2016/2017

Mit der Einrichtung von Residenzen stellt sich das Hessische Staatsballett den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts. Nicht zuletzt dank erhöhter Mobilität und digitaler Kommunikation wächst die Zahl der Tanzschaffenden, die sich nicht mehr fest an eine Institution binden wollen. Sie reisen um den Erdball, teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen in Workshops und anderen Formen mit anderen, nehmen dort Neues auf. Dadurch haben sie eine neue Intensität des Arbeitens hervorgebracht, Tanzkulturen verschiedener Länder und Kontinente einander angenähert und neue Formen des Wahrnehmens und Kommunizierens über Tanz etabliert.

Wir wollen unser Publikum an dem Reichtum dessen teilhaben lassen, was diese freischaffenden Künstler ersinnen und erarbeiten. Zu diesem Zweck werden pro Spielzeit mehrere Teams eingeladen, am Standort Darmstadt in einer Werkstatt-Atmosphäre choreografische Projekte zu entwickeln. Offenheit und Originalität stehen dabei im Vordergrund, es werden so wenige Vorgaben wie möglich gemacht, um eine große Vielfalt an Resultaten zu ermöglichen. In offenen Proben oder als Work in progress werden erste Ergebnisse gezeigt, wobei die Formen der Präsentation gezielt mit den Konventionen spielen und neue Räume eröffnen sollen.

Compagnie Philippe Saire

Work in Progress:
23.09.2016
Darmstadt, Ballettsaal

Die Compagnie Philippe Saire wurde 1986 gegründet. Der Choreograf Philippe Saire gilt in der Schweiz als Schlüsselfigur der zeit­genössischen Tanzszene. Während der Residenz beim Hessischen Staatsballett arbeitet er mit seiner Kompanie an der neuen Produktion CUT, die im Februar in Darmstadt zu sehen sein wird. Neugierige erhalten einen Einblick in den laufenden Kreationsprozess.

Cocoon Dance

Work in Progress:
13.10.2016

19.30 Uhr
Darmstadt, Ballettsaal

Die im Spannungsfeld von Theater und Abstraktion entstandenen Projekte der Kompanie touren mittlerweile auf vier Kontinenten und wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. In ihrer Residenz setzt das Ensemble die Arbeit an der Neukreation No Body But Me fort, das im November in Darmstadt zur Aufführung kommt. Der Stand der bisherigen Proben lässt sich an diesem Tag verfolgen.

Helena Waldmann

Work in Progress:
04.02.2017

19.30 Uhr
Darmstadt, Ballettsaal

Helena Waldmanns Markenzeichen sind Stücke starker Authentizität und Eindringlichkeit. Das bewies unter anderem ihr Gastspiel mit der Produktion Made in Bangladesh, das in der Spielzeit 2014/15 am Staatstheater Darmstadt zu erleben war. Nun taucht die Weltreisende in Sachen
Tanz während einer Residenz beim Hessischen Staatsballett in ihr Projekt Gute Pässe Schlechte Pässe ein. Das Format „Work in progress“ präsentiert erste Ergebnisse.