyond acrobatics, into visual storytelling, movement, and contemporary dance.”

– Stage Whispers ★★★★★

“I would give this 10 stars if I could. An absolutely mind blowing show from this home grown Adelaide company.”

– Kids In Adelaide ★★★★★

GOM

Wir sind eine Zirkuskompanie mit Wurzeln in Adelaide, Australien.
Mit einem ehrlichen Ansatz in der Performance entwickeln wir Arbeiten, die den Fokus auf menschliche Verbindung und akrobatische Virtuosität legen.
Auf diese Weise streben wir danach, ein herausragendes und vielfältiges künstlerisches Programm zu gestalten.

Seit unserer Gründung im Jahr 2009 als Gruppe junger Künstler*innen aus Adelaide mit einer Leidenschaft für Zirkus und Physical Theatre haben wir uns kontinuierlich weiterentwickelt
und in den vergangenen 13 Jahren sechs von der Kritik gefeierte Bühnenproduktionen geschaffen.

Unsere Arbeiten zielen darauf ab, menschliche Verbindung zu stärken und zugleich das Genre Zirkus durch konzeptionelle Raffinesse und akrobatische Virtuosität herauszufordern.
Wir verfolgen einen ehrlichen Ansatz in der Performance und machen die Vielschichtigkeit des Menschseins durch Authentizität, Humor und körperliche Ausdruckskraft sichtbar.

Unser überwiegend ensemblebasierter künstlerischer Prozess ermutigt unsere Künstler*innen, sich intensiv mit der Arbeit auseinanderzusetzen, die sie verkörpern, und ermöglicht eine echte Identifikation sowie ein tiefes Engagement für die zentralen Werte der Kompanie.

Als eine der führenden Stimmen des zeitgenössischen Zirkus in Australien sehen wir es als unsere Verantwortung, die Kunstform Zirkus kontinuierlich weiter herauszufordern und weiterzuentwickeln.

Wie nehmen wir Zeit wahr? Können unsere Handlungen die Zukunft verändern? Braucht es ein erfülltes Leben? Und: Hat unser Sein – trotz oder gerade wegen des Todes – einen Sinn?

Mit diesen tiefgreifenden Fragen setzen sich 23 junge Artist:innen und 6 Musiker:innen in der neuen Produktion „Sinn Schwingung“ des Zarakali Jugendensembles auseinander. Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Projekt der Kulturwerkstatt Germaniastraße, Waggong und VirusMusik, entsteht eine bewegende Performance aus Artistik, Theater und Live-Musik.

Im kreativen Zentrum steht das Nachdenken über Zeit, Endlichkeit und Resonanz. Die Zarakali-Sternenzeltbühne wird zum Erfahrungsraum, in dem Gedanken, Klänge, Bewegung und Emotionen in Schwingung geraten – und sich zu einer beeindruckenden Symbiose verbinden.

Begleitet von eigens komponierter Livemusik treffen Artistik und Theater aufeinander und formen eine einzigartige Show des „neuen Zirkus“, die unter die Haut geht.

Gefördert durch: Kulturwerkstatt Germaniastraße, Waggong e.V., Virus Musik, Zarakali Zirkus


Dauer: 90 Minuten

Artist:innen

Aeneas Drechsler, Agathe Drechsler, Adrian Vulic, Anna Rösler, Alexandra Westphal, Alma Heinze, Éloïse Schiller, Fanny Stäger, Franziska Bohr, Frieda Frey, Hannah Fieger, Jule Markloff, Lene Bernhart, Lisa Mendes, Louise André Carme, Luc Leroux, Lucia Lagny, Luna Prévost, Maja Stein, Marie Fotteler, Mita Dorst, Sophie Grefgler, Zoé Harrison-Roskosch

Musiker:innen

Ari Krause, Dominik Zinnbauer, Josephine Paula Zeller, Lotte Dorner, Rapolas Kelle, Vicente Koigi

