Zur Ergänzung der mit dem festen Ensemble und den Teams der Produktionsresidenzen erarbeiteten Stücke übernimmt das Hessische Staatsballett auch die Rolle des Gastgebers. Neben hochkarätigen Ballett-Gastspielen im Rahmen der Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden werden namhafte Kompanien nach Darmstadt und Wiesbaden eingeladen, die ein breites Spektrum zwischen klassischem, modernem und experimentellem Tanz präsentieren. Darüber hinaus soll das Hessische Staatsballett über finanzielle und logistische Beteiligungen an Tanzproduktionen in der internationalen Tanzszene als verlässlicher Partner für neue Kreationen etabliert werden.

Gastspiele 2015/2016

LA VERONAL: VORONIA

Konzept und Choreografie von Marcos Morau

Being in Evil means to go always as far as possible.
Georges Bataille

6.10.2015*
19.30 Uhr
Darmstadt, Kleines Haus

7.10.2015
19.30 Uhr
Darmstadt, Kleines Haus

*Künstlergespräch im Anschluss an die Vorstellung

Voronia, die neue Produktion der aufstrebenden spanischen Kompanie La Veronal, entstand unter anderem im Residenzprogramm des Hessischen Staatsballett im vergangenen Mai. Die Kompanie La Veronal setzt darin ihren ganz eigenen Ansatz fort, geografische Regionen, deren Geschichte und Kultur, in dramatische Produktionen zu verwandeln und damit eine Analogie von Tanz und Geografie zu schaffen. Dem Bösen auf der Spur blickt die Kompanie ins Erdinnere, in die tiefste Kaverne der Welt: die Krubera-Voronia-Höhle im Westlichen Kaukasus. Voronia beschäftigt sich mit Licht und Dunkelheit, mit Gut und Böse und mit dem menschlichen Bedürfnis nach Religion. Marcos Morau studierte Choreografie in Barcelona, Valencia und New York und gründete das Kollektiv La Veronal 2005 zusammen mit Künstlern aus den Bereichen Tanz, Film, Fotografie und Literatur.

Regie Marcos Morau
Choreografie Marcos Morau in Zusammenarbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern
Dramaturgie Roberto Fratini und Pablo Gisbert – El Conde de Torrefiel
Tanz Lorena Nogal, Manuel Rodríguez, Marina Rodríguez, Giacomo Todeschi, Jony López, Shay Partush, Joaquín Collado, Sau-Ching Wong
Bühne La Veronal, Enric Planas
Licht Albert Faura
Sound Marcelo Lastra
Technische Leitung Bernat Jansà
Lehrer Cristina Facco, Ariadna Montfort
Produktion Juan Manuel Gil
Produktionsassistenz Cristina Goñi

Mit Statisten des Staatstheaters Darmstadt

Dauer 70 Minuten, ohne Pause
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 6.10.15

Eine Koproduktion von Festival Grec Barcelona, Théâtre National de Chaillot Paris, Hessisches Staatsballett, Tanz im August Berlin, Mercat de les Flors Barcelona | Mit Unterstützung des INAEM – Ministero de Educación, Cultura y Deporte de España und ICEC – Departement de Cultura de la Generalitat de Catalunya | In Zusammenarbeit mit El Graner – Fàbrica de Creació.
Uraufführung 1. Juli 2015, Festival Grec, Barcelona

MARCOS MORAU
studierte Choreografie am Institut del Teatre Barcelona, am Conservatorio Superior de Danza Valencia und Movement Research in New York. Seine Abschlussarbeit schloss er mit der höchst möglichen Bewertung ab und wurde vom Institut del Teatre für seine herausragende Leistung ausgezeichnet. Als choreografischer Assistent war er bei Projekten des Nederlands Dans Theater II und der Kompanie IT Dansa (Leitung: Catherine Allard) tätig. Die künstlerischen Fähigkeiten Moraus – der auch einen Master in Theatertheorie absolvierte – beschränken sich nicht auf den Tanz sondern umfassen auch Disziplinen wie Fotografie und Schauspiel.
2013 wurde Marcos Morau mit dem National Dance Award des spanischen Kulturministeriums ausgezeichnet. Seine Kreationen gewannen sowohl in nationalen als auch internationalen Choreografie-Wettbewerben Preise (Hannover, Kopenhagen, Madrid,…). Mit Los Pájaros Muertos wurde La Veronal in Fira Tarrega für die Beste Vorstellung ausgezeichnet. Siena gewann 2013 den Publikumspreis beim “Butaca Award“.

LA VERONAL
Im Jahr 2005 gründete Marcos Morau zusammen mit Künstlern aus den Bereichen Tanz, Film, Fotografie und Literatur das Kollektiv La Veronal. Das künstlerische Team sucht ständig nach neuen Ausdrucksmedien um kulturelle Referenzen – aus Film, Literatur, Musik und Fotografie – in eine starke narrative Sprache umzuwandeln und globale Kunsträume zu schaffen. Einen Namen machte sich die Kompanie mit ihrem ganz eigenen Ansatz, geografische Regionen, ihre Geschichte und Kultur in dramatische Produktionen zu verwandeln und damit eine Analogie von Tanz und Geografie zu schaffen. Die Stücke sind dabei nicht, wie Dokumentarfilme, als direkte Beschreibung eines Landes zu verstehen. Vielmehr nutzt La Veronal einzelne Elemente um daraus eine Idee zu entwickeln.

