Wo komme ich her – und wer bin ich eigentlich? Sind meine Vorfahren Teil von mir, auch wenn ich sie nie kennengelernt habe? Was bedeutet Familie?
Diesen Fragen geht das Ensemble mit Neugier, Leichtigkeit und einem Rhönrad nach. Sie begeben sich auf eine Zeitreise zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Jahrhundertwende, 50er und 70er-Jahren. Dabei folgen sie den Relikten, Erinnerungen und Erbstücken, die Familien hinterlassen – und zeichnen ein vielschichtiges Bild von Identität, Herkunft und Zugehörigkeit.
Mit körperlicher Präsenz, Tanz und Schauspiel taucht das Ensemble ein in vergangene Tanzepochen – Charleston, Rock’n’Roll, Twist und Swing – und sucht in Bewegung und Begegnung nach familiären Verbindungen im eigenen Stammbaum.
Wurzel-Baum lädt ein zum Nachdenken über unsere Wurzeln und darüber, wie eng Vergangenheit und Zukunft miteinander verwoben sind – sinnlich, bewegend und humorvoll purzelnd durch die Zeiten.
Tickets über das Gruppenbüro buchbar:
gruppenticket@staatstheater-darmstadt.de
Für alle ab 8 Jahren
Dauer: ca. 60 Minuten
Sprache: Deutsch
Tickets: 12 €
Fotos: Laura Nickel
Inszenierung & Choreografie: Célestine Hennermann
Ausstattung: Nathalie Meyer
Musik: Jacob Bussmann
Video: Niranh Söntgen
Dramaturgie: Emel Aydoğdu
Vermittlung: Laura zur Nieden
Regieassistenz: Evi Rohde
Ausstattungsassistenz: Ella Thomann
Kostümassistenz: Dongjin Park
Mitarbeit Bühne: Lars Werneke
Eine Koproduktion des Hessischen Staatsballetts und JUST Staatstheater Wiesbaden.
Der Workshop vermittelt Grundlagen des Electro Dance. Die Teilnehmer*innen lernen die Geschichte, Technik und choreografischen Ansätze dieses in den 2000er-Jahren in Frankreich entstandenen Stils kennen. Im Vordergrund stehen der Spaß und das gemeinsame Tanzerlebnis.
Fr. 31.10. | 16.30 Uhr
Staatstheater Darmstadt — Ballettsaal
Teilnahme ab 12 Jahren, keine Vorkenntnisse erforderlich
Dauer: ca. 120 Minuten
Sprache: Englisch
Inspiriert von Rachid Ouramdanes Corps extrêmes erforscht dieser Workshop Schwerkraft, Gruppendynamik und körperliche Verbindung. Getanzt wird als Teil einer Gruppe — vereint in der Bewegung, wie ein einziger Organismus.
Teilnahme ab 16 Jahren, mit Vorkenntnissen.
Dauer: ca. 120 Minuten
Sprache: Englisch
Tickets: 14€
(c) Pascale Cholette
Tanztees waren in den 1920er-Jahren gesellschaftliche Höhepunkte. Sie boten eine zwanglose Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu schließen. Es wurde getanzt, gelacht, begutachtet
und erprobt. Tiefsinnige Gespräche wurden geführt – und dann wurde wieder getanzt. Das Tanzfestival Rhein-Main lässt die Tradition des Tanztees samt Live-Orchester wiederaufleben und
erinnert so daran, dass Tanz nicht nur schön anzusehen, sondern für jeden erfahrbar ist und meistens zu ausgesprochen guter Laune führt!
Mit Live-Musik von BLUESETTE
Staatstheater Darmstadt — Großes Haus, Foyer
So. 2.11. | 16.00 bis 19.30 Uhr

Mit Möbius Morphosis erschuf Rachid Ouramdane in Zusammenarbeit mit der Compagnie XY ein monumentales Spektakel aus Tanz, Akrobatik, Musik und Gesang. Für die Olympiade Culturelle der Olympischen Spiele Paris 2024 brachte er über 70 Künstler:innen auf die Bühne; 35 Akrobat:innen der Compagnie XY, 26 Tänzer:innen des Ballet de l’Opéra de Lyon und dem Kinderchor der Maîtrise de Radio France. Inspiriert von Murmurations – den atemberaubenden Formationen von Vogelschwärmen – füllt das Ensemble die Bühne wie ein tanzender Schwarm. Jean-Benoît Dunckel, Mitbegründer des legendären Pop-Duos AIR, komponierte die Musik für dieses Projekt, das die olympischen Werte von Exzellenz, Freundschaft und Respekt feiert. Das Tanzfestival Rhein-Main zeigt nun die Filmaufnahme von Möbius Morphosis aus dem Jahr 2024 und lädt das Publikum ein, sich von der Kraft kollektiver Körperlichkeit tragen zu lassen. Ein hypnotischer Abend, der Natur, Gemeinschaft und Bewegung in einer spielerischen Choreografie verschmelzen lässt und den Geist der Olympischen Spiele auf eindrucksvolle Weise spürbar macht.