Über Zarakali

Zarakali ist mehr als ein Zirkus – es ist ein lebendiger Kultur- und Bildungsort mitten in Frankfurt, an dem Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe zusammenkommen, um die faszinierende Welt des Zirkus gemeinsam zu erleben, zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Seit über 20 Jahren ist Zarakali fest im sozialen und kulturellen Gefüge der Stadt verankert. Ihr Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Senior:innen – unabhängig von körperlichen, geistigen oder finanziellen Voraussetzungen. Durch ihren inklusiven, generationenübergreifenden und zirkuspädagogischen Programme schaffen sie Räume für Bewegung, Kreativität und Begegnung.

Zarakali bedeutet Vielfalt. In ihrer Gemeinschaft wird trainiert, gearbeitet und gelebt. Gemeinsam gestalten sie einen Ort, an dem Unterschiedlichkeit als Stärke verstanden wird. Ihre Vision „Resonanzraum Zirkus – Begeisterung – Nachhaltigkeit“ ist Leitstern und gelebte Realität zugleich.

Zarakali bedeutet Bildung. Sie eröffnen niedrigschwellige Zugänge zu sportlichen, theatralen und kreativen Ausdrucksformen – als Erfahrungsräume, in denen Selbstwirksamkeit, Vertrauen und Miteinander wachsen können.

Zarakali bedeutet Verantwortung. Ihr Handeln ist getragen von einem tiefen Bewusstsein für ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Klimagerechte Infrastruktur, Umweltbildung und ein wertschätzendes Miteinander prägen ihr tägliches Tun.

Zarakali bedeutet Verbindung. Sie kooperieren interdisziplinär, interkulturell und ämterübergreifend. Ihr Ansatz ist dynamisch, wachsend und offen für Veränderung – im Inneren wie im Äußeren.

Zarakali ist ein Ort voller Leben, Bewegung und Sinn – ein Zirkus, der Menschen berührt und über sich hinauswachsen lässt.

In diesem Workshop verbinden wir zeitgenössische Akrobatik mit Elementen aus Contemporary Dance, dynamischer Bodenakrobatik und Partnerarbeit. Kleine Akrobatische Pyramiden, kreative Hebungen und das gemeinsame Spiel mit Gewicht und Balance stehen im Mittelpunkt.
Inspiriert von der Kontaktimprovisation arbeiten wir mit Reaktionsfähigkeit und nonverbaler Kommunikation – im ständigen Dialog mit dem Partner und dem Boden.

Wir arbeiten spielerisch an Beweglichkeit, Körperwahrnehmung und Rhythmus – und lassen daraus starke, fließende Bewegungen entstehen, die wir im Miteinander erforschen.

Der Workshop richtet sich an zwei Altersgruppen:

Workshop von 10:00 bis 12:00 Uhr für Teilnehmer von 6 bis 12 Jahre
Workshop von 13:00 bis 15:00 Uhr für Teilnehmer ab 12 Jahren

Treffpunkt Foyer Kammerspiele

Loneflight

Das Loneflight-Theatre wurde 2020 in Darmstadt (Hessen) von der brasilianischen Performerin und Luftartistin Gabriela Schwab Veloso nach 20 Jahren professioneller Tätigkeit gegründet, als sie eine neue Richtung für ihre Karriere einschlug und Theater im offentlichen Raum ins Zentrum ihrer Arbeit stellte.

Die Compagnie verknüpft Schauspiel, Bewegung und luftartistische Künste und entwickelt somit eine ganz eigene künstlerische Sprache.

Durch Gabrielas langjähriger Arbeit als Clownin spielt auch Humor eine wichtige Rolle in der Arbeit des Loneflight-Theatre, wodurch sie eine wahrhaftige und sensible Kommunikation mit den Zuschauer:innen etabliert.