CHOY KA FAI: SOFTMACHINE: RIANTO & SURJIT NONGMEIKAPAM

Konzept und Regie von Choy Ka Fai

13.10.15*
19.30 Uhr
Darmstadt, Kleines Haus

14.10.15*
19.30 Uhr
Darmstadt, Kleines Haus

*Künstlergespräch im Anschluss an die Vorstellung

Konzept, Regie, Preformance, Dokumentation Choy Ka Fai
Performance, Choreografie Rianto, Surijt Nongmeikapam
Dramaturgie Tang Fu Kuen
Sound Zulkifle Mahmoud
Licht Andy Lim (stage „LIVE“)
Produktion, technische Leitung Yap Seok Hui

Dauer 30 + 40 Minuten, Doppelabend mit einer Pause
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung

In Anlehnung an den thematischen Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse lädt das Hessische Staatsballett herausragende Tanzschaffende aus Indonesien ein. SoftMachine ist ein Tanz-Forschungsprojekt, das die Genealogie des zeitgenössischen Tanzes in Asien untersucht, um dessen historische Linien und mögliche Zukunft zu erfassen. Der Indonesier Rianto, Spezialist der traditionellen Tanzform Lengger, verführt mit seinem Cross-Gender-Tanzrepertoire besonders männ­liche Zuschauer. Seine Performance erkundet die Spannungen der choreografischen Praxis zwischen Traditionellem und Zeitgenössischem, männlich und weiblich, Stadt und Land. Surjit Nongmeikapam, ausgebildet in klassisch indischen Tanzformen, ist einer der ersten Tänzer im indischen Manipur, der mit zeitgenössischem Tanz experimentiert. Sein SoftMachine entlarvt künstlerische Strategien, Marketingideologien und den heiklen Versuch, sich selbst zu exotisieren.

SoftMachine entstand im Auftrag von Esplanade – Theatres on the Bay, Singapur, im Rahmen des da:ns festival 2015. Die Arbeit an dem Projekt wurde gefördert vom National Arts Council, Singapur, mit Unterstützung von: TheatreWorks, Singapur; danceBox, Kobe; Kyoto Experiment; Attakkalari Centre for Movement Arts, Bangalore; und Living Dance Studio, Peking.
Das digitale Archiv zu SoftMachine wird unterstützt von deSingel, Antwerpen.

Rianto
© Choy Ka Fai

Surjit Nongmeikapam
© Choy Ka Fai

LEINEROEBANA: GHOST TRACK

Konzept und Choreografie von Andrea Leine und Harijono Roebana

© Deen van Meer

© Deen van Meer

5.11.15
19.30 Uhr
Darmstadt, Großes Haus

Ein Abend der Begegnung zwischen Orient und Okzident. In Ghost Track schaffen Andrea Leine und Harijono Roebana mit ihrer überwältigend ideenreichen Choreografie ein beispiellos neues west-östliches Gesamtkunstwerk ohne übliche Klischees zu bedienen. Die Tänzer– drei aus Indonesien, fünf aus Westeuropa – fordern sich heraus. Ihre Herkunft und Tradition verbindet sich nach und nach mit spielerischer Leichtigkeit zu neuen Formen. Es entsteht eine globale Begegnung, die dem Osten ebenso viel Ausgelassenheit zugesteht wie dem Westen Verinnerlichung. Verstärkt wird diese Aufhebung der Grenzen durch die Musik. Der indonesische Komponisten Iwan Gunawan, expressiv interpretiert von einem Gamelan-Ensemble, bewegt sich leichtfüßig zwischen Volkstümlichkeit und Minimal Music.

Ghost Track wurde ermöglicht durch das Performing Arts Fund, Hivos, Chassé Theatre Breda, die Stadt Breda, Anmaro Performing Arts, Teater Salihara, Tropentheater, Erasmus Huis, die Niederländische Botschaft in Jakarta und Pauline van Roosmalen. LeineRoebana wird gefördert von dem Performing Arts Fund und der Stadt Amsterdam für den Zeitraum 2009–2012. Die Stadt Breda stellte Fördermittel für Ghost Track bereit.

Ghost Track ist eine Choreografie von Andrea Leine and Harijono Roebana, entstanden mit und für:
Komposition/ Musikalische Leitung Iwan Gunawan
Musik Ensemble Kyai Fatahillah: Iwan Gunawan, Elang Rahayu, Yanti Nur Aprianti, Hikmatpuji Nursapar, Dedi Supriadi, Setra Pramudita, Agus Zubaedi Kahar
Tanz Uri Eugenio, Luana van Eekeren, Agus Mbendhol Margiyanto, Sandhidea Cahyo Narpati, Tim Persent, Audrey Apers, Boby Ari Setiawan, Heather Ware, Camilla Bundel
Dramaturgische Beratung Peter Delpeut
Bühne Ascon de Nijs
Kostüme Marjon Leek, Mariëtte Buiting
Licht Paul van Laak
Technischer Direktor Nico van der Vegte, Rick Hendriks

Iwan Gunawan wurde für Teile dieser Produktion von Cantus Firmus by Yannis Kyriakides inspiriert.

