Shiraz

Choreografie von Armin Hokmi

Gibt es eine Möglichkeit, ein Festival durch eine Tanzperformance wiederzubeleben? Armin Hokmi und sein Team beantworten diese Frage mit Intelligenz und Esprit in „Shiraz“. Es ist fast wie das Beobachten eines Sonnenauf- oder -untergangs: Immer wieder offenbart dieses rätselhafte, fesselnde Werk neue Nuancen, die der Betrachtende entdecken kann.

Sieben Performerinnen weben ein Muster aus Bewegungen, winden und entwirren sich zum pulsierenden Beat einer mitreißenden Musik und ziehen fließende Bahnen, die sie in flüchtigen Konstellationen zusammenführen. Mit einer unerschütterlichen Sensibilität für die Impulse, die zwischen den Tänzerinnen entstehen, rückt „Shiraz“ die kollektive Praxis des Erinnerns und des gemeinsamen Tanzens in den Vordergrund. Eine Praxis der Liebe. Ein pulsierender Tanz, durchdrungen von einem Gefühl der Verzauberung und Sehnsucht.

Ausgangspunkt für dieses Stück ist das Shiraz Arts Festival – ein Festival für Live-Künste, das zwischen 1967 und 1977 im Süden des Iran stattfand und das Verhältnis zum Publikum sowie die Präsentationsformen von Kunst radikal neu dachte. Armin Hokmi verortet es gemeinsam mit dem Team in unserer Gegenwart, indem er es in Form einer Tanzperformance in neuer Gestalt wiederaufleben lässt.

«Shiraz» ist zugleich eine Hommage und ein fiktionaler Schauplatz. Das Stück versucht, die Ambitionen des Festivals und seine Liebe zu den Live-Künsten neu zu imaginieren – ihre Autonomie als Kunstformen wie auch ihre gemeinsamen Wurzeln über geografische Grenzen hinweg.

Dauer: ca. 50 Min.

© Nadja Krüger
© Bertrand Delous
© Armin Hokmi Kiasaraei
© Ruben Vuaran
© Ruben Vuaran
© Bertrand Delous
© Alain Scherer

Trailer

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Credits

Konzept und Choreografie: Armin Hokmi
Tanz und Performance: Daniel Sarr, Luisa Fernanda Alfonso, Aleksandra Petrushevska, Efthimios Moschopoulos, Johanna Ryynänen, Emmi Venna, Charlott Madeleine Utzig, im Wechsel mit Xenia Koghilaki
Musik: EHSXN, Reza R
Lichtdesign: Vito Walter
Szenografie und Lichtkonzept: Felipe Osorio Guzmán
Entstanden im Dialog mit: Emmi Venna
Kostüme: Moriah Askenaizer
Überarbeitung der Kostüme: Katharina Fritz
Beratung und Archivrecherche zum Shiraz Arts Festival (1966–1977): Vali Mahlouji

Koproduktion: Festival Montpellier Danse 2024, Rosendal Teater (Trondheim), Dansehallerne (Kopenhagen), Black Box teater (Oslo), Tanzfabrik (Berlin)

Gefördert von: Arts Council Norway, Nordic Culture Fund, FFUK, Nordic Culture Point

Residenzförderung: Montpellier Danse, Tanzfabrik (Berlin), Lake Studios (Berlin), Uferstudios (Berlin), DAVVI Center for Performing Arts Hammerfest

Forschungsphase gefördert durch: Dis-Tanzen

Danke an: Anne-Cécile Sibué, Rasmus Jensen, Diletta Sperman, Ellen Söderhult, Theatre Haus Berlin

Biografie

© Felipe Osorio Guzman

Armin Hokmi arbeitet mit Tanz und Choreografie. Er begann 2009 als Perform­er im unabhängigen Theater im Iran und setzte seine Arbeit und Ausbildung später im Ausland fort, wo er Erfahrungen mit verschiedenen performativen Praktiken und Medien sammelte. Er hat einen B.A. in Schauspiel von der Norwegian Theatre Academy (2015–2018) und erwarb seinen M.A. in Solo/Dance/Authorship am HZT Berlin (2019–2021).

Armins Tanz- und Bewegungssprache entsteht im Zusammenspiel zwischen einer Vertrautheit mit bekannten Formen und Praktiken, die sich einer Wiedererkennung entziehen. Er kultiviert einen Horizont, in dem unterschiedliche Möglichkeiten von Referentialität in Kontrast und Veränderung aufeinandertreffen – insbesondere im Hinblick auf Tänze, die vernachlässigt wurden und als historisch unbedeutend galten. Seine choreografische Praxis bewegt sich durch Zeit und Raum, richtet die Aufmerksamkeit immer wieder neu aus und erzeugt Wandel durch das fortwährende Entfalten des Tanzes in neue Bahnen. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Passages (2019), Public Dance, Permutable Stage (2021), International Dance (2022) und Shiraz (2024).

Als Tänzer und Performer arbeitete er unter anderem mit Künstler*innen wie Mette Ingvartsen, Kasper Ravnhøj, Hooman Sharifi und Phillip Zarrilli. Armin ist Associate Artist bei Montpellier Danse für den Zeitraum 2024–2026.
Zwischen 2026 und 2030 wird er sich auf drei Produktionen konzentrieren: Repertoire (Bazm), Troupe und Ensemble. Die Projekte beschäftigen sich mit Historizität und Formen von Kollektivität im Tanz.

Pressestimmen

„… a hypnotic atmosphere that points to a fragile, yet determined orientation towards the possibilities of the living arts. This is a self-critical work of love. „
– Inky Lee , Tanzschreiber

“He had said that he had full confidence in dance, and Armin Hokmi absolutely proves this through this experience that he has offered us, all together again. Yet another path to Beauty.“ Offshore Revue

“Armin Hokmi. The revelation of Montpellier Dans, it’s him” Noisette Philippe

„In this creation, the dance is de-gendered, blending male and female dancers in perfect harmony.“Cult.news

„The creation is a choreographic gem, a real work of art.“ Dansercanalhistorique.fr

„Armin Hokmi reveals the finesse of his choreographic writing on the occasion of his piece Shiraz.” Marie Reverdy

“A choreographic weave of great poetic finesse.”
-Thomas Hahn

Aktuell gibt es für dieses Programm keine bevorstehenden Termine.

Unser Repertoire

Stücke aus den vergangenen Spielzeiten finden Sie hier.

Mehr dazu