Eine Künstlerin, die eine Fliegerin ähnelt, der allein in der Luft steht, aber von der Unterstützung vielen Anderen am Boden abhängig ist.

Gabriela Schwab Veloso

Gabriela Schwab Veloso ist Luftartistin und Schauspielerin, vorwiegend im Bereich des physischen Theaters. Sie schloss ihr Schauspielstudium 2001 an der Universität São Paulo (USP) ab und absolvierte einen Master in Tanzwissenschaft an der FU Berlin. Seit 2020 leitet sie das Loneflight-Theater, eine Gruppe, die Schauspiel und Luftartistik miteinander verbindet. Sie hat auch als Performerin in mehreren Projekten mitgewirkt, wie das Stück „Over My Dead Body“ der neuen Zirkus-Kompanie Maranasati und das Zirkus-Straßentheater-Projekt Just for Fun Express und war an Staatstheater Darmstadt in der Spielzeit 23/24 bei “Elektra” als Geier in der Luft zu sehen.

In einer poetischen Open-Air-Inszenierung laden junge Artistinnen und Artisten aus dem Varietébereich des Circus Waldoni das Publikum ein, gewohnte Sichtweisen hinter sich zu lassen – und für einen Moment die Vernunft gegen Fantasie zu tauschen.

Kostüme, Musik und Choreografien wurden mit viel Hingabe von den Jugendlichen selbst entwickelt und von einem erfahrenen Trainerteam professionell begleitet. In diesem Zusammenspiel trifft futuristische Hightech-Ästhetik auf klassische Zirkusmomente – es entstehen Bilder voller Leichtigkeit, Kraft und überraschender Poesie.

Freuen Sie sich auf atemberaubende Luftartistik, meisterhafte Jonglage und faszinierende Akrobatik – präsentiert mit der humorvollen Leichtigkeit einer neuen Generation circusbegeisterter Waldonistas.

21. Juni 2025, 15:30 bis 17:30 Uhr – Mitmach-Circus Waldoni

21. Juni 2025 19:00 Uhr – Varieté

Mitmach-Circus Waldoni

Der Circus Waldoni bietet Mitmachcircus für alle Interessierten an. Ob Jonglage mit Tüchern, Bällen, Tellern oder Diabolos, Balance, Akrobatik oder erste Versuche am Trapez, Groß und Klein dürfen sich an vielen Circusdisziplinen unverbindlich und ohne Vorkenntnisse ausprobieren.

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Circus Projekt Waldoni

Circus Waldoni – Wo junge Fantasie Flügel bekommt

Im Herzen von Darmstadt-Eberstadt entfaltet das Varieté des Circus Waldoni seine kreative Kraft. Hier verschmelzen Zirkuskunst, Theater, Musik und Tanz zu einem einzigartigen Erlebnis, das von Jugendlichen im Alter von 14 bis 29 Jahren mit Leidenschaft und Hingabe gestaltet wird.

Die jungen Artist:innen entwickeln ihre Shows eigenständig – von der ersten Idee über Kostüme und Bühnenbild bis hin zur Choreografie. Begleitet werden sie dabei von einem professionellen Trainerteam, das sie unterstützt, ihre Visionen in die Realität umzusetzen. Das Ergebnis sind Aufführungen, die durch ihre Authentizität, Kreativität und emotionale Tiefe beeindrucken.

In Produktionen wie dem aktuellen Programm „OFFBEAT – Leicht neben der Spur, aber niemals taktlos“ präsentieren die Waldoni-Artist:innen eine faszinierende Mischung aus Luftartistik, Jonglage, Akrobatik, Cyr-Rad und Lollipop, ergänzt durch Schauspiel und Tanz. Futuristische Hightech-Elemente treffen auf klassische Zirkusmomente, wodurch Szenen voller Poesie, überraschender Wendungen und humorvoller Leichtigkeit entstehen.