Besonderer Dank gilt Komunitas Salihara, Taman Budaya Jawa Timur, UPI Jurusan Pendidikan Tari, ISI Surakarta, Widya Mitra, Taman Budaya Yogyakarta.

MELK PROD: IFEEL2

Konzept und Choreografie von Marco Berrettini

©Massimiliano Donati

14.11.15
20.00 Uhr
Darmstadt, Kammerspiele

15.11.15
20.00 Uhr
Darmstadt, Kammerspiele

iFeel2 beschäftigt sich auf humorvolle Weise mit menschlichen Metamorphosen. Um philosophischen Fragen wie Warum sind wir alle auf dieser Erde? und Welchen Wert hat das menschliche Leben? näher zu kommen, setzte sich der Choreograf Marco Berrettini mit dem Essay Du musst dein Leben ändern von Peter Sloterdijk auseinander. Zentral ist dabei der Gedanke vom Menschen als einem übenden Wesen, das sich in Askesen und Exerzitien selbst erzeugt, formt und steigert. Zu sanften, eigens für das Stück komponierten Popklängen entspinnt sich ein permanent mutierendes Duett zwischen dem Choreografen und der Tänzerin Marie-Caroline Hominal.

©Marie Jeanson

Künstlerische Leitung und Konzeption Marco Berrettini
Choreografie Marco Berrettini in Zusammenarbeit mit Marie-Caroline Hominal
Performance Marco Berrettini, Marie-Caroline Hominal, Samuel Pajand
Musik Summer Music
Bühne und Licht Victor Roy
Management Tutu Production
Produktion *MELK PROD.
Koproduktion adc Genève

Dauer 70 Minuten, ohne Pause
Künstlergespräch im Anschluss an die Vorstellung vom 14. November

Mit Unterstützung von: Die Stadt Genf, Pro Helvetia Swiss Arts Council, Loterie romande, DRAC Île-de-France, Ernst Göhner Stiftung, CORODIS

MOUVOIR: BRONZE BY GOLD

Choreografie von Stephanie Thiersch. Mit dem Asasello-Quartett und Dj Elephant Power

© Martin Rottenkolber

26.11.15
19.30 Uhr
Darmstadt, Kleines Haus

27.11.15
19.30 Uhr
Darmstadt, Kleines Haus

4.12.15
19.30 Uhr
Wiesbaden, Kleines Haus

5.12.15
19.30 Uhr
Wiesbaden, Kleines Haus

In Stephanie Thierschs neuer Produktion fallen Musik und Tanz, Intensitäten, Rhythmen und Stile ineinander, verflechten und blockieren sich. Der Titel Bronze by Gold, gefunden im Sirenenkapitel des Ulysses (J. Joyce), meint das verführerische Nebeneinander und Nacheinander von Zeitgenössischem Tanz, Tableaux Vivants, Streichquartett und Clubmusik. Jeder glänzt, gewittert oder erlischt: Sieben Performer, ein Streichquartett und ein DJ werden als utopische Gemeinschaft dazu gebracht, sich zu verbinden, zu verketten, aneinander zu zerren, spielerisch und unbequem, lustvoll und erzwungen. Bronze by Gold kommt daher wie eine eklektizistische Montage. Sie entwickelt einen Sog und wirbelt ikonische Bilder einer Gesellschaft durcheinander, die sich selber feiert, die aufgibt, weiterzieht, überleben muss.
Zu den sich immer weiterverzweigenden Klängen des Asasello-Quartett, angefangen mit der Großen Fuge von Beethoven über Torso V von Márton Illés, bis zu Hikari Kiyamas Raga Phi, gesellen sich die pochenden Bässe und die virtuose Scratchtechnik des Dj Elephant Power. 12 Körper werden zu Strudeln und versuchen sich dennoch zu behaupten, gegen den Strom zu schwimmen. In einer Welt, in der alles nebeneinander steht, sich alles gegenseitig zu nivellieren scheint, versuchen sie in Erscheinung zu treten, immer anders.

Konzept/Choreografie Stephanie Thiersch
Quartett Rostislav Kozhevnikov (1. Violine), Barbara Kuster (2. Violine), Teemu Myöhänen (Cello), Justyna Śliwa (Viola)
Tanz/Kreation Matteo Ceccarelli, Marika Gangemi, Annamari Keskinen, Moo Kim,
 Colas Lucot, Chang Ik Oh, Camille Revol
Support Manon Greiner
Elektronische Musik Dj Elephant Power
Dramaturgie Guy Cools
Choreografisch-musikalische Beratung Juan Kruz Díaz de Garaio Esnaola
Choreografische Assistenz Viviana Escalé, Valentí Rocamora i Torà
Regieassistenz Liesa Harzer
Kostüm Fabien Almakiewicz
Bühne Jasper Diekamp
Lichtdesign Nico de Rooij, Jürgen Kapitein
Outside Ear Aleksandra Gryka
Technische Leitung Fabian Bleisch
Ton Maximilian Johannson
Fotografie Martin Rottenkolber
Produktionsleitung Karolin Henze
Management Béla Bisom
Un grand merci à Chantal Grand!