Dauer: ca. 60 Minuten

Der Film Der Tanz der Jahreszeiten in der Regie von Tommy Pascal bringt sechs international gefeierte Choreograf:innen mit vier Tanzduos zusammen. Jedes Duo
interpretiert in einer eigenen Episode verschiedene Phasen des Liebens – vom ersten Kribbeln bis zum Moment des Abschieds. Begleitet wird dies von Max Richters Komposition
The New Four Seasons – Vivaldi Recomposed, die Vivaldis ikonische Vier Jahreszeiten mit elektronischen Elementen zu einer Klanglandschaft verschmelzen lässt. So entsteht ein vielstimmiges Tanzporträt, das Liebe in all ihren unterschiedlichen Gestalten erfahrbar macht.
Dauer: ca. 45 Minuten
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Konzept: Rachid Ouramdane & Collectif XY
Musik: Jean-Benoît Dunckel
Gesang: Schüler:innen der Maîtrise de Radio France
Tanz: 26 Tänzer:innen des Ballets der Oper Lyon & 35 Akrobat*innen des Collectif XY
Licht: Stéphane Graillot
Kostüme: Rachid Ouramdane & Siegfried Petit Imbert, mit Unterstützung der Werkstätten der Oper Lyon und Chaillot, Théâtre national de la Danse, die Original Möbius-Kostüme sind von Nadia Léon.
Executiver Produzent Chaillot – Théâtre national de la Danse, in Koproduktion mit Opéra de Lyon, Les Nuits de Fourvière, Le Centre des monuments nationaux, La Maîtrise de Radio France & Le Collectif XY.
Koveranstalter war Le Panthéon. Mit Unterstützung durch Dance Reflections von Van Cleef & Arpels und Olympiade Culturelle und dem Ministerium für Kulturelle Angelegenheiten.
Danke an das Rathaus des 5. Arrondissement der Stadt Paris, an das Rathaus von Puget-Théniers, das Department Alpes-Maritimes und Radio Vallée du Var.
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Am 8.11. geben ausgewählte Künstler*innen aus der Rhein-Main-Region Einblicke in Stücke und Projekte, an denen sie aktuell arbeiten. Die perfekte Gelegenheit, um die neuesten Entwicklungen in der Tanzszene zu entdecken und Talente aus der Region kennenzulernen. Für die Künstler*innen ist die Choreografische Werkstatt eine wichtige Chance, um bereits während ihrer Recherchen und Proben Rückmeldungen vom Publikum zu bekommen und diese in den weiteren Prozess einfließen zu lassen.
Und das steht dieses Mal auf dem Programm:
Tatort
Carlos Díaz Torres
Reden wir über Begehren: Dominant oder unterwürfig? Es ist 2025 und trotz aller Kritik verkörpern wir weiterhin traditionelle Rollen des Begehrens, so die These des Stücks. Warum? Tatort ist eine laufende choreografische Recherche über das Zusammenspiel von erotischem Verhalten und sozialen Machtstrukturen.
Caramelized
Micaela Odriozola Maglie
„I’m soo sweet!“ – In einer klebrigen Bühnenlandschaft begibt sich Caramelized auf eine süße Suche nach der Quintessenz von „Sweetness“ in seiner gustatorischen und emphatischen Bedeutung – „like sugar on my tongue“
PLAYWORK
PLAYWORKGROUP
PLAYWORK ist ein choreografisches Spiel. Unter bestimmten raum-zeitlichen Vorgaben, Verhaltensregeln und unter der Verfolgung verschiedner Ziele und Strategien möchte das Ensemble um Thomas Bradley choreografische Prozesse zu dezentralisieren.