Das Varieté des Circus Waldoni ist mehr als nur eine Bühne – es ist ein Raum, in dem junge Menschen ihre Kreativität entfalten, Selbstvertrauen gewinnen und gemeinsam über sich hinauswachsen. Hier wird der Zirkus zur Schule des Lebens, in der Fantasie und Realität auf wundervolle Weise miteinander verschmelzen.

© Circus Waldoni

 

© Circus Waldoni

Zehn Körper erscheinen in einem Lichtblitz. Für einen flüchtigen Moment bewegen sie sich in vollkommener Harmonie, bevor sie in einen geschmeidigen Trancezustand übergehen. Türme wachsen und zerfallen, Körper springen und werden aufgefangen – physische Grenzen werden bis zum Äußersten ausgelotet. Können wir je ein perfektes Gleichgewicht finden, oder ist die Anpassung an ständige Veränderung der einzige Weg nach vorn?

Dieses nächste Kapitel von Circas international gefeiertem Humans ist eine dicht verwobene Choreografie aus Körpern, pulsierend zur Musik des Komponisten Ori Lichtik und eindrucksvoll in Szene gesetzt durch das dramatische Lichtdesign von Paul Jackson. Humans 2.0, erschaffen vom Zirkusvisionär Yaron Lifschitz, ist intim, urwüchsig und setzt sich intensiv mit der Herausforderung des Menschseins auseinander.

Empfohlen ab: 8 Jahren

(c) Amos Adams & Pedro Greig

Circa

Unter der Leitung des Zirkusvisionärs Yaron Lifschitz präsentiert Circa ein Ensemble außergewöhnlicher, vielseitig talentierter Artist:innen. Die Compagnie ist ein regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals und Spielstätten in New York, London, Berlin und Montreal, darunter die Brooklyn Academy of Music, das Barbican Centre, Les Nuits de Fourvière, das Chamäleon Theater sowie bedeutende Festivals in Australien.

Besuchen Sie circa.org.au, um eine Circa-Vorstellung in Ihrer Nähe zu finden und zu entdecken, warum Circa als nichts weniger als „… eine Revolution im Zirkusspektakel“ (Les Echos) gefeiert wird.

Circa engagiert sich für die Förderung der nächsten Generation von Artist:innen und bietet öffentliche Zirkuskurse in seinem Studio in Brisbane an. Darüber hinaus führt Circa regelmäßig Zirkusprogramme mit Gemeinschaften in Queensland und ganz Australien durch.

Als Verfechter des Live-Erlebnisses war Circa künstlerischer Leiter des Kulturprogramms der Commonwealth Games 2018 an der Gold Coast.

Photo credit: Yaya Stempler

Cast

Jon Bonaventura
Holly-Rose Boyer
Helga Ehrenbusch
Chelsea Hall
Samuel Letch
Laya Mauelshagen
Oscar Morris
Luke Pearce
Joshua Strachan
Christina Zauner
Darby Sullivan

Credits

Regie: Yaron Lifschitz
Originalmusik: Ori Lichtik
Lichtdesign: Paul Jackson
Kostümdesign: Libby McDonnell
Technische Leitung: Jason Organ

Internationale Vertretung:
Wolfgang Hoffmann / Aurora Nova – Weltweite Buchung & Koordination
Yaron Lifschitz / Circa – Neue Kreationen & große Visionen

Circa dankt der Unterstützung der Australischen Regierung durch Creative Australia, der zentralen Förder- und Beratungsstelle für Kunst, sowie der Regierung von Queensland über Arts Queensland.

Humans 2.0 ist ein Auftragswerk des Mondavi Center der UC Davis.