Dauer 80 Minuten
Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer

 

Stephanie Thiersch

© Martin Rottenkolber

Eine Produktion von MOUVOIR/Stephanie Thiersch in Zusammenarbeit mit dem Asasello-Quartett und Dj Elephant Power. Koproduziert von: Beethovenfest Bonn, Tanz im August, Hessisches Staatsballett / Staatstheater Darmstadt & Hessisches Staatstheater Wiesbaden, tanzhaus nrw.
In Kooperation mit dem Theater im Pumpenhaus Münster und Freihandelszone Köln.
Gefördert durch: Kunststiftung NRW, NATIONALES PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, RheinEnergieStiftung Kultur, Kulturamt der Stadt Köln.

© Martin Rottenkolber

SPITFIRE COMPANY:

ONE STEP BEFORE THE FALL

21.01.16
20.00 Uhr
Darmstadt, Kammerspiele

22.01.16
20.00 Uhr
Darmstadt, Kammerspiele

One step before the fall zeigt ein energiegeladenes, leidenschaftliches Solo der Tschechin Markéta Vacovská, die 2013 vom Festival Tanec Praha als Tänzerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Zu Lenka Dusilovás hypnotisierenden, live eingespielten Wogen von Stimme und Sound vertanzt sie die herzzerreißende Geschichte vom Aufstieg und Fall Muhammed Alis und beschäftigt sich neben dessen Karriere mit seinem Kampf gegen Parkinson. Das genreübergreifende Stück der umjubelten Spitfire Company ist neben Muhammed Ali allen Überlebenskämpfern gewidmet. Die Performance zählte zu den Preisträgern der Tschechischen Tanzplattform 2013 und des Edinburg Fringe Festivals 2013.

Dauer 50 Minuten

Konzept und Regie Petr Boháč
Choreografie Markéta Vacovská
Tanz Markéta Vacovská
Musik, Stimme Lenka Dusilová
Bühnenbild Petr Boháč, Jeník Bubal
Licht Design Martin Špetlík
Produzenten Tereza Havlíčková, Barbora Kalinová
Produktion Studio Damúza o.s., Bezhlaví o.s.
Koproduzenten UFFO – SCT, Experimental Venue Roxy / NoD

© Martin Marak

ANTI WORDS

21.01.16
21.15 Uhr
Darmstadt, Kammerspiele

22.01.16
21.15 Uhr
Darmstadt, Kammerspiele

Für Antiwords wurde Petr Bohác von den Werken Václav Havels beeinflusst, insbesondere von der filmischen Adaption seines Stückes Audience, in welcher es dem Schauspieler Landovský gelingt innerhalb seiner Rolle als Bierbrauer neun Pint Bier zu trinken. Gehüllt in zwei überdimensionale Masken der Bildhauerin Paulina Skavova stellen sich zwei Schauspielerinnen der Aufgabe, diese Legende zu übertreffen.

Dauer 55 Minunten, ohne Pause

Konzept Miøenka Èechová, Petr Boháè
Regie Petr Boháè
Darstellerinnen Jindøiška Køivánková, Tereza Havlíèková
Musik Sivan Eldar, Karel Gott
Licht Design Martin Špetlík
Masken Paulina Skavova
Produktion Spitfire Company, Tereza Havlíèková
Koproduktion Bezhlavi o.s. und Palác Akropolis

© Michal Hančovský

AYELEN PAROLIN: HERETIQUES

Konzept und Choreografie von Ayelen Parolin

© Charlotte Sampermans

30.01.16
19.30 Uhr
Wiesbaden, Wartburg

Die argentinische Choreografin Ayelen Parolin lädt die Zuschauer mit Hérétiques zu einem zeitgenössischen Ritual ein. Auf der Basis von Wiederholung und Ausdauer entspinnt sich zu eigens komponierten Klavierklängen ein Stück um ein Leitmotiv: das “Dreieck” und seine endlosen Variationen. In einem obsessiven und mechanischen Trio verweisen zwei Tänzer und eine Pianistin auf die heutigen Imperative von Leistungsfähigkeit und Rentabilität. Die mathematische Konstruktion der Bewegung verbindet sich mit geometrischen und präzisen Gesten. Im Crescendo pendeln die Interpreten zwischen Kanon und Unisono, steigern sich bis an ihre Grenzen um auszutesten, was an diesem Punkt passieren wird.

© Charlotte Sampermans

© Charlotte Sampermans

Dauer ca. 45 Minuten, ohne Pause

Konzept und Choreografie Ayelen Parolin
Darsteller Marc Iglesias & Gilles Fumba
Musikalische Komposition und Interpretation Lea
Dramaturgie Olivier Hespel
Licht Design Colin Legras
Produktion RUDA Asbl
Koproduktion
Charleroi Danses, Les Brigittines, Theatre Marni | Mit Unterstützungvon la Federation Wallonie – Bruxelles – Service De la Danse, Kunstenwerkplaats Pianofabriek, la Briqueterie, WBI, SACD, WBT/D

Ayelen Parolin wird begleitet vom Grand Studio. Residenz im Rahmen des Projekts Passerelles mit Les Brigittines und La Briqueterie.