Mit Glimmer kehrt Rui Horta zurück in eine Region, die seine choreografische Handschrift maßgeblich mitgeprägt hat: In den 1990er-Jahren leitete der portugiesische Choreograf das legendäre S.O.A.P. Dance Theatre Frankfurt, das für viele zur Keimzelle des zeitgenössischen Tanzes im Rhein-Main-Gebiet wurde. Nun erschafft Horta, bekannt für seine genreübergreifende Arbeit, gemeinsam mit der portugiesischen Elektroband Micro Audio Waves ein multimediales Gesamtkunstwerk zwischen Musik, Tanz, Lichtkunst und effektvoller Technologie. Glimmer ist ein audiovisuelles Spektakel – zwischen goldenen Oberflächen, biomorphen Kostümen und dichter Atmosphäre entsteht eine futuristische Landschaft, in der sich Körper, Natur und Technik begegnen. Inspiriert von Fragen zu künstlicher Intelligenz, Klimawandel und kollektiver Verantwortung entwirft Glimmer ein visionäres Szenario: lebhaft, pulsierend und voller Hoffnung auf eine Welt, in der alle Platz finden. Ein Stück, das feiert, fragt – und zum Träumen anregt.
Dauer: ca. 75 Minuten
Sprache: keine Sprachkenntnisse erforderlich
Tickets: 44 € / 35 € / 26 € / 18 € / 9 € , ermäßigt 50%
Regie, Lichtdesign, szenischer Raum: Rui Horta
Choreografie: Rui Horta, Gaya de Medeiros
Originalmusik: Micro Audio Waves (Claudia Efe, C. Morg, Flak & Francisco Rebelo)
Performance: Claudia Efe, Gaya de Medeiros, C. Morg, Flak & Francisco Rebelo
Digitale Inhalte & Software Entwicklung: Guilherme Martins
Video: Stella Horta
Leitung Kamera: Tomás Vieira
Liquid Luck Video & LED Beratung: David Ventura
Liquid Luck Video & Grafikdesign: Marco Madruga
Kostüm: Constança Entrudo
Kostüm für das Video ‘Pacific Airways’: Sofia Braga
Produktionsleitung: Pedro Santos
Technische Leitung und Video: João Chicó
Licht: Pedro Guimarães
Ton: Artur David
Roadie: Sérgio Barat
Eine Produktion von Modern Drift, in Koproduktion mit Teatro Aveirense, Centro Cultural Vila Flor, São Luiz Teatro Municipal, Teatro Municipal de Ourém, CCC Caldas da Rainha, Cine-Teatro Curvo Semedo and Teatro Viriato.
Mit ÉPIQUE! kehrt Nadia Beugré zurück zu den Wurzeln ihrer Kindheit in der Côte d’Ivoire, zu einem Dorf, das längst von Wald überwuchert wurde und nur noch in Erinnerungen weiterlebt. Die Tänzerin und Choreografin, bekannt für ihre Arbeiten, die gesellschaftliche Normen von Identität, Geschlecht und Zuschreibung radikal infrage stellen, bewegt sich in dieser Soloarbeit zwischen Ritual, Erinnerung und Widerstand. Inspiriert von der Figur ihrer Großmutter Gbahihonon, der „Frau, die sagt, was sie sieht“, und von legendären Frauenfiguren ihrer Herkunft wie Dô-Kamissa, weibliches Orakel und „Büffel-Frau“, verwebt Beugré persönliche und kollektive Erzählungen, in denen Frauen – oft übersehen – die Geschichte prägen. Begleitet von einer Musikerin und einer weiblichen Griotte, einer Hüterin vergessener Geschichten, lädt ÉPIQUE! das Publikum ein, den Stimmen ihrer Ahnen zu lauschen. Zwischen Tanz, Musik und Geschichtenerzählung entsteht ein tosender Raum, in dem Beugré die Kraft weiblicher Widerständigkeit feiert. Ein intensives, lebendiges Solo, das durch Körper, Stimme und Rhythmus den Mut beschwört, sich den eigenen Wurzeln und Geschichten zu stellen – zärtlich, direkt und von fesselnder Präsenz.
Dauer: ca. 65 Minuten
Sprachen: keine Sprachkenntnis erforderlich. Das Stück enthält wenige Teile in Französisch und Bété, mit deutschen Übertiteln
Künstlerische Leitung & Performance: Nadia Beugré
Performance & Live-Musik: Salimata Diabate (Trommeln, Balafon), Charlotte Dali (Stimme, Trommeln)
Dramaturgie: Kader Lassina Touré Bühne: Jean-Christophe Lanquetin
Licht und technische Leitung: Paulin Ouedraogo
Produktion: Virginie Dupray / Libr’Arts
In Koproduktion mit Montpellier Danse, durch eine Residenz in der Cité internationale de la danse, mit Unterstützung der Fondation BNP Paribas, mit Kunstenfestivaldesarts, Charleroi danse – Centre chorégraphique national de la fédération Wallonie Bruxelles, Festival d’Automne, Theater Freiburg, Centre chorégraphique National de Caen en Normandie (Accueil studio / Ministry of Culture), ICI – Centre chorégraphique national de Montpellier Occitanie / Direction Christian Rizzo als Teil des Programms für assoziierte Künstler*innen. Mit Unterstützung von DRAC Occitanie und Région Occitanie Pyrénées Méditerranée. Mit besonderem Dank an Ivoire Marionnettes und Institut français in Côte d’Ivoire.