Trailer

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Mehr Informationen

Presse

„Atemberaubend, nervenaufreibend und bis zur Erschöpfung spannend.“
ArtsHub, Australien

Humans 2.0 ist ein wahrhaft sensationelles Spektakel: so ästhetisch wie athletisch, so komisch wie ernst – ein Fest für die Sinne.“
The Conversation, Australien

Humans 2.0 sprengt die Grenzen dessen, was Zirkus und Akrobatik sein können.“
Time Out, Australien

„… beeindruckender und anspruchsvoller zeitgenössischer Neuer Zirkus in Bestform.“
Berliner Morgenpost, Deutschland

Interview mit Paul Jackson

ALS OB ES SO GEWOLLT WÄRE, DA WAR LICHT
Ein Gespräch mit Lichtdesigner Paul Jackson

Wer ist Paul Jackson?
Paul Jackson ist ein renommierter Lichtdesigner und Absolvent der University of Melbourne sowie der RMIT. Er hat bereits für Institutionen wie das Australian Ballet, Royal New Zealand Ballet, Staatsballett Berlin, West Australian Ballet, Victorian Opera, Sydney Theatre Company und viele mehr gearbeitet – die Liste ist lang und eindrucksvoll. Derzeit entwirft er das Lichtdesign für Humans 2.0 von Circa.

Paul, was führt dich nach Brisbane und ins Studio von Circa?
Ich arbeite im Bereich Theater, Tanz, Oper und Ballett – vor allem in Melbourne und Sydney, reise aber viel. Yaron [Lifschitz, Künstlerischer Leiter von Circa] und ich haben uns schon länger „umkreist“, und dann fragte er mich, ob ich das Lichtdesign für Humans 2.0 übernehmen wolle – also bin ich hier.

Was erwartet das Publikum bei Humans 2.0?
Yaron hat eine klare künstlerische Vision. Meine Aufgabe ist es, diese sichtbar zu machen – das Stück zu „lesen“ und es im Raum zu verorten. Für mich ist Humans 2.0 existenzieller und – ich sage das vorsichtig – ernster als das ursprüngliche Humans. Es spiegelt die Unsicherheit der heutigen Welt wider.

Wir haben viel darüber gesprochen, wie die Akrobatik eine Ethik des Miteinanders vermittelt: Wie wir einander halten, balancieren, begegnen. Diese Themen wirken heute noch stärker – vor allem seit der Pandemie.

Wie unterscheidet sich Circa von anderen Ensembles?
Circa ist sehr besonders. Es gibt zwar politische Einflüsse aus der australischen Zirkustradition, aber Circas Ansatz ist philosophischer, reduzierter, fast streng. Der Fokus liegt nicht auf reinen Tricks – es geht um Nachdenken, Dramaturgie, emotionale Tiefe. Das macht die Zusammenarbeit spannend.

Zudem spürt man bei Circa ein echtes Ensemblegefühl, eine kontinuierliche Verbindung. Yaron strebt nach Klarheit und Präzision in jeder Idee – das schätze ich sehr.

Ist dein gestalterischer Ansatz bei Humans 2.0 anders als sonst?
Im Theater lenkt man den Blick des Publikums – man arbeitet stark inszenatorisch. Bei Humans 2.0 fühlt es sich architektonischer an: Ich gestalte Räume aus Licht, in denen sich die Performance entfalten kann.

Yaron und ich haben über die philosophische und emotionale Richtung des Stücks gesprochen – das war der Ausgangspunkt. Jetzt, da das Stück konkret wird, können wir tiefer in die emotionalen Ebenen eintauchen und mit Licht „Räume“ für die Körper schaffen.

Gab es bei all den Highlights auch Pannen?
[Lacht] Oh ja. Bei einer Premiere in Melbourne – ein neues Theaterensemble, ein ehrgeiziger Doppelabend – lief am zweiten Abend eines der Moving Lights Amok und blinkte die ganze Show über wild herum. Man konnte es nicht abschalten. Das Publikum konnte das nicht übersehen – das war kein kleiner Aussetzer.

Nach so etwas wird man nervös. Bei einer anderen Show hat ein Licht kurz gezuckt – ich habe aus Schreck fast die Hand meines Freundes zerquetscht.