BALE DE CIDADE DE SAO PAOLO

Ballettabend von Mauro Bigonzetti, Luiz Arrieta und Itzik Galili

Das Balé da Cidade de São Paulo gilt als eine der innovativsten Kompanien Südamerikas. Ihre einzigartige Ästhetik ist geprägt von einem brasilianischen Selbstverständnis, welches den Tänzerinnen und Tänzern innerhalb der universellen Sprache des zeitgenössischen Tanzes sowohl technische als auch interpretatorische Vielfalt beschert. In Mauro Bigonzettis Antiche Danze präsentieren sie ein kontrastreiches Stück, welches vollkommen von der Musik inspiriert ist – von der Renaissance bis zur modernen Sinfoniekultur des 19. Jahrhunderts. In Bandoneón von Luiz Arrieta, bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer kraftvoll und zugleich wehmütig zur Musik von Astor Piazzola. O Balcão De Amor von Itzik Galili, der kürzlich auch A Walk Above in Weltenwanderer für das Hessische Staatsballett kreierte, wandelt zwischen Fantasie und Wirklichkeit.

23.02.16
19.30 Uhr
Wiesbaden, Großes Haus

ANTICHE DANZE

© Balé da Cidade de São Paulo

Antiche Danze ist ein vollkommen von der Musik inspiriertes Stück, in dem sich der Musikgeschmack der Renaissance mit der Sinfoniekultur des 19. Jahrhunderts verbindet. Aus dieser Verschmelzung entspringt die choreografische Idee: Alltagsgesten, Stakkato-Bewegungen, Tanzpassagen mit großer Dynamik; Duette, Solos und Gruppen in Kostümen aus zeitgenössischen Materialien, aber mit antiker Ästhetik. Kurz, die Choreografie entfaltet diesen Kontrast zwischen Tradition und Modernität. Und welche Kompanie wäre denn besser aufgestellt, um ein solches Konzept von Traditionen und deren Bruch lebendig zu machen, als das Balé da Cidade de São Paulo?
(Mauro Bigonzetti)

CHOREOGRAFIE Mauro Bigonzetti
MUSIK Ottorino Respighi – Antiche Danze E Arie
LICHT Carlo Cerri
KOSTÜME Geraldo Lima
KOSTÜMASSISTENZ Cacau Martins
REQUISITE Gustavo Rocco Und Henrique Madureira
CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Roberto Zamorano
URAUFFÜHRUNG August 2014, Teatro Municipal, Sao Paulo
DAUER DER VORSTELLUNG 35 Minuten
ON STAGE 16 Tänzerinnen

BANDONEÓN

CHOREOGRAFIE Luiz Arrieta
MUSIK Astor Piazzolla – Konzert Für Bandoneón und Orchester, Aconcagua
CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Kenia Genaro, Roberta Botta, Suzana Mafra
LICHT Silviane Ticher
KOSTÜME Lino Villaventura
URAUFFÜHRUNG April 2014, Teatro Municipal De Sao Paulo
DAUER DER VORSTELLUNG 21 Minuten
ON STAGE 10 Tänzer

© Balé da Cidade de São Paulo

Ich weiß nicht, ob diese Erinnerungen mir gehören.
Denn mein Geschick leitet mich auf einfacheren – oder leeren – Pfaden.
Empfangenes Erbe bewohnt mich, das Abbild dessen, was ich hätte sein können. Neu und luftig, strömt die Metapher über.
Und dieser packende Rhythmus, dieser Song, rettet mir das Leben vor dem Abgrund. Ich spreche aus, was ich vermute (nicht weiß), in den Pausen, die mein Schicksal einlegt.
(Luiz Arrieta)

O BALCÃO DE AMOR

Zwischen Phantasie und Realität: der Wille zum gesundem Verstand
Eine Grenzlinie wie ein Hochseil, die Huldigung an einen Traum
Unterm Strich ein Handel: Glück gegen Schmerz
Immer am Ende jedes Atemzugs
Tanzende Dämonenseele, die zum Horizont fließt
Hart am Rand des Abgrunds
(Itzik Galili)

CHOREOGRAFIE, LICHT, KOSTÜME Itzik Galili
MUSIK Pérez Prado
MUSIK ARRANGEMENT Rodrigo Morte
CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Elizabeth Gibiat
KOSTÜME ANFERTIGUNG João Pimenta
URAUFFÜHRUNG April 2014, Teatro Municipal De Sao Paulo
DAUER DER VORSTELLUNG 20 Minuten
ON STAGE 20 Tänzerinnen

© Balé da Cidade de São Paulo

HOFESH SHECHTER COMPANY: BARBARIANS

Konzept und Choreografie von Hofesh Shechter

StudioTrailer ‘barbarians’ by Hofesh Shechter from Hofesh Shechter Company on Vimeo.

15.03.16
19.30 Uhr
Wiesbaden, Großes Haus

Die Trilogie barbarians enthüllt eine spärliche Welt für drei völlig unterschiedliche Auf­nahmen über Intimität, Leidenschaft und die Banalität der Liebe. Eröffnet wird der Abend mit dem verstörenden the barbarians in love, in dem sich Shechters Choreografie von ihrer elegantesten und intimsten Seite zeigt. Eine sakral-barocke Partitur begleitet, zitternd vor einer der Ordnung innewohnenden Erregung, eine wahrlich zeitgemäße Beichte. Es folgt tHE bAD, das in einer Residenz am Hessischen Staatsballett entstand – eine flüchtige Explosion von Dubstep Grooves für eine urbane Choreografie mit fünf Tänzern. Ein verschrobenes Duett rundet den Abend ab, das die einzigartige und ironische Handschrift ihres Machers und die Vielseitigkeit und das Talent seiner Tänzer präsentiert.