Rave Lucid ist eine energiegeladene Hommage an die Electro-Dance-Community – auch bekannt als „Tecktonik“ oder „Milky Way“, die im Paris der 2000er-Jahre zwischen Clubkultur, Internet und Battle-Szene entstand. Mazelfreten, das französische Ensemble um die Choreograf:innen Brandon Masele und Laura Nala Defretin, verbindet in dieser Arbeit hypnotische Gruppenchoreografien mit der rohen Kraft des Freestyle. Zwölf Tänzer*innen zeigen extreme Präzision, Synchronizität und kraftvolle Präsenz – und lassen zugleich die Freiheit und Ekstase spürbar werden, die Electro-Dance bis heute antreibt. Mit technoiden Beats, flirrenden Armbewegungen und choreografischer Klarheit entwickelt Rave Lucid eine Ästhetik zwischen Rave, Ritual und futuristischem Körperbild. Die Kommerzialisierung von Electro-Dance in den 2000ern – oft unter dem Label „Tecktonik“ vermarktet – wird dabei kritisch hinterfragt, ohne die Kraft der Szene zu verleugnen. Rave Lucid ist ein pulsierender, kollektiver Körper, ein Stück über Sichtbarkeit, Community und den Wunsch, sich durch Tanz Raum zu schaffen – explosiv, politisch, extrem lebendig.
Dauer: ca. 55 Minuten
Tipp: Nach dem Stück weiter tanzen auf der Rave-Party um 22.00 Uhr im Foyer Kammerspiele
Am 31.10. gibt es einen Workshop mit Mitgliedern der Company Mazelfreten
Hinweise zum Inhalt und zu sensorischen Reizen: Stroboskoplicht, extrem laute Musik, Nebel, extreme Helligkeit
Choreografie: Brandon Miel Masele & Laura Nala Defretin
Performance: Téo Le Mino Cellier, Filipe Filfrap Pereira Silva, Théa X23 Haggiag-Meier, Océane Haja Maréchal, Manuela Emrose Le Daeron, Alice Aliche Lemonnier, Adrien Vexus Larrazet, Marie Mariejuana Levenez, Brandon Miel Masele, Khaled Cerizz Abdulahi
Im Wechsel: Jonathan Vision Lutumba, Jade Jaddow Mienandi
Licht: Judith Leray
Musik: Nikit / Ino & Fille de Minuit
Kostüme: Sting Masele & Emma Deat
Produktion: Cie Mazelfreten
Produktionsmanagement und Verwaltung: Carline De Castro
Distribution: Kinetic (Antonin Coutouly)
In Koproduktion mit IADU La Villette, Théâtre de la Ville Danse Élargie, Ballet National de Marseille – (LA) HORDE, DRAC ile de France, Points Communs Nouvelle Scène nationale de Cergy-Pontoise – Val d’Oise, CDLP P. Doussaint GPS&O, DCA Philippe Découflé. Mit Unterstützung von MTD d’Epinay, dem Departement Seine Saint-Denis, durch Mécénat de la Caisse des Dépôts et de la fondation BNP Pariba.
Der Tango gehört zu den sinnlichsten Gesellschaftstänzen überhaupt — und ist doch viel mehr als das: Er ist Begegnung, Gespräch ohne Worte, getanzte Sehnsucht. Im stimmungsvollen Ambiente des historischen Foyers im Hessischen Staatstheater Wiesbaden lädt das Tanzfestival Rhein-Main gemeinsam mit Siempre Tango zu einem Abend ein, der ganz im Zeichen dieser besonderen Tanzkultur steht. Ob mit jahrelanger Erfahrung oder aus spontaner Neugier: Alle sind willkommen, sich auf die melancholische Eleganz, das Spiel zwischen Nähe und Distanz und die Magie der Musik einzulassen.
Mit Live-Musik von SIEMPRE TANGO
Tickets: 20,- Euro
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