Wie wird man Lichtdesigner:in?
Ich war einer der Letzten, die da einfach „reingerutscht“ sind – mein Abschluss ist in Englischer Literatur. Ich kam über die Schauspielerei, wollte Regisseur werden und dachte: „Ich sollte mal was über Licht lernen.“ Und dann hat’s mich gepackt.

Heute gibt’s zwei Wege: Entweder über Technikfirmen (z. B. PRG), wo man mit einem Zertifikat einsteigt und sich über Crewjobs hocharbeitet. Oder man macht eine Ausbildung an einer Hochschule wie der NIDA oder dem Victorian College of the Arts und baut dort Kontakte auf. In Australien ist das alles flexibler als z. B. in den USA.

Dein wichtigster Ratschlag?
Vergiss nie: Theater ist die kollaborativste aller Künste. Zuhören ist entscheidend. Ja, Technik muss sitzen – aber viel wichtiger ist, dass du mit anderen Künstler:innen gemeinsam Bedeutungen erforschst. Licht ist nicht nur Funktion – es ist Ausdruck.

 

 

 

Photo Credit: Yaya Stempler

 

Photo Credit: Yaya Stempler

 

Interview mit Ori Lichtik

 

 

© Yaya Stempler

 

© Yaya Stempler

 

© Yaya Stempler

GOOD VIBRATIONS

Ori Lichtik ist ein vielseitiger Musiker, Schlagzeuger und kreativer DJ. Seit Langem arbeitet er mit der israelischen Tanzkompanie L-E-V und deren Mitbegründern Sharon Eyal und Gai Behar zusammen. Neben der Komposition der Musik für Humans 2.0 von Circa tritt Ori auch regelmäßig live auf und improvisiert dabei mit digitalen Effekten – jedes Mal entsteht so ein einzigartiges Klangerlebnis.

Als einer der Gründungsväter der israelischen Technoszene hat er seit 1996 zahlreiche Musik- und Performance-Events, Technoraves und andere Produktionen konzipiert, produziert und aufgelegt.

Während sich Tel Aviv in einen harten Lockdown begibt, treffen wir Ori kurz nach seiner Ankunft in der deutschen Stadt Mainz, nahe Frankfurt am Rhein.

Ori, was führt dich nach Mainz?
Ich bin gestern angekommen, um an einem neuen Projekt mit Sharon Eyal weiterzuarbeiten, das hier am Staatstheater Mainz zur Aufführung kommen wird. Wir haben dort schon öfter gearbeitet und nutzen jetzt die Gelegenheit – solange noch geprobt werden darf und Zeit ist –, ein neues Stück zu entwickeln. Auch hier in Mainz gibt es Einschränkungen, aber nicht so drastisch wie derzeit in Tel Aviv.

Wie lief die Zusammenarbeit mit Circa für Humans 2.0 ab – hast du auf ein fertiges Stück reagiert oder zuerst die Musik geliefert, zu der dann gearbeitet wurde?
Tatsächlich war es eine Mischung aus beidem – ich war quasi sowohl das Ei als auch das Huhn. Normalerweise bin ich vom ersten Tag an vor Ort, wir entwickeln Ideen im gemeinsamen Prozess. Bei Humans 2.0 brauchte ich visuelle Reize, während Yaron [Lifschitz, Künstlerischer Leiter von Circa] unbedingt Musik wollte, auf die die Akrobatik reagieren kann. Wir hatten ja bereits bei Peepshow zusammengearbeitet, und ich kannte Humans über Videoaufnahmen – es war also kein kompletter Neuanfang. Wir entwickelten allmählich eine gemeinsame Sprache, und von da an verlief der Prozess sehr organisch.

Ich bin kein Komponist, der streng nach Konzept arbeitet – ich sammle Informationen, um die Atmosphäre und „Vibration“ des Werks zu verstehen, und dann nehme ich etwas Abstand, um einen Sound zu erschaffen, der genau diesen Ton trifft. Als ich mich ans Komponieren setzte, hatte ich frühes Filmmaterial der Performer vor mir – das war entscheidend.