Ko-Produzenten Sadler’s Wells London, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Théâtre de la Ville – Paris, Berliner Festspiele – Foreign Affairs, Maison de la Danse – Lyon, Festival d’Avignon, HOME Manchester
Ko-Produzenten und Residenzen Festspielhaus, St. Pölten und Hessisches Staatsballett

Choreograf
Hofesh Shechter

Hofesh Shechter machte seinen Abschluss an der Akademie für Tanz und Musik in Jerusalem und ging danach zur berühmten Batsheva Dance Company. Dort arbeitete er u. a. mit den Choreografen Wim Vandekeybus und Tero Saarinen. Er studierte Schlagzeug undPercussion in Tel Aviv und Paris und entwickelte europaweit eigene Musik- und Tanz-Projekte. 2002 ging er nach London und kooperierte mit Veranstaltern wie The Place und Sadler’s Wells. 2008 gründete er die Hofesh Shechter Company, mit der er weltweit tourt. Seine Stücke werden u. a. bei Carte Blanche, Bern Ballett, Scottish Dance Theatre, CandoCo und NDT aufgeführt.

© Jake Walters

COMPANHIA NACIONAL DE BAILADO: ORFEU E EURÍDICE

Choreografie von Olga Roriz

© Companhia Nacional de Bailado

Das portugiesische Nationalballett wurde 1977 in Lissabon gegründet und hat sich in den fast 40 Jahren ihres Bestehens zu einem Glanzlicht in der portugiesischen Kulturlandschaft entwickelt. Orfeu e Eurídice entstand im Jahr 2014 zur Feier des 300. Geburtstags des deutschen Opernkomponisten Christoph Willibald Gluck. Die portugiesische Choreografin Olga Roriz wurde zu diesem Anlass beauftragt, eine abendfüllende Choreografie nach Glucks gleichnamiger Oper zu kreieren. Entstanden ist ein überaus emotionaler, sinnlicher Ballettabend mit 36 technisch wie künstlerisch überzeugenden Tänzerinnen und Tänzern. In starken Bildern, großen Gruppen und hingebungsvollen Duetten erzählt die Grande Dame des portugiesischen Tanztheaters den antiken Mythos als zeitlose Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen.

KÜNSTLERISCHE LEITUNG DER COMPANHIA NACIONAL DE BAILADO Luísa Taveira CHOREOGRAFIE Olga Roriz MUSIK VOM BAND C.W.Gluck MUSIKALISCHE LEITUNG Massimo Mazzeo MUSIKAUFNAHMEN Divino Sospiro, Ensemble Ecce, Chor der ESML (Escola Superior de Música de Lisboa) unter der Leitung von Paulo Vassalo Lourenço BÜHNENBILD UND KOSTÜM Nuno Carinhas LICHTDESIGN Cristina Piedade ASSISTENT DER CHOREOGRAFIN FÜR DRAMATURGIE Paulo Reis CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Sylvia Rijmer REPETITOR Rui Alexandre TOURMANAGEMENT ecotopiadance.com URAUFFÜHRUNG Februar 2014, Lissabon DAUER ca. 60 min, ohne Pause

16. + 17.3.16
19.30 Uhr
Darmstadt, Großes Haus

Besetzung am 16. März 2016
ORFEU Miguel Ramalho
EURÍDICE Henriett Ventura
BACCHANTES UND NYMPHEN Africa Sobrino, Alexandra Rolfe, Almudena Maldonado, Andreia Mota, Andreia Pinho, Catarina Grilo, Filipa de Castro, Inês Ferrer, Inês Moura, Irina de Oliveira, Leonor de Jesus, Margarida Pimenta, Maria Santos, Marta Sobreira, Miyu Matsui, Patricia Keleher, Paulina Santos, Peggy Konik, Rebecca Storani, Susana Matos, Tatiana Grenkova, Zoe Roberts
MÄNNER Carlos Pinillos, Dukin Seo, Frederico Gameiro, Freek Damen, João Pedro Costa, Joshua Earl, Kilian Souc, Lourenço Ferreira, Nuno Fernandes, Ricardo Limão, Tiago Coelho, Xavier Carmo

Besetzung am 17. März 2016
ORFEU Carlos Pinillos
EURÍDICE Filipa de Castro
BACCHANTES UND NYMPHEN Africa Sobrino, Alexandra Rolfe, Almudena Maldonado, Andreia Mota, Andreia Pinho, Catarina Grilo, Henriett Ventura, Inês Ferrer, Inês Moura, Irina de Oliveira, Leonor de Jesus, Margarida Pimenta, Maria Santos, Marta Sobreira, Miyu Matsui, Patricia Keleher, Paulina Santos, Peggy Konik, Rebecca Storani, Susana Matos, Tatiana Grenkova, Zoe Roberts
MÄNNER Dukin Seo, Frederico Gameiro, Freek Damen, João Pedro Costa, Joshua Earl, Kilian Souc, Lourenço Ferreira, Miguel Ramalho, Nuno Fernandes, Ricardo Limão, Tiago Coelho, Xavier Carmo