Das klingt ganz anders als das DJing, bei dem du direktes Feedback von der Tanzfläche bekommst, oder?
Klar, das ist ein großer Unterschied. Einerseits fehlt der direkte Rückkanal – andererseits muss ich mir keine Gedanken machen, ob Leute tanzen [lacht]. Aber du hast recht: Beim Komponieren für Zirkus oder Bühne kann ich freier denken. Ich habe mich schon lange vor Humans 2.0 mit Musik beschäftigt, die über Techno hinausgeht – Musik, die für mich essenziell mit Bewegung und Tanz verbunden ist.

Unabhängig vom Kontext – Club, Bühne, Installation – ist Musik Musik. Rhythmus und Harmonie geben uns Struktur und formen ein Erlebnis. Seit Anbeginn der Kultur – seit dem ersten Trommelschlag – reagieren unsere Körper auf Klang. Musik und Bewegung sind untrennbar miteinander verbunden.

DJs stehen heute oft unter Druck, sich an Genres zu halten oder einem bestimmten Image gerecht zu werden. Aber wenn ich weiß, dass meine Musik auf der Bühne körperlich beantwortet wird, eröffnet mir das ganz neue kreative Wege.

Wie hat sich deine Karriere in diese Richtung entwickelt?
Mit zehn habe ich angefangen, mit Doppelkassetten herumzuspielen, Hip-Hop-Tracks zu schneiden und zu remixen. Mit zwölf oder dreizehn hatte ich dann mein erstes Mischpult – ich wusste nicht wirklich, was ich damit anfangen sollte. Ich schloss es einfach an die neue Videokamera meines Vaters an und mischte die Sex Pistols – meine damalige Lieblingsband – mit Tonspuren aus unseren Familienvideos [lacht]. Es war ein lustiges klangliches Experiment.

Dann kam ich immer mehr zum Hip-Hop, später dann zu Acid House, Techno, New Wave, Industrial… Um 1995 – mit etwa 16 – tauchten in Israel die ersten Acid-House-Partys auf, „Summer of Love“-Stimmung inklusive.

Unsere ersten Partys deckten das ganze Spektrum ab – von Ambient bis Speedcore. Aber ich merkte bald, dass ich mich zu Techno hingezogen fühlte. Es klang für mich roh (im besten Sinne) und gleichzeitig reich an Details. Heute denke ich: Techno ist extrem texturorientiert – damals hätte ich das noch nicht so formuliert, aber das Gefühl war da.

Unsere Raves in und um Tel Aviv wurden immer größer. Mein bester Freund – damals wie heute – ist Gai Behar. Er organisierte viele dieser frühen Events und lernte irgendwann Sharon Eyal kennen. Er ist ein brillanter Künstler mit großem Gespür, und sie lud ihn ein, ins Studio zu kommen und an einer neuen Produktion mitzuarbeiten. 2006 baten sie mich, Musik für L-E-V zu komponieren.

Ehrlich gesagt war ich zuerst skeptisch. Musik machen für „sitzende Leute“? Ich fand das komisch. Aber als ich dann Sharons Arbeit im Studio sah, dachte ich sofort: „Okay, ich bin dabei.“ Es war viel tribalistischer und texturierter, als ich es mir je vorgestellt hatte – ich wusste sofort, dass ich hier etwas beitragen konnte.

Und wie entstand dann die Verbindung zu Circa?
Yaron schrieb mir vor zwei oder drei Jahren, nachdem er in Adelaide eine Aufführung von OCD Love gesehen hatte, einem Stück von L-E-V. Danach arbeiteten wir zusammen an Peepshow von Circa. Kurz darauf kontaktierte er mich wegen der Musik für Humans 2.0.