EASTMAN/SIDI LARBI CHERKAOUI: FRACTUS V

Choreografie von Sidi Larbi Cherkaoui

© Filip Van Roe

3.5.2016
19.30 Uhr
Darmstadt, Großes Haus

Sidi Larbi Cherkaoui, belgischer Choreograf und Direktor des Königlichen Balletts Flandern, ist berühmt für Werke kultureller Vielfalt.
Für Fractus V steht er selbst mit vier sehr unterschiedlichen zeitgenössischen Tänzern auf der Bühne: ein Zirkus- Akrobat, ein Lindy-Hop-Solist, ein Flamencotänzer und ein Breakdancer. Sie treten in einen körperlichen Dialog, versuchen eine Gemeinschaft zu bilden – sowohl auf der Bühne als auch im täglichen Leben. Diese Philosophie weitet der Choreograf auf die Livemusik aus, kollaboriert mit einem japanischen, einem koreanischen und einem afrikanischen Musiker. Inspiriert
wurde er von den Texten des jüdisch-amerikanischen Linguisten und politischen Philosophen Noam Chomsky. Insbesondere Chomskys Grundsatzplädoyer zur Redefreiheit gegenüber dem politischen Versuch,
zu kontrollieren und zu manipulieren, geht mit Cherkaouis Bedürfnis als Künstler nach einem Raum einher, in dem er seine Identität konstant neu erfinden kann. Ein Prozess, der nicht graduell geschieht, sondern durch radikale Brüche und die Fähigkeit, die Vergangenheit zurückzulassen.
Ein Stück, das für die natürlichen Brüche steht, die nötig sind, um zu wachsen und zu erstarken.

CHOREOGRAFIE Sidi Larbi Cherkaoui TÄNZER Sidi Larbi Cherkaoui, Dimitri Jourde, Johnny Lloyd, Fabian Thomé Duten, Patrick Williams Seebacher / Twoface LIVEMUSIK Shogo Yoshii, Woojae Park, Kaspy N’dia, Soumik Datta KOMPOSITION Shogo Yoshii, Woojae Park, Sidi Larbi Cherkaoui, Johnny Lloyd, Soumik Datta CHOREOGRAFISCHE ASSISTENZ Jason Kittelberger STIMMCOACHING Christine Leboutte, Steve Dugardin DRAMATURGIE Antonio Cuenca BÜHNE Herman Sorgeloos, Sidi Larbi Cherkaoui AUSRICHTUNG Patrick ‘Sharp’ Vanderhaegen, Martin Baarda LICHT Krispijn Schuyesmans TON Jef Verbeeck TECHNIK Mathias Batsleer TECHNISCHER DIREKTOR Patrick ‘Sharp’ Vanderhaegen
TECHNISCHE KOORDINATION Tom Van Aken KOSTÜMDESIGN Sumire Hayakawa GARDEROBE Elisabeth Kinn Svensson TOURMANAGER Arnout André de la Porte, Lars Boot PRODUKTION Eastman (Antwerp) COPRODUKTION deSingel International Arts Campus (Antwerp), Migros Culture Percentage Dance Festival Steps (Zürich), Sadler’s Wells (London), PINA40 Wuppertal, Baerum Kulturhus (Oslo),Tanzhaus NRW (Düsseldorf), Schauspiel Köln, National Arts Center (Ottawa), Wexner Center for the Arts at the Ohio State University (Columbus), Ludwigsburger Schlossfestspiele, La Villette (Paris), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

URAUFFÜHRUNG September 2015, deSingel, Antwerp, Belgien
DAUER ca. 75 min, ohne Pause

Besonderer Dank geht an Circuit-Est centre chorégraphique (Montreal), Espace Marie Chouinard (Montreal), Royal Ballet Flanders (Antwerp), Graner/Mercat de les Flors de Barcelona, Kazutomi ‘Tsuki’ Kozuki, Elias Lazaridis, Karthika Naïr, Guy Cools, office Eastman, technical team deSingel,
ASICS l Onitsuka Tiger (Japan). Eastman residiert am deSingel International Arts Campus (Antwerp).

CIE XY: Il N’EST PAS ENCORE MINUIT…

Akrobatisches Spektakel in luftigen Höhen

© Compagnie XY

Wenn die nordfranzösische Compagnie XY auf der Bühne erscheint wird es akrobatisch! 2009 gegründet, umfasst das Ensemble heute 22 Artisten. Auf spektakuläre Weise experimentieren sie mit ihren Körpern, katapultieren sich von Sprungbrettern, wirbeln durch die Luft, türmen sich in atemberaubender Höhe, um dann wieder auseinanderzufallen. Es ist ein Spiel der Konstruktion und Dekonstruktion, die Komposition und Dekomposition eines zum Leben erwachten Gemäldes. Mittendrin in diesem bildgewaltigen Spektakel steckt die Frage nach der Auffassung von Arbeit, Zusammenhalt, Anstrengung, Leichtigkeit und Präzision und von Spiel in all seinen Bedeutungen. Die Verbindung zwischen Individuum und Gruppe wird – insbesondere in einem Moment, in dem Menschen damit rechnen, aufgefangen zu werden – zur grundlegenden Dimension. In ihr werden Stärke und Schwäche des Kollektivs sichtbar.

Kreation im Kollektiv Abdeliazide Senhadji, Amaia Valle, Andres Somoza, Airelle Caen, Alice Noel, Ann-Katrin Jornot, Antoine Thirion, Aurore Liotard, Charlie Vergnaud, Chloé Tribollet, David Badia Hernandez, David Coll Povedano, Denis Dulon, Emmanuel Dariès, Evertjan Mercier, Guillaume Sendron, Gwendal Beylier, Jérôme Hugo, Mohamed Bouseta, Romain Guimard, Thomas Samacoïts, Thibaut Berthias, Xavier Lavabre, Zinzi Oegema
Künstlerische Mitarbeit Loïc Touzé, Valentin Mussou, David Gubitsch
Licht Design Vincent Millet
Kostüme Nadia Léon
Akrobatische Mitarbeit Nordine Allal
Coach Lindy-Hop Aude Guiffes et Philippe Mencia
Produktionsleitung Peggy Donck et Antoine Billaud

22.5.16
18.00 Uhr
Darmstadt, Großes Haus

Koproduzenten und Residenzen Biennale de la Danse (Lyon). Cirque Théâtre d’Elbeuf (Pôle national des arts du cirque Haute Normandie). Scène nationale de Melun-Sénart. CIRCa (Pôle national des arts du cirque Midi Pyrénées)
Residenzen bei La Brèche (Pôle national des arts du cirque-Basse Normandie). La Cité du Cirque (Le Mans). Le Prato (Pôle national des arts du cirque-Lille) Maison de la Danse (Lyon). Pôle Cirque Méditerranée (Théâtre Europe La Seyne, CREAC Marseille)
Koproduzenten EPPGHV-Parc de Le Villette. L’Equinoxe – Scène nationale de Châteauroux. MC2 Grenoble. L’Hippodrome, scène nationale de Douai/Tandem Douai-Arras. L’Onde – Théâtre de Vélizy-Villacoublay. La Verrerie d’Alès – pôle national cirque Languedoc-Roussillon. Le Phénix – Scène nationale de Valenciennes. EPCC Le Quai – Angers. Pôle Cirque Méditerranée CREAC Marseille, Théâtre Europe La Seyne). Scène nationale d’Orléans. Théâtre Brétigny- scène conventionnée du Val d’Orge
Il n’est pas encore minuit… wird unterstützt von le ministère de la Culture im Rahmen der Produktion durch DRAC Nord-pas-de-Calais, im Rahmen der artistischen Kreation durch DGCA, durch den Conseil régional Nord-Pas-de-Calais bei der Kreation und durch Adami im Rahmen einer Projektunterstützung. Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation / DGCA und im Rahmen von La Saison fait son cirque – Neuer Zirkus aus Frankreich.

JAN MARTENS: SWEAT BABY SWEAT

Choreografie von Jan Martens

© Klaartje Lambrechts

18.+19.6.2016
20.00 Uhr
Darmstadt, Kammerspiele

Es gibt diese alles verzehrende Liebe. Die Liebe zwischen zwei Menschen, die einander nicht gehen lassen können – oder wollen. Der gefeierte belgische Nachwuchschoreograf Jan Martens nutzt als Ausgangspunkt für sein Duett Sweat Baby Sweat das größte Klischee-Thema überhaupt – die Beziehung zwischen Mann und Frau – und setzt damit seine Suche nach der Symbiose von Geschichtenerzählung und Abstraktion fort. Untermalt von Liebesliedern und zarten sphärischen Klängen würde man zuerst einen sehr theatralischen Ansatz erwarten. Das Gegenteil ist der Fall. Minimalistisch und dennoch zutiefst sinnlich entpuppt sich ein modernes Paarungsritual: Naiv, verführerisch, zärtlich und zugleich unfassbar schmerzvoll. Ein ständiges Spiel zwischen fürsorglichem Trost und grausamer Konfrontation – und: der “wahrscheinlich längste Kuss der Tanzgeschichte”, wie der Tanzkritiker Arnd Wesemann vermutet.

DORRANCE DANCE: ETM: DOUBLE DOWN

Choreografie von Michelle Dorrance

© Jamie Kraus

23.6.2016
19.30 Uhr
Darmstadt, Großes Haus

Sie wollen eine neue Ära des Stepptanzes einläuten und gleichzeitig die lange Tradition dieser Tanzform ehren. Die Amerikanerin Michelle Dorrance erarbeitete für ihre 2011 gegründete Kompanie Dorrance Dance eine Choreografie, die Tradition und Innovation miteinander vereint. Erkennen lässt sich das bereits an der außergewöhnlichen musikalischen Komposition: zusätzlich zu den live gespielten Sounds, erzeugen die Tänzer durch ihre Schritte und Sprünge ebenfalls Melodien und Rhythmen. Dies machen sogenannte elektronische tap boards möglich, welche bei Kontakt Töne auslösen – eine Entwicklung des Tänzers und Musikers Nicholas Van Young, mit dem Dorrance kooperiert. Die multi-talentierte Streetstyle-Tänzerin Ephrant Asherie, deren Stil Breakdance, House, Lofting und Hip-hop mit zeitgenössischem Tanz vereint, ist ebenfalls als Gasttänzerin an dem aufregenden Stück beteiligt und unterstreicht den modernen Charakter des Stepptanzes. Das Ergebnis ist eine fesselnde Mischung aus Ästhetik, Dynamik und Experimentierfreudigkeit.